SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Steigt der Ölpreis bald deutlich an?

17. November 2016 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Steigt der Ölpreis bald deutlich an? „Aktuell dümpelt der Rohölpreis bei Notierungen zwischen 40 und 50 US-Dollar herum. Doch Anleger sollten sich nicht täuschen lassen: Wenn die Erneuerbaren Energien immer weiter ausgebaut werden und Ölförderkonzerne ihre Investitionen einstellen, könnte ein massiver Anstieg des Ölpreises die Folge sein“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um die Energiepolitik zusammen. „Auch die Internationale Energieagentur IEA warnt bereits vor einer neuen Knappheit beim ‚schwarzen Gold‘, die sich entsprechend auf die Preise auswirken würde.“ Alle wichtigen Details zu dieser neuen Konstellation am Energiemarkt finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, lange haben wir uns von den niedrigen Ölpreisen einlullen lassen und das Gefühl dafür verloren, dass die Preisentwicklung am Ölmarkt auch wieder in die ganz andere Richtung gehen könnte. Aber kann ein Ölpreis von unter 50-US-Dollar langfristig Bestand haben, wenn die Branche nicht mehr investiert und staatliche Förderprogramme fast ausschließlich in den Bereich der Erneuerbaren Energien gehen? Der nächste Ölpreisschock dürfte weit näher vor der Tür stehen, als von vielen Investoren und Rohstoffanalysten erwartet.

So prognostizieren die Experten der Internationalen Energieagentur IEA eine nur langsame Abkehr der globalen Wirtschaft von fossilen Brennstoffen und widersprechen damit anderen Rohstoffstrategen. Der Höhepunkt der globalen Ölnachfrage sei immer noch nicht in Sicht, so die Einschätzung von Fatih Birol, dem Chef der Behörde. Die Konsequenzen daraus sind klar: Zwar werde die Öl-Nachfrage künftig langsamer steigen als in den vergangenen Jahren, trotzdem werde sie weiter zulegen. Erst im Jahre 2040 sieht der IEA-Chef voraussichtlich das Maximum erreicht.

Der Weg in eine CO2-neutrale Welt ist damit lang und steinig, wobei die Risiken und Herausforderungen durch den Wahlsieg Trumps in den USA noch angestiegen sind. IEA-Chef Birol zählt hierzu einen möglichen Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, der durch Donald Trumps Einzug ins Weiße Haus wahrscheinlicher geworden ist. Angesichts der Größe der US-Wirtschaft werde dies entscheidende Konsequenzen haben, so Birol, über die es aber zu früh zu spekulieren sei.

Für eine vergleichsweise hohe Ölnachfrage in der Zukunft sorgt auch, dass der Anstieg der Elektroautos durch andere Entwicklungen überkompensiert wird. Zum einen rechnet die IEA damit, dass die Zahl der Elektroautos von 1,3 Millionen im Jahr 2015 auf 150 Millionen in 2040 steigen wird. Doch andere Sektoren werden diesen Rückgang beim Ölbedarf mehr als ausgleichen und für eine stabile Ölnachfrage auf hohem Niveau sorgen: Das Hauptszenario des IEA-Weltenergieausblicks geht davon aus, dass die Ölnachfrage von aktuell 92,5 Millionen Barrel pro Tag auf 103,5 Millionen Barrel täglich bis zum Jahre 2040 ansteigen wird. Diese Entwicklung werde vor allem durch Indien angetrieben, so die Analyse der IEA-Experten, das China und selbst die USA als größte Nation unter den Ölverbrauchern ablösen werde.

Weiter hohe Ölnachfrage, aber angesichts des niedrigen Preisniveaus keine Investitionen mehr in Fördertechnik oder das Erschließen neuer Produktionsareale – dieses Szenario lässt längerfristig deutliche Preissteigerungen beim Rohöl erwarten. Die großen Ölproduzenten wie der weltweit wichtigste Ölförderer Shell könnten fälschlicherweise davon ausgehen, dass der Höhepunkt der Nachfrage schon in fünf bis 15 Jahren erreicht wird. Selbst wenn immer mehr konventionell betriebene Wagen durch Elektroautos ersetzt werden, sorgen Entwicklungen in den Industrien der Schwellenländer dafür, dass eine dauerhaft hohe Ölnachfrage bestehen bleibt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Steigt der Ölpreis bald deutlich an? Gerade im Ölmarkt besteht eine große Gefahr, dass es zu einem verhängnisvollen Zyklus sinkender Investitionen und dadurch ausgelöster starker Preissteigerungen kommt. Investoren wie Verbraucher sollten sich schon einmal auf eine neue Phase extrem hoher Ölpreise vorbereiten, die dann Wirklichkeit werden könnte, wenn die Förderunternehmen nicht mehr in die Erforschung und Erschließung neuer Ölfelder investieren, die Nachfrage nach Rohöl aber auf einem kaum veränderten, hohen Niveau verharrt. Schon jetzt ist die Zahl der neu zugelassenen konventionellen Ölförderprojekte so niedrig wie zuletzt in den 1950-er Jahren. Sollte diese Entwicklung noch länger andauern, wird es immer unwahrscheinlicher, dass sich Angebot und Nachfrage ohne rasante Preissteigerungen ausgleichen können – der nächste Ölpreisschock wäre die logische Konsequenz.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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