SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bremst die Nullzinspolitik die Sparneigung der Deutschen?

03. Mai 2018 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bremst die Nullzinspolitik die Sparneigung der Deutschen? „Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) trifft insbesondere die Deutschen mit ihrer hohen Sparquote: 17 Prozent ihres Einkommens legen die Deutschen auf die hohe Kante, während in Italien oder Spanien eine weit geringere Sparquote herrscht“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, die jüngst veröffentlichten Zahlen zum Sparverhalten in der Europäischen Union zusammen. „Anstatt ihre Sparbemühungen wegen schwacher Renditen zu verringern, sparen viele Deutschen in der Tiefzinsphase umso mehr, um trotz geringer Erträge einen vermeintlichen Vermögenszuwachs zu erzielen. Doch kann dies der richtige Weg sein?“ Alles Wichtige zu diesem kontroversen Thema findet sich hier.

Liebe FondsBlogger, die Null- und Negativzins-Politik der Europäischen Zentralbank kann die Lust der Deutschen am Sparen nicht bremsen: Mit einer Sparquote von 17 Prozent liegt Deutschland in Europa ganz vorne. Die Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat markieren einen neuen Rekord für Deutschlands Sparer, der im markanten Gegensatz zum großen Rest Europas steht. Denn während die Sparquote hierzulande auf über 17 Prozent gestiegen ist, ist die Sparquote der privaten Haushalte für die gesamte Europäische Union erstmals in der Geschichte unter die Marke von zehn Prozent gefallen.

Die Sparquote ist jener Anteil des verfügbaren Einkommens, der nicht konsumiert wird. Die europäische Statistikbehörde Eurostat rechnet die Beiträge zur Rentenversicherung mit hinzu, sodass Deutschland auf die genannten 17 Prozent kommt. Bei der Bundesbank und dem Statistischen Bundesamt werden die Sozialabgaben hingegen nicht mit eingerechnet, lediglich Ersparnisse im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge finden Berücksichtigung. Die Konsequenz: Nach dieser Rechenmethode liegt die deutsche Sparquote lediglich bei 10,2 Prozent, doch auch hier zeigt der Trend in Deutschland klar nach oben.

Wie Eurostat weiter berichtet, legten vor allem in Italien die Verbraucher weniger zurück, doch auch in Spanien oder Frankreich nahm die Sparfreude deutlich ab. Die Sparquote in Frankreich markierte gar einen historischen Tiefstand, während in Deutschland nichts von einem Sparboykott aufgrund der EZB-Politik zu spüren ist. Die Ausnahmestellung der Deutschen droht jetzt, innerhalb der EU zu einem Problem zu werden – denn die Niedrigzins-Politik der Zentralbank betrifft in erster Linie die Deutschen.

Innerhalb der Europäischen Union sind die deutschen Sparer mit ihrer Haltung isoliert. Sie ignorieren nicht nur, dass es praktisch keinen Habenzins mehr gibt – sie sparen sogar noch eifriger, um auch in der Nullzinsphase das Vermögen scheinbar zu mehren. Der Großteil der europäischen Sparer hat sich hingegen aufgrund der nicht enden wollenden Tiefzins-Ära dafür entschieden, die eigenen Sparbemühungen drastisch zu verringern. Hier fließt mehr Geld in den Konsum und weniger auf Sparbücher oder Festgeldkonten – eine Verhaltensweise, die Mario Draghi und die EZB freuen müsste. Deutschland ist die große Ausnahmenation innerhalb der Europäischen Union und steht fest auf der einen Seite der durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in zwei Lager gespaltenen EU.

Das Problem dabei: Die verfahrene Situation offenbart, dass die Bundesbürger ökonomisch falsch sparen. Die Sparquote selbst dann noch zu erhöhen, wenn die Renditen des Ersparten gegen Null tendieren, ist in höchster Weise kontraproduktiv. Und mit steigenden Zinsen ist immer weniger zu rechnen: Weil mit Ausnahme von Deutschland in ganz Europa die Sparraten fallen, gibt es in der Euro-Zone keine Sparer-Lobby, die dafür sorgen könnte, dass die Leitzinsen schnell wieder anziehen. Deshalb müssen die Deutschen ihr Sparverhalten ändern, wollen sie ihre Ziele von Vermögenserhalt und Vermögensbildung erreichen.

SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bremst die Nullzinspolitik die Sparneigung der Deutschen? Zwar sind regionale Unterschiede innerhalb des Euro-Währungsraumes normal, doch mit Blick auf die Sparquote bleiben die Deutschen unangefochtener Spitzenreiter innerhalb der EU. Dabei haben die betont vorsichtigen Deutschen eine große Vorliebe für als besonders sicher geltende Anlagen, die entsprechend geringe Erträge abwerfen – gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld ein Riesenproblem. Denn wer als Anleger kaum Aktien und Investmentfonds im Portfolio hat, muss auf Dauer mehr sparen, um fürs Alter vorzusorgen. Trotz dieser Risikoaversion hat das Geldvermögen der Deutschen zuletzt mit knapp 5,9 Billionen Euro einen neuen Rekord erreicht. Die Kehrseite der Medaille: 4,5 Billionen davon stecken in renditeschwachen Anlagen wie Lebensversicherungen oder versauern auf Tagesgeld- und Girokonten. Gerade mal 15 Prozent des gesamten Anlagevermögens, also rund 900 Milliarden Euro, halten die Deutschen in Aktien oder Aktienfonds. In Zeiten des Nullzinses lässt sich so keine attraktive Rendite erzielen – Investments in langfristig angelegte SJB FondsStrategien wie Klassik Z 12+ oder Nachhaltig Z 20+ sind notwendig, um das ökonomisch falsche Sparverhalten der Deutschen in renditeträchtigere Bahnen zu lenken.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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