SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sind die Rekordverluste von Gold gerechtfertigt?

18. Dezember 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sind die Rekordverluste von Gold gerechtfertigt? „Mit der kräftigen Abwärtsbewegung, die der Goldpreis im laufenden Jahr vollführt hat, summieren sich die Kursverluste des gelben Edelmetalls seit dem Rekordhoch im September 2011 auf über 30 Prozent“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen am Goldmarkt zusammen. Aber ist dieser massive Einbruch bei Gold gerechtfertigt, bietet er nicht vielmehr eine Einstiegschance für antizyklische Investoren? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, über Jahre hinweg kannte der Goldpreis fast nur eine Richtung: nach oben. Die Krisenstimmung an den Kapitalmärkten, die Angst vor Inflation und Staatsbankrott ließen Anleger in Scharen ihre Gelder in den „sicheren Hafen“ des gelben Edelmetalls umschichten. Die Konsequenz: Der Goldpreis erreichte im September 2011 sein bisheriges Rekordhoch von 1.921 US-Dollar.

Doch nun hat sich der Wind gedreht: Das bald ablaufende Börsenjahr 2013 ist ein ganz schlechtes Jahr für den Goldpreis gewesen, der über 20 Prozent seines Wertes verloren hat. Ausgehend von rund 1.650 US-Dollar pro Feinunze zu Jahresbeginn ist die Notierung auf aktuell 1.230 US-Dollar gefallen.

Mit dem Preisrutsch beim gelben Edelmetall erlebte auch börsengehandeltes Gold eine bislang einmalige historische Talfahrt. Die an der Börse gehandelten Goldprodukte (Exchange Traded Products, ETP) haben den höchsten Abgabedruck seit ihrer Einführung vor rund zehn Jahren zu verkraften. Die Papiere verbriefen den Anspruch auf eine bestimmte Menge Gold und werden wie Aktien gehandelt, ohne dass Kosten beispielsweise für die Lagerung anfallen. In konkreten Zahlen: Die Bestände der 14 größten mit Gold unterlegten ETPs schrumpften seit Anfang Januar um 31 Prozent auf 1.813,3 Tonnen – die erste rückläufige Entwicklung, seit der Handel mit diesen Produkten 2003 begann. Die Zahlen von Bloomberg berichten von einem Rückgang des in den Gold-ETPs investierten Volumens von 69,7 Milliarden US-Dollar, während der Goldpreis im Jahresverlauf so stark fiel wie seit 1981 nicht mehr. Analysten prognostizieren im Schnitt, dass diese Entwicklung auch in 2014 weitergehen wird: Mehr als 300 Tonnen Gold dürften im kommenden Jahr aus den ETPs abfließen, so die Erwartung.

Damit ist die Erfolgsgeschichte der börsengehandelten Goldprodukte erst einmal gestoppt. ETP-Goldinvestments hatten noch im vergangenen Jahr mit 148 Milliarden US-Dollar einen Rekord erreicht. Sie leisteten dabei einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Goldhausse, in deren Rahmen sich das gelbe Edelmetall seit 2001 um das Sechsfache verteuerte. Die Teilhabe an der Goldrallye war für Investoren denkbar einfach: Boten die ETP-Produkte doch die Möglichkeit, in das Edelmetall zu investieren, ohne es selbst einlagern zu müssen.

Kann der aktuelle Einbruch beim Volumen der ETPs als Hinweis gelten, dass Investoren das Vertrauen in Gold als Mittel zur Vermögenssicherung verloren haben? Einige Argumente sprechen dafür. Denn einerseits hat es den befürchteten Inflationsanstieg im Rahmen der Finanzkrise nicht gegeben, für den sich viele positioniert hatten. Andererseits muss nun immer mehr mit alsbald steigenden Zinsen gerechnet werden, die Gold als Anlageprodukt unattraktiver machen: Die US-Notenbank Federal Reserve unter Führung der neuen Chefin Janet Yellen signalisierte bereits, dass sie ihre umfangreichen geldpolitischen Maßnahmen zur Konjunkturförderung in Kürze zurückfahren wird.

SJB FondsSkyline. Fazit. Sind die Rekordverluste von Gold gerechtfertigt? Klar ist: Der Pessimismus gegenüber Gold hat einen neuen Höchststand erreicht. Nachdem Gold per definitionem in einen Bärenmarkt zurückgefallen ist und mit der Kursentwicklung in 2013 den größten Einbruch seit 32 Jahren erlebte, verkaufen Anleger ihre Goldbestände wie selten zuvor. Analysten mutmaßen, dass all die Aufwärts-Faktoren, die den Goldpreis in den vergangenen zwölf Jahren nach oben getrieben haben, sich nun ins Gegenteil verkehren. Allen voran äußert sich Goldman Sachs überaus skeptisch für Gold: Mit Blick auf das Edelmetall sei man für 2014 so negativ eingestellt wie bei kaum einem anderen Rohstoff, ließ der US-Bankriese verlauten. Antizyklische Anleger horchen auf und wittern gerade angesichts des überbordenden Pessimismus ihre Chance: Wenn alle nur noch fallende Kurse erwarten und die Skepsis auf ein Rekordhoch angestiegen ist, besteht oft die beste Chance zum antizyklischen Einstieg. Da Gold und börsengehandelte Goldprodukte aktuell die Gunst der Investoren verloren haben, bietet sich für mutige Anleger nun eine äußerst attraktive Gelegenheit, langfristige Positionen in Gold, Goldaktien und Goldminenfonds aufzubauen. Denn das substanzstarke und den Vermögenserhalt auch in Krisenzeiten sichernde Edelmetall wird über viele Jahre nicht mehr so günstig zu bekommen sein wie jetzt!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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