SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Geht der Kursverfall des Euro weiter?

08. Oktober 2014 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Geht der Kursverfall des Euro weiter? „In den letzten Wochen hat sich die Abwärtsbewegung des Euro gegenüber dem US-Dollar beschleunigt. Zwischenzeitlich rutschte das Währungspaar EUR/USD unter die 1,25er-Marke ab, seit Jahresbeginn schlagen Ihre Werbung. Hier?Kursverluste von rund acht Prozent zu Buche“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen am Devisenmarkt zusammen. Ist bald mit einer Bodenbildung zu rechnen, oder besitzt die europäische Einheitswährung fortgesetztes Korrekturpotenzial? Neue Prognosen lassen für den Euro Schlimmes erahnen. Alle Details zu den letzten Marktentwicklungen finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, am Währungsmarkt bezog der Euro zuletzt ordentlich Prügel. EZB-Präsident Mario Draghi kann sich die Hände reiben, denn er hat sein Ziel einer konsequenten Schwächung der europäischen Einheitswährung erreicht. Nachdem der Leitzins auf das Niedrigstniveau von 0,05 Prozent abgesenkt wurde, sorgten Ankündigungen über die geplanten Ankäufe von „Schrottpapieren“ durch die EZB für weiteres Abwärtspotenzial der Währung. Selbst wenn es Draghi bislang nicht geglückt ist, mit seinen unkonventionellen Maßnahmen eine Ankurbelung des Wirtschaftswachstums in den EU-Peripherieländern zu erreichen, so sind doch die Folgen für den Eurokurs unübersehbar.

Neue Prognosen großer Geldhäuser nähren die Vermutung, dass der jüngste Kursrutsch noch nicht alles gewesen ist. Ist der Euro bald wieder weniger Wert als ein US-Dollar, fällt EUR/USD also unter die Parität? Ein Szenario, das in der neuesten Währungsprognose der Deutschen Bank für realistisch gehalten wird. Währungsanalyst George Saravelos erwartet für das Jahr 2017 einen EUR/USD-Kurs von 0,95 und damit ein Abrutschen des Währungspaares unter die psychologisch so wichtige 1,00er-Marke. Als Gründe für seine pessimistische Kursprognose führt Saravelos die extrem niedrigen Wachstumsraten in der Euro-Zone sowie die hohen Kapitalabflüsse aus EU-Ländern an.

Ein EUR/USD-Kurs unterhalb der Parität? So lange ist es gar nicht her, dass das Währungspaar unter der magischen Marke notierte: Noch im Sommer 2002 lag der Wert des Euro niedriger als der des Greenback, bevor eine lang anhaltende Euro-Hausse einsetzte. Der europäischen Gemeinschaftswährung könnten harte Zeiten bevorstehen. Denn die Deutsche Bank ist mit ihrer Prognose eines weiteren Kursverfalls des Euro nicht allein. Goldman Sachs erwartet für den Euro 2017 ein Kursniveau von 1,00, die Barclays Bank sagt auf Sicht eines Jahres einen Kursrutsch von EUR/USD auf 1,10 voraus.

Selbst wenn andere Institute wie JP Morgan den Euro nicht so schwach wie die Konkurrenz sehen: Insgesamt sind die Aussichten für Europas Einheitswährung düster, auch von charttechnischer Seite sprechen die Anzeichen für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung. Zur Wochenmitte liegt EUR/USD bei 1,2660, nachdem das Währungspaar am letzten Freitag sein bisheriges Jahrestief von 1,2498 markierte. Auffällig für Marktbeobachter: In diesem Jahr ist die Schwankungsbreite von EUR/USD überdurchschnittlich hoch, denn erst im Mai hatte der Euro ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch zum US-Dollar von fast 1,40 erreicht. Nun ist es Anfang Oktober, und die Valuta der Eurozone rutschte auf den niedrigsten Stand seit Sommer 2012 ab.

SJB FondsSkyline. Fazit. Geht der Kursverfall des Euro weiter? Für die weitere Kursentwicklung von EUR/USD bin ich pessimistisch gestimmt, eine schnelle Kurserholung des Währungspaares erwarte ich nicht. Belastend für den Euro wird sich die wachsende Zinsdifferenz zum US-Dollar auswirken, denn während die Fed nach Einschätzung der Marktteilnehmer in der Jahresmitte 2015 mit ihren ersten Zinsanhebungen starten dürfte, sollte EZB-Chef Draghi noch geraume Zeit an seinem Niedrigzins festhalten. Auch die jüngsten Wirtschaftsdaten sprechen für weitere Kurseinbußen der europäischen Währung: Die ersten Euro-Länder rutschen erneut in die Rezession, während die BIP-Prognosen für Schwergewichte wie Deutschland oder Frankreich nach unten revidiert werden. Auch hier steht die USA deutlich besser da. Nimmt man noch die Konsequenzen des erst im Entstehen begriffenen Quantitative-Easing-Programms der Europäischen Zentralbank hinzu, kann es nur eine Entwicklung geben: EUR/USD wird seinen Kursrutsch fortsetzen und noch deutlich niedrigere Notierungen sehen.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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