SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kann das britische Pfund einen harten Brexit verkraften?

09. August 2018 von um 13:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kann das britische Pfund einen harten Brexit verkraften? „Äußerungen des britischen Handelsministers Liam Fox haben das britische Pfund auf Talfahrt geschickt und ein neues Elfmonatstief erreichen lassen – Fox hob die immer weiter steigende Wahrscheinlichkeit eines ‚harten Brexit‘ hervor und verunsicherte so die Anleger, berichtet Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, von den jüngsten Geschehnissen am Devisenmarkt. „Kann das britische Pfund überhaupt einen ungeplanten EU-Ausstieg verkraften, oder droht der vollkommene Einbruch der früher so ruhmreichen Währung?“ Alle Details zu diesem höchst spannenden Thema finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, Großbritanniens Handelsminister Liam Fox hat die Angst vor einem „harten Brexit“ geschürt und so das britische Pfund an den Devisenmärkten unter Druck gebracht. Am jüngsten Wochenende gab er der britischen „Sunday Times“ ein Interview, in dem er die Chancen auf einen völlig ungeplanten EU-Austritt der Briten mittlerweile bei „60 zu 40“ veranschlagte. Mit seinen Äußerungen zum Brexit schickte Fox das Pfund Sterling auf eine rasante Talfahrt: Das Währungspaar EUR/GBP übersprang die psychologisch wichtige 0,90er-Marke und legte bis 0,9016 in der Spitze zu, und auch zum US-Dollar musste das britische Pfund massiv Federn lassen. USD/GBP kletterte auf 0,7780 im Hoch und markierte gleichfalls den höchsten Stand seit 11 Monaten.

Was hatte Handelsminister im Detail verlauten lassen? „Die Unnachgiebigkeit der Europäischen Kommission“, so betonte Fox, könne dazu führen, dass Großbritannien ohne Vereinbarung mit der EU aus der Gemeinschaft ausscheide. Die Wahrscheinlichkeit dafür bezifferte er auf 60:40, womit sein persönlicher Tenor klar ist: Wahrscheinlich kommt ein harter Brexit, mit all seinen negativen und teils chaotischen Folgen.

Die Prognose kam bei den Investoren gar nicht gut an, die Nervosität an den Devisenmärkten legte zu. Denn in den vergangenen Tagen hatte sich die Stimmung zwischen Brüssel und London ohnehin deutlich verschlechtert – eine Tatsache, die auch ohne die Aussagen von Handelsminister Fox nicht zu ignorieren war. Dieser selbst hatte noch vor einem Jahr die Meinung vertreten, einen Deal mit der EU zu schließen sei „einer der einfachsten Deals der Menschheit“.

Neben Handelsminister Fox sieht auch Mark Carney, der Gouverneur der Bank of England, ein immer weiter steigendes Risiko eines harten Brexits. Carney erklärte vor wenigen Tagen, die Gefahr, dass Großbritannien ohne Handelsvereinbarung mit der EU aus der Gemeinschaft ausscheide, sei „ungemütlich hoch“. Komplettiert wird die Liste der Skeptiker durch den neuen britischen Außenminister Jeremy Hunt, der bei seinen Reisen auf dem europäischen Kontinent gewarnt hatte, dass die Briten der EU die Schuld für einen ungeordneten Ausstieg aus der Union geben würden.

Das britische Pfund schwächelt also, und Besserung ist keine in Sicht: Denn in den kommenden Wochen und Monaten werden die Verhandlungen zwischen Brüssel und London über den EU-Abschied in die heiße Phase eintreten. Bis zum EU-Gipfel am 18. und 19. Oktober des Jahres wollten die beiden Verhandlungsteams eigentlich eine Vereinbarung gefunden haben – ein Ziel, das mittlerweile utopisch scheint. Zu viele Fragen sind noch offen, das Positionspapier, in dem die britische Regierung ihre Position dargelegt hat, gilt bei der EU in Brüssel als inakzeptabel.

SJB FondsSkyline. Fazit. Kann das britische Pfund einen harten Brexit verkraften? Angesichts der zunehmenden Tendenzen in Großbritannien, einen ungeordneten und womöglich chaotischen Brexit in Kauf zu nehmen, ist es kein Wunder, dass das Pfund Sterling immer weiter absackt. Den neuen Elfmonatstiefs zu Euro und US-Dollar dürften bald weitere Tiefststände folgen, wenn sich keine überraschenden Wendungen in den EU-Austrittsverhandlungen ergeben. Ob Großbritanniens Valuta einen harten Brexit auf Dauer verkraften kann, scheint angesichts der jüngsten Entwicklungen mehr als fraglich. Allein positive Daten zur britischen Wirtschaft – in dieser Woche stehen unter anderem Zahlen zum Wirtschaftswachstum, zur Industrieproduktion und zum Handel an – könnten den Druck auf das Pfund Sterling etwas lindern. Doch der Brexit ist das entscheidende Thema für alle Investoren. Es bleibt die Befürchtung, dass Großbritannien nicht bereit sein könnte, die EU im März 2019 überhaupt zu verlassen, womit ein organisatorisches Chaos vorprogrammiert wäre. Anleger sollten sich bei der Strukturierung ihrer Depots auf ein weiter schwächelndes Pfund einstellen.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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