SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Steigt der Ölpreis bald über 80 US-Dollar?

09. Mai 2018 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Steigt der Ölpreis bald über 80 US-Dollar? „Rund zwei Jahre ist es her, dass der Ölpreis um die Kursmarke von 40 US-Dollar herum pendelte. Seitdem ist die Notierung in eine Aufwärtsbewegung eingeschwenkt, die zuletzt nochmals an Fahrt gewonnen hat: Im Umfeld des von US-Präsident Donald Trump aufgekündigten Atomabkommens mit dem Iran hat der Ölpreis deutlich zugelegt und ist bis auf 77-US-Dollar angestiegen“, berichtet Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich. „Mit wie hohen Ölpreisen muss der deutsche Anleger rechnen, wird sich auch die Inflationsrate im Euroraum deutlich erhöhen?“ Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, am Ölmarkt geht es derzeit äußerst turbulent zu: der US-Ausstieg aus dem Atom-Deal mit dem Iran hat den Ölpreis auf ein neues Mehrjahreshoch nach oben getrieben. Damit bestätigt sich die Einschätzung von Rohstoffexperten, dass die Aufkündigung des Atomabkommens weitreichende Folgen für den Ölmarkt haben dürfte. Bis auf 77,21 US-Dollar in der Spitze ist der Preis für ein Barrel der Ölsorte Brent angestiegen, auch ein neues Angebot von Saudi-Arabien konnte den Preisanstieg nicht bremsen.

Auch in den USA erreichte der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ein neues Dreijahreshoch: Die Notierung kletterte um 1,60 Dollar auf 71,19 US-Dollar in der Spitze und befindet sich damit auf dem höchsten Niveau seit 2014. Der Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat auch hier die Ölpreise kräftig in die Höhe getrieben.

Die entscheidenden Ereignisse hatte es am Dienstagabend in den USA gegeben: Donald Trump hatte medienwirksam erklärt, dass sich die USA trotz des deutlichen Widerstands europäischer Partner aus dem Atomdeal mit dem Iran zurückziehen. Damit würden die im Rahmen des Abkommens ausgesetzten Sanktionen wieder in voller Härte zum Tragen kommen. „Wir werden die höchste Stufe von Wirtschaftssanktionen einführen“, erklärte US-Präsident Trump, womit Importe iranischen Öls für die Zukunft ausgeschlossen sind. Die Europäische Union hält Trumps Entscheidung hingegen für gefährlich und möchte die Sanktionen weiter ausgesetzt lassen, um die Lage im Nahen Osten zu stabilisieren.

Was waren die unmittelbaren Konsequenzen für den Ölmarkt? Hier konnte selbst das zusätzliche Öl-Angebot von Saudi-Arabien die Preisentwicklung nicht bremsen. Der weltweit größte Ölproduzent deutete am aber Mittwoch eine Erhöhung seiner Ölfördermengen an: „Saudi-Arabien fühlt sich der Unterstützung stabiler Öl-Märkte zum Wohle von Produzenten und Verbrauchern sowie der Nachhaltigkeit des weltweiten Wachstums verpflichtet“, erklärte ein Vertreter des saudischen Energieministeriums. Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, werde man mit den großen Produzenten und Verbrauchern innerhalb und außerhalb der OPEC sprechen, kündigte er an.

Mit welchen längerfristigen Folgen müssen Verbraucher und Investoren rechnen? Die Aufkündigung des Atomabkommens dürfte zu einer weiteren Verunsicherung im Nahen Osten führen, einer Region, in der ein Drittel des Weltbedarfs an Öl produziert wird. „Es herrscht die Sorge, dass die iranischen Ölexporte dadurch um eine Million Barrel pro Tag zurückgehen“, sagte Volkswirt Tomomichi Akuta von Mitsubishi UFJ Research and Consulting. Zwar würden sich Angebot und Nachfrage derzeit in etwa die Waage halten, doch mit den Sanktionen dürfte es zu Engpässen kommen, lautet die Einschätzung des Rohstoffexperten. Seine Prognose: Preissteigerungen um mindestens zehn US-Dollar pro Barrel und damit Preise für die Ölsorte Brent von nahe 90 US-Dollar seien für die Zukunft zu erwarten.

SJB FondsSkyline. Fazit. Steigt der Ölpreis bald über 80 US-Dollar? Bei aktuellen Notierungen von 77 US-Dollar pro Barrel ist es fast schon sicher, dass der Ölpreis über diese Marke steigt. Durch die aufgrund der Kündigung des Atomabkommens ausgelöste Unsicherheit an den Märkten könnte die Notierung bald schon wieder Kurs auf die 100-US-Dollar-Marke nehmen, zumal die globalen Wirtschaftszahlen weiter für eine robuste Nachfrage sprechen. Weitere Probleme hat der Ölmarkt, weil die Förderung in dem ölreichen Krisenstaat Venezuela eingebrochen ist, sowie durch die seit Anfang 2017 geltenden Fördergrenzen der OPEC. Bei den Konsequenzen der Aufkündigung des Atomabkommens darf man nicht vergessen, dass der Iran aktuell der drittgrößte Öl-Exporteur der OPEC-Länder nach Saudi-Arabien und dem Irak ist. Die tägliche Fördermenge von rund 3,8 Millionen Barrel entspricht knapp vier Prozent der weltweiten Ölförderung und hat damit wichtige Auswirkungen auf den globalen Ölpreis, der seinen Aufwärtstrend beschleunigt fortsetzen dürfte.

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