SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Erhält Griechenland die neuen Hilfszahlungen zu Recht?

09. Juli 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Erhält Griechenland die neuen Hilfszahlungen zu Recht? „Gerade erst hatten EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) zum Wochenauftakt mitgeteilt, dass Griechenland die vereinbarten Spar- und Reformvorgaben nicht vollständig erfüllt hat. Das Land müsse dringend neue Maßnahmen ergreifen, um die Sparziele für das laufende Jahr einzuhalten, hieß es, sonst sei die Auszahlung von weiteren Kredithilfen gefährdet“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen zusammen. Doch seit Montagabend ist klar: Das Land erhält weitere Zahlungen von 6,8 Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfsprogramm. Ist dies angesichts der Reformschritte in Griechenland berechtigt? Alle Details dazu finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, nun ist es amtlich: Die EU-Finanzminister haben sich auf neue Kredite für Griechenland geeinigt, weitere 6,8 Milliarden Euro wird die Euro-Gruppe aus dem laufenden Hilfsprogramm gewähren. Damit sind die Hilfszahlungen für Hellas freigegeben, die noch vor wenigen Tagen auf der Kippe zu stehen schienen. Griechenland kann sich auf weitere Milliardenhilfen seiner internationalen Geldgeber einstellen, muss dafür aber ein höheres Reformtempo vorlegen. Das berichtete der belgische Finanzminister Koen Geens am Montagabend in Brüssel.

Die Details der neuen griechischen Hilfsgeldzahlungen: Im Einzelnen erhält Athen noch in diesem Monat 4 Milliarden Euro von den Europartnern. Weitere 1,8 Milliarden Euro kommen im August vom Internationalen Währungsfonds (IWF) hinzu. Im Oktober folgt schließlich eine letzte Teilzahlung von 1 Milliarde Euro. Die insgesamt 6,8 Milliarden Euro sind etwas weniger als der zuvor im Raum stehende Gesamtbetrag von 8,1 Milliarden Euro, von dem in den Medien die Rede gewesen war.

Doch wie lautet die Quintessenz der Geldgeber-Troika aus EU, IWF und EZB mit Blick auf den Stand der griechischen Reformbemühungen? Die Troika hatte in Athen bis Sonntag die Fortschritte Athens bei den laufenden Sparprogrammen und Reformen geprüft. Danach hieß es, es gebe zwar deutliche Fortschritte; zugleich wurden aber weitere Sparschritte und Reformen angemahnt. „Wir wissen, dass noch lange nicht alle Probleme gelöst sind“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in diesem Zusammenhang. Weitere Arbeit sei in den kommenden Wochen nötig, beispielsweise für den Umbau der öffentlichen Verwaltung in dem Krisenland.

Zu den Auszahlungen der jüngsten Hilfsgelder in Raten ist es laut Schäuble auch deshalb gekommen, weil Griechenland in einigen Punkten sein Reformprogramm verzögert habe. So habe es beim Aufbau der Steuerverwaltung Verzögerungen gegeben, ebenso bei der Umsetzung der Personalreformen in der Verwaltung. In einigen Euroländern müssen jetzt noch die Parlamente den neuen Auszahlungen zustimmen, darunter auch in Deutschland, wo der Haushaltsausschuss des Bundestages entscheiden muss. Große Überraschungen oder gar Blockaden sind hier aber nicht zu erwarten. Eine förmliche Entscheidung der Finanzstaatssekretäre zu den Hilfszahlungen an Griechenland soll bis Mitte Juli fallen.

Dies ist auch nötig, denn Griechenland braucht bis Ende August eine größere Menge Geld, um fällige Anleihen zurückzuzahlen. Besonders Frankreich und Österreich hatten deshalb zur Eile gemahnt und eine rasche Auszahlung aus dem laufenden Hilfsprogramm gefordert. IWF-Chefin Christine Lagarde forderte zudem von der Eurozone weitere Maßnahmen, um in Griechenland das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, neue Jobs zu schaffen und das Vertrauen von Investoren wiederherzustellen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Erhält Griechenland die neuen Hilfszahlungen zu Recht? Die Auszahlung der neuen Hilfstranche an Griechenland, die zudem häppchenweise anstatt in einem Rutsch erfolgt, ist insgesamt gerechtfertigt. Zwar hat das Land nicht alle Reformversprechen eingehalten, doch der generelle Kurs stimmt. Jetzt müssen noch der Stellenabbau im öffentlichen Dienst sowie die Privatisierung von Staatsbetrieben merklich beschleunigt werden. Wenn die Wirtschaft allmählich wieder Tritt fasst, könnte es dem Land nach sechs Jahren schrumpfender Wirtschaftsleistung tatsächlich gelingen, im Jahr 2014 aus der Rezession zu schlüpfen. Die EU-Kommission erwartet dann ein Mini-Wachstum von +0,6 Prozent. Die bereits in Aussicht gestellten Hilfskredite sollten dem Land deshalb gewährt werden, allerdings bin ich strikt dagegen, dass ein weiterer Schuldenschnitt erfolgt. Diesen hatte der griechische Wirtschaftsminister Kostis Hatzidakis zuletzt für die Zeit nach der deutschen Bundestagswahl ins Spiel gebracht.

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