SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kann Portugal bald aus dem Rettungsprogramm aussteigen?

30. April 2014 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kann Portugal bald aus dem Rettungsprogramm aussteigen? „Die Renditen portugiesischer Staatsanleihen sind zuletzt kräftig gesunken, bei Investoren ist das Land wieder gefragt, wie die Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.Platzierung neuer Zinspapiere am freien Markt belegt“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen auf der iberischen Halbinsel zusammen. „Ist damit bald die Zeit gekommen, in der das Portugal den EU-Rettungsschirm verlassen und wieder vollständig auf eigenen Füßen stehen kann? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, an den Kapitalmärkten häuften sich zuletzt die positiven Nachrichten für Portugal: Die Rendite zehnjähriger portugiesischer Staatsanleihen ging noch unter 3,70 Prozent zurück und lag damit fast auf einem Acht-Jahres-Tief, zudem konnte das Land in der vergangenen Woche die erste Auktion längerfristiger Schuldpapiere seit dem Antrag auf ein Rettungspaket im Jahr 2011 mit Erfolg durchführen. Mit Blick auf diese erfreulichen Entwicklungen sind sich Analysten einig: Bereits im kommenden Monat Mai kann das Land das EU-Rettungsprogramm verlassen und seine finanzielle Unabhängigkeit zurückerlangen. Die zinsverbilligten Kredite aus dem Hilfsprogramm sind nicht mehr nötig, Portugal vermag auf diese Art der Absicherung verzichten, von der sich im Dezember 2013 bereits Irland befreit hat.

Begünstigt von der hohen Nachfrage institutioneller wie privater Investoren nach konkurrenzfähigen Renditen hat sich die Stimmung für Portugal in den letzten sechs Monaten mit großer Schnelligkeit gewandelt. Noch im September 2013 waren die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen fast doppelt so hoch wie aktuell, es gab Befürchtungen, dass das Land weitere Finanzhilfen benötigen werde. Doch in der Zwischenzeit hat die Konjunktur in Portugal kräftig an Fahrt gewonnen, die fortgesetzte Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitete zugleich den Boden für eine Kursrallye am Anleihenmarkt.

Alles spricht dafür, dass deshalb am 17. Mai 2014 das mit einem Volumen von 78 Milliarden Euro aufwartende EU-Rettungspaket auslaufen wird. Offiziell muss Portugals Regierung noch bis zum Treffen der EU-Finanzminister am 5. Mai in Brüssel darüber entscheiden, wie der Ausstieg im Detail erfolgt. Doch von dem Abschlussbericht zur Begutachtung der portugiesischen Finanzen, der durch die Troika aus Vertretern von EU, EZB und IWF bis dahin vorgelegt wird, sind durchweg positive Impulse zu erwarten. Nicht nur die Citigroup rechnet mit „klaren Indikatoren für eine bessere fiskalische und ökonomische Entwicklung“, die einen „sauberen Ausstieg“ aus dem Rettungsprogramm ermöglichen werden.

Der beste Beweis für das neu gewonnene Vertrauen Portugals an den Märkten: In der vergangenen Woche konnten zehnjährige Staatsanleihen im Gesamtwert von 750 Millionen Euro am Markt platziert werden, wobei die durchschnittliche Rendite noch unterhalb der 3,6-Prozent-Marke lag. Hinzu kommt: Die Emission war 3,47-fach überzeichnet, Portugal hätte also eine noch weit höhere Kreditaufnahme tätigen können.

Auch in die Länderratings von Portugal durch die drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch kommt allmählich Bewegung. Als erstes hatte Fitch den Ausblick für das Land am 11. April auf „positiv“ angehoben, S&P und Moody’s signalisierten, im Mai die Ratingeinstufung zu überprüfen. Dabei gilt: Ein Investment-Grade-Rating besitzt Portugal weiter bei keiner der drei Agenturen, die Kreditwürdigkeit bleibt noch auf spekulativem Niveau. Dies könnte sich jedoch bald ändern, wenn der Ausstieg aus dem Rettungsprogramm endgültig gelingt und das Land in seiner Politik der Haushaltskonsolidierung fortfährt.

SJB FondsSkyline. Fazit.Kann Portugal bald aus dem Rettungsprogramm aussteigen? Der Blick auf die jüngsten Wirtschaftszahlen belegt, dass das Land auf der iberischen Halbinsel bald auf weitere Finanzhilfen wird verzichten können: So konnte Portugal mittlerweile die längste Rezession seit 25 Jahren überwinden und endlich wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren: Den offiziellen Prognosen zufolge wird das Bruttoinlandsprodukt 2014 um 1,2 Prozent wachsen, nachdem es im Vorjahr noch um 1,4 Prozent geschrumpft war. Auch der Schuldenabbau schreitet voran: Bereits 2015 soll das portugiesische Haushaltsdefizit wieder unter die EU-Obergrenze von 3,0 Prozent sinken. Das positive Beispiel Portugal zeigt, dass die EU-Peripherieländer mit einer Mischung aus strenger Haushaltsdisziplin und konjunkturellem Aufschwung auf die gewährten Finanzhilfen nach einer angemessenen Zeitspanne wieder verzichten können – ein Vorbild, das für weitere Krisenkandidaten Mut macht!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter: fonds@sjb.de.

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