SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist der Goldpreis manipuliert worden?

27. November 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist der Goldpreis manipuliert worden? „Der Goldpreis stand im laufenden Jahr unter kräftigem Abgabedruck und hat bislang rund ein Viertel seines Wertes verloren. Aber ging dabei eigentlich alles mit rechten Dingen zu? Am Finanzmarkt hält sich das Gerücht, dass Großbanken den Goldpreis manipuliert hätten“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen am Goldmarkt zusammen. Haben Institute wie die Deutsche Bank tatsächlich die Preisstellung des gelben Edelmetalls unzulässig beeinflusst? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die Berichte über Manipulationen am Zins- und Devisenmarkt sind gerade erst wenige Tage alt, da rückt bereits ein weiterer Markt ins Visier der Aufsichtsbehörden. Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geht dem Verdacht nach, dass bei der Preisstellung für Edelmetalle wie Gold und Silber getrickst wurde. Wie schon beim Libor-Skandal, steht ein weiteres Mal die Deutsche Bank im Zentrum der Ermittlungen.

Worum geht es konkret? Europäische Großbanken sollen den täglich in London festgelegten Goldpreis, das sogenannte „Goldfixing“ manipuliert haben. Neben der Deutschen Bank sind bei diesem Prozess auch die britische Barclays Bank, die HSBC, die Bank of Nova Scotia sowie die Societe Generale bei diesem Preisfixing des Edelmetalls involviert. Diese Banken legen untereinander die Preisnotierung für das gelbe Edelmetall täglich fest. Ähnlich sieht es bei der Feststellung des Silberpreises aus – hier sind allerdings weniger Institute beteiligt. Neben der Deutschen Bank wirken hier die HSBC und die Bank of Nova Scotia mit.

Bereits zu Beginn des Jahres 2013 hatte die amerikanische Aufsichtsbehörde für den Warenterminhandel (Commodity Futures Trading Commission – CFTC) das Thema auf die Agenda gebracht. Das Verfahren beim Gold-Fixing in London müsse überprüft werden, da es geradezu zum Missbrauch einlade, teilten die US-Amerikaner der britischen Finanzaufsicht mit. Großbritanniens Aufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) teilte in der Konsequenz nun mit, sie untersuche das Vorgehen der Banken bei der Preisermittlung von Gold sowie Silber.

Das Problem: Der Spot-Goldmarkt ist kaum transparent, denn hier wird das Edelmetall direkt zwischen zwei Handelspartnern gehandelt (over the counter). Für den Kassakurs von Gold gibt es damit keine zentrale Datenquelle wie etwa beim Handel von Gold-Futures, die zu nachvollziehbaren Preisen direkt an den Börsen und Terminmärkten gehandelt werden. Damit ist der Markt, der von einigen wenigen großen Marktteilnehmern beherrscht wird, anfällig für Manipulationen.

Trotz seiner Größe ist die Preisfindung kaum geregelt und für Außenstehende nicht nachvollziehbar. Denn das sogenannte London-Fixing für Gold wird in einer Telefonkonferenz zwischen den Töchtern der fünf genannten Banken festgesetzt. Die Bankenvertreter geben Gebote auf Basis eines Eröffnungs-Goldpreises ab, um im Namen ihrer Kunden wie auch der Banken selbst den Preis zu finden, bei dem ein ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage herrscht. Der Goldpreis gilt in dem Moment als “festgesetzt”, wenn die Zahl der Käufer und Verkäufer ausgeglichen ist. Durch Händlerabsprachen ist es jedoch ein leichtes, die Preisfeststellung zu manipulieren – ganz so, wie es gerade erst im Zusammenhang mit der Festsetzung des Libor-Zinssatzes sowie am Devisenmarkt bekannt wurde. Hier kamen Verabredungen zwischen den Händlern großer Investmentbanken ans Tageslicht, die dazu genutzt wurden, Aufträge mit Eigeninteressen besser zu platzieren.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist der Goldpreis manipuliert worden? Alles spricht dafür, dass bei der Festlegung des Goldpreises ähnliche Händlerabsprachen stattgefunden haben, um das Fixing in die gewünschte Richtung zu bewegen und beim Eigenhandel Informationsvorsprünge auszunutzen. Klar ist: Die neuen Enthüllungen sind ein weiterer herber Rückschlag für die Reputation der Großbanken, die durch ähnliche Marktmanipulationen bei Währungen und Zinsen ohnehin angeknackst ist. Der beste Beweis dafür, dass an den Verdächtigungen etwas dran ist: Die Deutsche Bank, deren Edelmetallhändler mutmaßlich an den verbotenen Absprachen beteiligt waren, hat gerade erst ihre Rückstellungen für Rechtsrisiken auf 4,1 Milliarden Euro erhöht. Und was den Goldpreis selbst betrifft: Sobald hier eine transparente und faire Preisfindung gewährleistet ist, sollte Gold beginnen, sein antizyklisches Aufholpotenzial zu realisieren und die übermäßigen Kursverluste des Jahres wieder auszugleichen.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

[top]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>