SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie dauerhaft wird der Kurssturz der Schwellenländerwährungen sein?

29. August 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie dauerhaft wird der Kurssturz der Schwellenländerwährungen sein? „Im Umfeld der Erwartung einer geldpolitischen Wende in den USA, die langfristig neben dem Ende des Anleihenkaufprogramms auch zu steigenden Zinsen führen dürfte, sind Emerging-Markets-Währungen weltweit unter heftigen Abgabedruck geraten. Hinzu kommt die Risikoscheu der Anleger im Umfeld des drohenden Syrien-Konflikts“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Geschehnisse am Devisenmarkt zusammen. Doch wie nachhaltig wird der Kursrutsch von Währungen wie der indischen Rupie oder der türkischen Lira sein? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die aktuellen Turbulenzen am Währungsmarkt gestalten sich überaus heftig: Kaum ein Tag, an dem nicht eine der Schwellenländerwährungen auf ein neues Rekordtief fällt. Am schlimmsten erwischte es die indische Rupie: Die Währung gab am Mittwoch zum US-Dollar um mehr als drei Prozent nach und erlitt damit den größten Tagesverlust seit rund zwanzig Jahren. Mit 69,22 Rupien je US-Dollar fiel sie zudem auf ein Allzeittief. Damit hat Indiens Valuta im laufenden Jahr mehr als zwanzig Prozent ihres Werts verloren.

Auch andere Währungen asiatischer Schwellenländer mussten starke Verluste verkraften und wurden zusätzlich durch die Spannungen des Syrien-Konflikts belastet, die generell zu einer Abkehr der Anleger von risikoreicheren Investments und damit zu einer regelrechten „Flucht“ aus Schwellenländerwährungen führten. Neben der indischen Rupie gaben vor allem der philippinische Peso, der thailändische Baht sowie der malaysische Ringgit spürbar nach. Im Zuge des Kursrutsches wurden durchweg neue mehrjährige Tiefstände zum US-Dollar erreicht. Die Währungen Thailands und Malaysias markierten frische Dreijahrestiefs zum Greenback, in Indonesien rutschte die Rupiah gar auf ein Vierjahrestief zum US-Dollar ab.

In Europa machte sich der Kurssturz der Schwellenländerwährungen vor allem im Nachbarland Syriens, der Türkei, bemerkbar. Hier rutschte die Landeswährung Lira auf den tiefsten Stand aller Zeiten sowohl gegenüber US-Dollar wie auch Euro ab. Die türkische Lira leidet dabei unter gleich drei massiven Problemen: Zum einen lässt die Erwartung einer baldigen Zinswende in den USA die Renditen steigen und erzeugt damit Probleme für Länder mit einem hohen Leistungsbilanzdefizit wie die Türkei, die auf umfangreiche ausländische Kapitalzuflüsse angewiesen sind. Zum anderen hat die drohende Eskalation des Nahost-Konfliktes zu einem starken Preisanstieg bei Rohöl geführt, einem der Haupt-Importprodukte des Landes, das jedoch in US-Dollar bezahlt werden muss. Und zum dritten ist die Türkei als direkter Nachbar Syriens besonders stark von der Tendenz betroffen, im Zuge der gestiegenen Risikoaversion Kapital in „sichere Häfen“ umzuschichten und aus den Schwellenländerwährungen abzuziehen.

Die Beispiele zeigen: Ausschlaggebend für den Sinkflug der Emerging-Markets-Währungen ist ein Gemisch aus politischen und wirtschaftlichen Faktoren. Der grundsätzlich bestehende Hang vieler institutioneller Investoren, angesichts des näherrückenden Kurswechsels in der US-Zinspolitik ihre Gelder aus risikoreicheren Anlagen abzuziehen, hat sich durch die Zuspitzung der Syrien-Krise nochmals beschleunigt. Der drohende Militärschlag durch die USA und Großbritannien verschärft die Lage, weil er die Unsicherheit der Investoren erhöht.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie dauerhaft wird der Kurssturz der Schwellenländerwährungen sein? So heftig der Kursrutsch bei den Währungen der Emerging Markets auch ausgefallen ist, so wenig ändert er doch an der Tatsache, dass viele Volkswirtschaften der Schwellenländer langfristig durch höhere Wachstumsraten und eine niedrigere Staatsverschuldung überzeugen. Gerade Staaten wie Thailand und Malaysia, deren Währungen aktuell in den Abwärtsstrudel geraten sind, verfügen über eine insgesamt sehr solide Wirtschaft und werden den Turbulenzen bald entkommen. Etwas weniger optimistisch bin ich für die Türkei und Indien, wo neben dem hohen Leistungsbilanzdefizit noch weitere Probleme zu lösen sind. Insgesamt gilt für mich: Die jahrelange Aufwärtsbewegung der Schwellenländerwährungen, die mit verbesserten Fundamental- und Wirtschaftsdaten einherging, kann unmöglich in kürzester Zeit obsolet werden. Nach einer kurzen Stabilisierungsphase, die mit guten Investmentchancen für antizyklische Anleger einhergehen dürfte, rechne ich mit wieder anziehenden Kursen der Emerging-Markets-Währungen.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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