SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sind die Milliardenstrafen gegen die Banken gerechtfertigt?

04. Dezember 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sind die Milliardenstrafen gegen die Banken gerechtfertigt? „Die EU-Kommission hat heute massive Strafen gegen einige der bekanntesten Großbanken wegen der Manipulation des Libor-Zinssatzes ausgesprochen. Banken aus der Eurozone und den USA wurden zu einer Rekordstrafe von insgesamt 1,7 Milliarden Euro verurteilt“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entscheidungen zusammen. Sind die drakonischen Strafzahlungen gegen die Institute berechtigt? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, Anleger kommen bei der Vielzahl der Meldungen über Verfehlungen der großen Banken kaum noch mit. Zuerst wurde der wichtige Referenzzinssatz Libor manipuliert, kurz danach kam heraus, dass auch beim Goldpreis nicht alles mit rechten Dingen zuging. Gerade heute gab es neue Nachrichten über Manipulationen am Devisenmarkt, wo liquiditätsstarke Marktteilnehmer durch verbotene Absprachen die Kurse von Währungen in ihrem Sinne manipulierten. Wie kann man da als FondsInvestor den Großbanken überhaupt noch trauen?

Deshalb finde ich es absolut richtig und einfach nur konsequent, dass die EU-Kommission sechs Geldhäuser aus Europa und den USA zu einer Rekordstrafe von insgesamt 1,71 Milliarden Euro verurteilt hat. Gerade europäische Geldinstitute taten sich bei den Manipulationen unrühmlich hervor: Denn die Deutsche Bank kassierte die höchste Einzelstrafe und muss allein 725 Millionen Euro zahlen. Ebenfalls mit im Boot sitzen die französische Société Générale, die Royal Bank of Scotland (RBS), die US-Banken Citigroup und JP Morgan Chase sowie das Brokerhaus RP Martin. Auch deren Strafen fallen saftig aus: Die Société Générale muss knapp 446 Millionen Euro zahlen, die Royal Bank of Scotland 391 Millionen Euro. Es handelt sich um die bislang höchste innerhalb der EU verhängte Strafe gegen Kartelle.

Einzig die britische Barclays Bank sowie die Schweizer UBS entkommen einer Strafe, obwohl sie an dem „Libor-Skandal“ beteiligt waren. Diese Banken hatten die Kartellwächter über die Manipulationen informiert und so erst die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Marktinsider schätzen, dass allein die UBS sonst eine Strafe von 2,5 Milliarden Euro hätte zahlen müssen.

Die Vorwürfe im Detail: Händler der Geldhäuser sollen die Referenzsätze Libor und Euribor zu ihren Gunsten manipuliert haben, um so Handelsgewinne einzustreichen. Die Zinssätze werden täglich ermittelt und sind die Grundlage für Finanzgeschäfte im Volumen von mehr als 500 Milliarden US-Dollar. Obwohl so viel von ihrem genauen Stand abhängt, beruhen sie lediglich auf den Angaben der Banken über ihre eigenen Refinanzierungskosten. Die EU-Regulierungsbehörden betonten nun, wie manipulationsanfällig das System sei.

Beim Libor- bzw. Euribor-Skandal hätte die Regulierungsbehörden nicht nur die Manipulation der Referenzzinssätze als solches schockiert, betonte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia, sondern vor allem das abgestimmte Verhalten zwischen den Banken, die eigentlich miteinander im Wettbewerb stehen sollten. Mitarbeiter der Banken hatten sich bei der Festlegung von Referenzzinssätzen abgesprochen und sie dadurch manipuliert. Der Beschluss vom Mittwoch und die verhängte Rekordstrafe seien deshalb ein deutliches Signal, dass die Kommission fest entschlossen sei, Kartelle im Finanzsektor zu bekämpfen und zu sanktionieren, so Almunia weiter.

Die Banken geben sich schuldbewusst, auch die Deutsche Bank akzeptierte in einer Stellungnahme die Strafe. Diese sei ein wichtiger Schritt in den Bemühungen, Altlasten zu bereinigen, lassen sich die beiden Vorstandsvorsitzenden Jürgen Fitschen und Anshu Jain in einer Mitteilung zitieren. Trotzdem wird die Bank als Ganzes verteidigt: Der Vergleich betreffe Verhaltensweisen von einzelnen Mitarbeitern in der Vergangenheit, die schwere Verstöße gegen Werte und Überzeugungen der Deutschen Bank darstellen, heißt es weiter. Man werde zukünftig alles tun um sicherzustellen, dass sich diese Art von Fehlverhalten nicht wiederholt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Sind die Milliardenstrafen gegen die Banken gerechtfertigt? Ich stehe voll und ganz hinter der hohen Kartellstrafe aus Brüssel, um den Banken endlich einmal schmerzhaft klarzumachen, dass sie nicht dauerhaft und straflos gegen die Interessen ihrer Kunden agieren dürfen. Wenn einzig und allein die eigene Gewinnmaximierung auf der Agenda steht, sind solche Manipulationen wie bei den Zinssätzen, dem Goldpreis und bei Währungen die fast schon logische Konsequenz, die in aller Schärfe und mit drakonischen Strafen verfolgt werden sollte. Was aber kann der einzelne Investor tun, der von diesem Treiben der Banken zu Recht abgestoßen wird? Er muss mehr denn je auf eine bankenunabhängige Beratung Wert legen, wie sie die SJB nun seit 24 Jahren erfolgreich anbietet. Bei uns erhalten Sie weiterhin die Fonds, die den größten Ertrag versprechen und das höchste antizyklische Potenzial aufweisen – nicht etwa die Produkte, die die höchste Provision bieten.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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