SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Braucht die NordLB eine milliardenschwere Finanzspritze?

12. April 2018 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Braucht die NordLB eine milliardenschwere Finanzspritze? „Um einen Teilverkauf der Norddeutschen Landesbank an Investoren zu ermöglichen, steht offenbar eine milliardenschwere Finanzspritze durch das Land Niedersachsen zur Diskussion – dem Vernehmen nach soll es um eine Summe von drei Milliarden Euro gehen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um die deutschen Landesbanken zusammen. „Ist die Bank so angeschlagen, dass sie diese Kapitalspritze zur Existenzsicherung benötigt, oder soll das landeseigene Geldinstitut nur für mögliche Investoren aus dem Privatsektor aufgehübscht werden?“ Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass das Land Niedersachsen eine milliardenschwere Finanzspritze für die NordLB plant. Der Meldung zufolge will die niedersächsische Landesregierung offenbar eine Summe von drei Milliarden Euro für die angeschlagene Norddeutsche Landesbank zur Verfügung stellen. Worum geht es bei der milliardenschweren Kapitalspritze für die wankende NordLB, die sich besonders im Bereich der Schiffsfinanzierungen verhoben hat? Die Zahlung von Seiten des Mehrheitseigentümers der Bank könnte den Weg für einen Teilverkauf des öffentlich-rechtlichen Geldinstituts an private Investoren ebnen, wobei diese Pläne noch vertraulich sind. Denn der Vorschlag für die Kapitalerhöhung sei nicht endgültig und könnte sich noch ändern, hieß es aus Insiderkreisen im Bankenumfeld.

Wie schlecht geht es der NordLB wirklich? Eigenen Angaben zufolge habe die Norddeutsche Landesbank keinen akuten Kapitalbedarf, diskutiere mit ihren Eigentümern aber verschiedene Szenarien über ihre Zukunft. Um Privatinvestoren zumindest zu einer Teilübernahme des Geldhauses zu bewegen, wurde eine mögliche Kapitalspritze des Landes Niedersachsen ins Spiel gebracht.

Doch Finanzspritzen öffentlich-rechtlicher Eigner ziehen in der Regel Beihilfe-Verfahren der EU-Kommission nach sich, die mit Auflagen enden können. Das will man in Niedersachsen nach Möglichkeit vermeiden. Beispiele aus Portugal belegen, dass diese Verfahren nicht zwingend stattfinden müssen, wenn das Geld wettbewerbsneutral zur Verfügung gestellt wurde. Aus der EU-Kommission war bislang kein Kommentar hierzu zu erhalten. Wie sehen die nackten Zahlen aus? Die NordLB hat nach dem Rekordverlust von rund zwei Milliarden Euro im Jahr 2016 im vergangenen Jahr zwar einen Gewinn erzielen können, doch die Kernkapitalquote liegt per Ende 2017 bei lediglich zwölf Prozent. Damit werden die gegenwärtigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen zwar erfüllt, mit Blick auf Ratings und wachsende Anforderungen der Aufsicht reicht diese Quote aber nicht aus.

Explizit ausgeschlossen wird für die NordLB seitens des Landes Niedersachsen nur der Totalverkauf. „Die Träger stehen zur NordLB“ ließ das Ministerium noch Ende März verlauten. Das Land Niedersachsen hält knapp 60 Prozent der Anteile, die niedersächsischen Sparkassen besitzen gut 26 Prozent.

SJB FondsSkyline. Fazit. Braucht die NordLB eine milliardenschwere Finanzspritze? Um den Einstieg privater Finanzinvestoren zu ermöglichen, wird es wohl zu der drei Milliarden Euro schweren Kapitalspritze an die Norddeutsche Landesbank kommen müssen. Bereits Ende 2017 hatte Vorstandschef Thomas Bürkle gesagt, er könne nicht ausschließen, dass die Landesbank eine Kapitalerhöhung brauche – auch wenn er das vermeiden wolle. Zwar steht die endgültige Entscheidung noch aus, doch aktuell scheint es eher um das „wie“ als um das „ob“ einer Finanzunterstützung zu gehen. Damit wird rund um die Sanierung der maroden Landesbanken das nächste Kapitel in dem Buch „Gewinne privatisieren, Verluste dem Steuerzahler aufbürden“ geschrieben. Nur wenn zuvor aus öffentlichen Geldern eine hohe Kapitalspritze für die NordLB getätigt wird, sind Finanzinvestoren überhaupt für eine teilweise Übernahme der in Schieflage geratenen Landesbank zu interessieren.

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