SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Welche Marktrisiken begünstigen einen Crash am Aktienmarkt?

19. Mai 2016 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Welche Marktrisiken begünstigen einen Crash am Aktienmarkt? „Die Haupttendenz an den internationalen Aktienmärkten war im bisherigen Handelsjahr abwärts gerichtet, doch der ganz große Crash ist bislang ausgeblieben. Dies könnte sich sehr bald ändern, denn die Marktrisiken nehmen immer mehr zu. Ereignisse wie ein möglicher ‚Brexit‘, die sich erneut verschärfende Lage in Griechenland oder ein konjunktureller Einbruch in China werden von Marktteilnehmern als größte Risiken genannt“, erläutert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die gesteigerte Crashgefahr an den Börsen. Eine aktuelle Umfrage der Bank of America Merrill Lynch enthüllt nun, auf welche Schrecken-Szenarien sich institutionelle Investoren für den weiteren Jahresverlauf einstellen. Hoch interessante Details aus dieser brisanten Studie finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die monatliche Umfrage der Bank of America Merill Lynch unter großen Marktteilnehmern bringt es an den Tag: Vermögensverwalter, FondsManager und institutionelle Investoren rüsten sich für einen „Sommer der Schocks“, da die Marktrisiken, welche zu einem Absturz der globalen Aktienmärkte führen könnten, immer weiter zunehmen. In der Konsequenz horten die Vermögensverwalter hohe Bargeldbestände, wie die Investoren-Umfrage zeigt. Für die Studie wurden 168 Investoren und Portfolio-Manager befragt, die im Schnitt ein Vermögen von über 500 Millionen US-Dollar betreuen.

Ein wichtiges Ergebnis: Im Mai haben professionelle Investoren die Bargeld-Bestände ihrer Depots noch einmal erhöht, und die Cash-Quote auf durchschnittlich 5,5 Prozent hochgefahren – ein Niveau, das bereits dem Stand zu Zeiten der Lehman-Pleite entspricht. Ähnlich hoch waren die Bargeld-Anteile nur noch auf dem Höhepunkt der Griechenland-Krise, was als Alarmzeichen zu werten ist. Die Zahlen zeigen: bereits jetzt bunkern viele Finanzprofis Cash, um für einen möglichen Crash im Sommer gerüstet zu sein.

Wovor fürchten sich Großinvestoren und Vermögensverwalter am meisten? 27 Prozent der von Bank of America Merill Lynch befragten Investoren bezeichnen einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU („Brexit“) als das größte Marktrisiko. Die Abstimmung in Großbritannien steht am 23. Juni auf der Tagesordnung, wobei die Gegner einer EU-Mitgliedschaft immer mehr Zulauf gewinnen. Institutionelle Anleger fürchten, dass die aktuell noch vorhandene Mehrheit der EU-Befürworter, die einer aktuellen Umfrage zufolge mit 55 zu 40 Prozent vorn liegen, weiter bröckelt. Obwohl nach eigenen Aussagen 71 Prozent der befragten FondsManager einen Brexit für unwahrscheinlich halten, ist doch die Angst vor einem EU-Austritt Großbritanniens sehr groß. Erst kürzlich stellen sich rund 300 britische Unternehmer demonstrativ auf die Seite der EU-Gegner und fachten so neue Diskussionen an. Die Anhänger eines Brexit sind im Aufwind, und so tendieren immer mehr Vermögensverwalter dazu, hohe Bargeldbestände zu halten und sich aus britischen Wertpapieren zurückzuziehen.

Ein weiteres Crashrisiko für den weiteren Börsenverlauf in 2016 bleibt China. Laut BoA-Studie bezeichnen 21 Prozent der FondsManager einen möglichen Abschwung in China als größtes Marktrisiko. Rund die Hälfte der von Merrill Lynch Befragten erwartet einen Rückgang des Wirtschaftswachstums im „Reich der Mitte“ und hat Zweifel an einer Stabilisierung der chinesischen Konjunktur. Die jüngst aus China veröffentlichten Wirtschaftsdaten geben ihnen Recht: Im April fielen die Industrieproduktion, die Einzelhandelsumsätze sowie die Investitionen schwächer aus als von Analysten erwartet.

Auf dem Rückzug in der Liste der am stärksten Angst einflößenden Crashfaktoren befindet sich hingegen das geldpolitische Versagen der Zentralbanken. Nur noch 15 Prozent der befragten Investoren nannten ein falsches Handeln der Notenbanken als größtes Marktrisiko – deutlich weniger als im Vormonat. Tendenziell sinkend ist der Studie zufolge auch die Angst vor geopolitischen Risiken.

SJB FondsSkyline. Fazit. Welche Marktrisiken begünstigen einen Crash am Aktienmarkt? Doch nicht nur China, Griechenland oder ein „Brexit“ tragen ausreichend Sprengstoff für einen Crash am Aktienmarkt in sich – auch auf der politischen Ebene in den USA entstehen neue Risikoquellen. Mit der Nominierung von Donald Trump zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten ist bei vielen Marktteilnehmern die Sorge vor den Auswirkungen der US-Politik auf die Märkte gestiegen – einem möglichen US-Präsidenten Trump werden die Märkte vergraulende oder wichtige internationale Partner verschreckende Maßnahmen zugetraut. So ist es kein Wunder, dass FondsManager die Gewichtung von Aktien und Anleihen in ihren Portfolios reduziert, die Cashbestände und den Rohstoffanteil aber erhöht haben. Einer der wenigen Marktbereiche, in dem die Finanzprofis genau wie die SJB noch Aufwärtspotenzial sehen, ist die „Krisenwährung“ Gold. Den jüngsten Kurssteigerungen zum Trotz hält eine Mehrheit der Investoren Gold immer noch für unterbewertet – daran ändern auch die rund 20 Prozent nichts, die der Goldpreis im Jahr 2016 bereits zugelegt hat.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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