SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Hilft der niedrige Ölpreis der deutschen Wirtschaft?

25. März 2015 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Hilft der niedrige Ölpreis der deutschen Wirtschaft? „Der Ölpreis hat sich nach seiner beeindruckenden Talfahrt in der Kursregion zwischen 50 und 60 Euro stabilisiert und macht derzeit keine Anstalten, wieder nach oben zu laufen. SJB Fonds in der PresseDie rückläufigen Energiekosten helfen vielen deutschen Unternehmen, ihre Kosten zu senken und so die Ertragskraft zu steigern“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die Konsequenzen der jüngsten Geschehnisse am Rohstoffmarkt zusammen. Die verbesserte Stimmung in der deutschen Ökonomie schlägt sich auch im Ifo-Index nieder, der zum fünften Mal in Folge zulegen konnte. Doch kann der Aufschwung in der Form weitergehen, wie es die hohen DAX-Kurse signalisieren? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, geht man nach den Zahlen des gerade veröffentlichten Ifo-Index für März, dann sprüht die deutsche Wirtschaft vor Optimismus. Denn die Stimmung hat sich den fünften Monat in Folge verbessert. Wie das Münchner Institut am Mittwoch mitteilte, legte das Ifo-Geschäftsklima-Barometer auf 107,9 Zähler zu, nachdem es im Vormonat noch bei 106,8 Punkten notiert hatte. Mit dem März-Wert wurden auch die Analystenschätzungen übertroffen: Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg des Ifo-Index auf 107,3 Zähler erwartet.

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn zeigte sich erfreut, dass die deutsche Wirtschaft weiter expandiert. Die konjunkturellen Zeichen stehen auf Aufschwung, Unternehmenschefs beurteilen sowohl die aktuelle Lage als auch die künftigen Geschäftsaussichten günstiger als im Vormonat. Ein Hauptgrund für die fortgesetzte Stimmungsverbesserung: Der niedrige Ölpreis, der für die größte EU-Volkswirtschaft als eine Art zusätzliches Konjunkturpaket wirkt. Die stark gesunkenen Notierungen für das „schwarze Gold“ drücken die Kosten vieler Firmen und sorgen zugleich für eine gesteigerte Kauflustbei den Konsumenten. Ein weiteres Plus für Deutschlands Ökonomie: Der Wertverlust des Euro kurbelt die Exporte nach Übersee an.

Im Zuge dieser positiven Wirtschaftsfaktoren sind die Prognosen für das deutsche Wirtschaftswachstum erhöht worden: Analysten haben ihre BIP-Prognosen für 2015 auf bis zu 2,0 Prozent angehoben, nachdem es 2014 noch einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes um 1,6 Prozent gegeben hatte. Die Krisen in Griechenland und Russland sind kaum noch ein Thema, Deutschlands Firmen können diese Störfaktoren ausgezeichnet kompensieren. Als einziges Element, das einen noch stärkeren Anstieg des Ifo-Index verhindert hat, machten Ökonomen das gesunkene Wirtschaftswachstum in China und einigen weiteren Schwellenländern aus.

Ein nachhaltig gesunkener Ölpreis, erfreuliche Konjunkturprognosen und ein zum fünften Mal in Folge gestiegener Ifo-Geschäftsklimaindex. Eigentlich müsste dieses Konglomerat an positiven Meldungen dem deutschen Aktienmarkt sogleich neue Höchstkurse bescheren. Doch der DAX hat sich ganz im Gegenteil schon wieder merklich von seinem Mitte März erreichten Allzeithoch bei 12.219 Punkten entfernt, am Mittwoch wurde die 11.900-Marke kurzzeitig unterschritten. Ein Warnsignal! Denn wenn starke Wirtschaftsdaten keine Kursgewinne mehr auslösen und Investoren selbst bei guten Zahlen nicht mehr zugreifen, ist die DAX-Hausse in ihre Endphase eingetreten. Selbst der gegenüber dem Vorjahr fast halbierte Ölpreis dürfte demnach nicht ausreichen, den deutschen Aktienmarkt auf Kurs zu halten.

SJB FondsSkyline. Fazit. Hilft der niedrige Ölpreis der deutschen Wirtschaft? Diese Abwärtsbewegung des DAX trotz positiver Wirtschaftsnachrichten macht mich hellhörig, denn sie ist ein ganz schlechtes Zeichen. Wenn die Kurse trotz guter Stimmung und erfreulicher Meldungen von Konjunktur- und Unternehmensseite nicht mehr steigen, steht ein größerer Kursrückschlag unmittelbar bevor. Der Ifo-Index steigt das fünfte Mal in Folge, der gesunkene Ölpreis senkt auf breiter Front die Kosten deutscher Unternehmen– doch die guten Konjunkturdaten lassen die DAX-Anleger kalt. Diese Dissonanz bekräftigt mich in meiner Auffassung, dass das deutsche Kursbarometer die 12.000-Punkte-Marke für einen langen Zeitraum zum letzten Mal gesehen hat. Nachdem nun sämtliche Positivfaktoren vom EZB-Anleihenkaufprogramm über die Euro-Schwäche bis hin zum Ölpreisverfall in den Kursen eingepreist sind, erwarte ich für den DAX einen schnellen und heftigen Kursrücksetzer in Richtung der 10.000er-Marke.

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