SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Droht 2014 in Griechenland das nächste Haushaltsloch?

13. November 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Droht 2014 in Griechenland das nächste Haushaltsloch? „Vor einigen Monaten hieß es noch, Griechenland sei mit seinen Sparanstrengungen auf dem richtigen Weg und könne die gesteckten Ziele erreichen. Doch nun zeichnet sich ab: Bereits 2014 wird das Krisenland erneut ein riesiges Haushaltsloch verzeichnen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um Hellas zusammen. Beträgt die Lücke im griechischen Staatsetat 500 Millionen Euro, oder ist es doch dreimal so viel, wie die Troika mutmaßt? Alle Details zu dieser brisanten Frage finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, mittlerweile pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland bleibt bei der Sanierung seiner Finanzen weit hinter den Erwartungen zurück. Die Konsequenz: Die Freigabe einer eigentlich bereits im Oktober fälligen Hilfstranche von einer Milliarde Euro wurde blockiert. Die Forderung der Troika: Griechenland müsse zuvor noch mehrere Forderungen erfüllen.

Am Dienstag hatte ein Treffen von Troika-Vertretern mit dem griechischen Finanzminister Ioannis Stournaras in Athen kein Ergebnis gebracht. Nun sollen die Gespräche wahrscheinlich erst im Dezember fortgesetzt werden. Doch Griechenland braucht schon jetzt frisches Geld, um die akute Kapitalnot zu lindern. Deshalb will das Land nun neue Geldmarkt-Papiere emittieren. Der Zinssatz für die Titel mit einer Laufzeit von 13 Wochen soll sich auf 3,90 Prozent belaufen – dies wären 0,05 Prozentpunkte weniger als bei vergleichbaren Papieren im Vormonat, wie die griechische Schuldenagentur PDMA mitteilte.

Doch selbst wenn kurzfristig eine Lösung gefunden werden sollte, ist eine langfristige Sanierung des griechischen Staatshaushalts in weite Ferne gerückt. Bei den aktuellen Gesprächen zwischen der aus EZB, IWF und EU-Kommission bestehenden Troika und der griechischen Regierung sind die Verhandlungen äußerst zäh, es gibt kaum Bewegung. Damit könnte eine Entscheidung über die weitere Unterstützung der internationalen Partner für den Krisenstaat erst im neuen Jahr fallen.

Zwar werden die Finanzminister der Euroländer noch in dieser Woche bei ihrem Treffen in Brüssel auch über die Lage im Pleiteland Hellas beraten. Doch wahrscheinlich können sie in diesem Jahr keine Entscheidung mehr treffen. EU-Diplomaten zeigten sich enttäuscht von den jüngsten Entwicklungen in Griechenland und den mangelnden Bemühungen, die Sparanstrengungen wie versprochen umzusetzen.

Viele Mitglieder der Troika sehen zum jetzigen Zeitpunkt die Voraussetzungen für neue Hilfs- und Rettungspakete für 2014 als nicht gegeben an. Athen ist nach Informationen aus Brüsseler EU-Kreisen weit davon entfernt, mit den internationalen Geldgebern eine Lösung für den finanziellen Engpass im nächsten Jahr zu finden. Doch wie groß ist das drohende Haushaltsloch überhaupt? Die griechische Regierung selbst schätzt die Lücke im Haushalt 2014 auf rund 500 Millionen Euro, die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds geht dagegen vom Dreifachen dieses Betrags aus.

Klar ist: Die Bereitschaft der Troika-Mitglieder, immer neue Milliarden-Rettungspakete zu verabschieden, nimmt rapide ab. Denn Griechenland hat bereits zwei Hilfspakete im Volumen von 240 Milliarden Euro zugesagt bekommen, die keine durchgreifende Verbesserung der Situation gebracht haben. Auch im kommenden Jahr werden die bereits zugesagten Hilfsgelder nicht ausreichen. Deshalb wird jetzt über ein weiteres Paket im Volumen von zehn Milliarden Euro spekuliert, das zusätzlich längere Kreditlaufzeiten sowie Zinssenkungen beinhalten soll. Wie lange dieses für eine Entspannung sorgen könnte, steht allerdings in den Sternen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Droht 2014 in Griechenland das nächste Haushaltsloch? Bereits jetzt ist klar, dass die griechische Regierung die vereinbarten Sparauflagen nur unzureichend umgesetzt hat und deshalb auch im kommenden Jahr ein weit größeres Minus als prognostiziert im Staatshaushalt anhäufen wird. Der Versuch Griechenlands, dieses nächste Haushaltsloch mit den Einnahmen aus neuen Geldmarkt-Papieren zu stopfen, ist sehr kurzsichtig. Eine Gesamtlösung muss her, doch ob diese mit neuen Milliarden aus Brüssel und von der Troika finanziert werden kann, ist fraglicher denn je. Besser und vor allem ehrlicher wäre es, dem vielfach hinausgezögerten, aber eigentlich unvermeidlichen Staatsbankrott Griechenlands ins Auge zu sehen, das Land aus der Eurozone herauszulösen und mit einer frischen Währung einen Neustart machen zu lassen. Nur so ist langfristig eine echte Besserung möglich!

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