SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Eskaliert jetzt der Handelsstreit mit den USA?

08. März 2018 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: SJB Fonds Echo. Analysiert.Eskaliert jetzt der Handelsstreit mit den USA? „US-Präsident Donald Trump hat vor wenigen Tagen Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahlimporte sowie von zehn Prozent für Aluminiumimporte angekündigt und damit einen Handelskrieg mit der Europäischen Union heraufbeschwört. Zusätzlich provoziert hat Trump mit seiner Twitter-Botschaft, Handelskriege könne man leicht gewinnen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen im angespannten Verhältnis der EU zu den USA zusammen. „Doch jetzt will die Europäische Union zurückschlagen und hat angekündigt, Zölle auf eine Reihe von US-Produkten zu erheben. Ist damit die nächste Eskalationsstufe im Handelskrieg mit den USA erreicht? Alle Details zu diesem hoch spannenden Thema finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, die Europäische Union will endlich Gegenmaßnahmen in dem von US-Präsident Donald Trump angezettelten Handelskrieg ergreifen und hat angekündigt, Zölle auf US-Produkte wie Erdnussbutter, Orangensaft und Bourbon zu erheben. Mit einer Liste von zahlreichen US-Produkten, die künftig zollpflichtig werden sollen, hat die EU auf die Schutzzollpolitik von US-Präsident Donald Trump geantwortet. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström betonte am Mittwoch in Brüssel, es gehe darum, „unsere Wirtschaft und unsere Arbeitnehmer vor schweren Bedrohungen zu beschützen“.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt Strafzölle in Höhe von 25 Prozent für Stahlimporte und zehn Prozent für Aluminiumimporte angekündigt. „Wir haben große Zweifel, dass das im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation ist“, sagte Malmström. Deshalb habe sich die EU-Kommission auf Maßnahmen verständigt, „um die wirtschaftlichen Benachteiligungen unserer Industrie auszugleichen“. Diese würden nun mit den Mitgliedsstaaten abgestimmt. Sollte sich die USA in den anstehenden Gesprächen nicht bewegen, könnten die Zölle innerhalb von zwei Monaten eingeführt werden.

Zugleich sendete der Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk eine rhetorische Speerspitze an die USA: „Handelskriege sind schlecht und schnell zu verlieren“, warnte er und reagierte damit auf Trumps Twitter-Nachricht vom Freitag. Dort hatte dieser die Ankündigung von Strafzöllen in einem Tweet mit den Worten verteidigt: „Wenn ein Land wie die USA durch Handel mit fast jedem Land viele Milliarden Dollar verlieren, „sind Handelskriege gut und leicht zu gewinnen“.

Dass sich die EU nun zur Wehr setzt und Gegenmaßnahmen beschließt, ist zu begrüßen. Allerdings gibt es innerhalb der Europäischen Union unterschiedliche Meinungen über den richtigen Kurs. So setzt die deutsche Bundesregierung tendenziell auf Deeskalation. Aus Regierungskreisen heißt es, die Mitgliedsstaaten seien sich einig, dass es eine Reaktion auf die Ankündigung der USA geben müsse. Allerdings sei die EU-Kommission mit ihren Äußerungen „sehr direkt geworden“.

Auch aus der deutschen Wirtschaft gibt es mahnende Stimmen. „Wir sind für eine deutliche Antwort auf die Ankündigungen von US-Präsident Trump“, ließ Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA), in einem Handelsblatt-Interview verlauten. Die Europäer müssten aber unbedingt vermeiden, sich der gleichen Mittel zu bedienen wie Trump. Es wäre „ein fataler Fehler, mit gleicher Münze zurückzuzahlen“, betonte Bingmann.

EU-Handelskommissarin Malmström will sich von ihrem Weg der scharfen Gegenmaßnahmen aber nicht abbringen lassen: Sollte Trump seine Ankündigung wahrmachen, müsse man reagieren, sagte sie. Zum einen sei eine Beschwerde bei der WTO vorgesehen, zum anderen würden kurzfristige Schutzmaßnahmen im Stahlsektor nötig. Und hinzu kommt die bereits veröffentlichte Liste mit US-Produkten, deren Import durch Zölle erschwert werden könnte.

SJB FondsSkyline. Fazit. Eskaliert jetzt der Handelsstreit mit den USA? Bereits am Dienstag hatten diverse Medien von einer Liste der EU berichtet, auf der bis zu 100 US-Produkte stehen sollen, die für Strafzölle in Frage kommen. Auf dieser „Vergeltungsliste“ befinden sich neben Motorrädern, Orangensaft und Whiskey auch Hemden, Jeans, Kosmetikprodukte, Sportboote, Stahl, Mais sowie diverse landwirtschaftliche Produkte. Sollte die Europäische Union tatsächlich Strafzölle auf eine solch lange Liste von US-Produkten erheben, ist die nächste Eskalationsstufe im Handelskrieg mit den USA vorprogrammiert. Auch wenn die Europäer sich nicht auf dasselbe Niveau wie Donald Trump herabbegeben sollten, ist es doch notwendig, den USA zu demonstrieren, dass sie sich nicht alles gefallen lassen und willkürlich erhobene Zölle allen Prinzipien des freien Welthandels zuwiderlaufen. Handelskriege kann man nicht schnell gewinnen – hier ist Donald Trump zu widersprechen –in einer fortgesetzten Auseinandersetzung gibt es vielmehr nur Verlierer. Deshalb ist zu hoffen, dass auf beiden Seiten des Atlantiks doch noch Vernunft einkehrt.

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