SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum rauscht der Goldpreis dermaßen in den Keller?

16. April 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum rauscht der Goldpreis dermaßen in den Keller? „Investoren reagierten beim Blick auf die Kursnotierungen fast schon geschockt: Der Goldpreis verlor zum Wochenauftakt auf einen Schlag über 130 US-Dollar bzw. rund 7,5 Prozent an einem einzigen Handelstag“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die turbulenten Geschehnisse an den Edelmetallmärkten zusammen. „Der Fall unter die starke Unterstützung von rund 1.500 US-Dollar führte zu teils panikartigen Verkäufen. Was sind die Hintergründe dieses massiven Kursverfalls, müssen sich sachwertorientierte Anleger nun Sorgen machen? Alle Details hierzu finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, der Kurssturz des Goldpreises von über 7,50 Prozent an nur einem Tag ist der stärkste seit der Lehman-Pleite. Der Ausverkauf war am gesamten Edelmetallmarkt zu spüren, den Preis für Silber erwischte es dabei noch heftiger: Er brach in der Spitze um über elf Prozent ein. Charttechniker verwiesen vorwiegend darauf, dass der Goldpreis nach dem Bruch der wichtigen Unterstützungszone von 1.500 US-Dollar massives Abwärtspotenzial durch das Auslösen von Stop-Loss-Kursen entwickelt habe. Auch die Kursmarke von 1.400 US-Dollar wurde mühelos unterschritten, im Tief notierte der Goldpreis am Dienstag bei 1.321,22 US-Dollar pro Feinunze.

Damit befindet sich der Preis des gelben Edelmetalls auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren, die Silbernotierungen sogar auf dem tiefsten Niveau seit Herbst 2010. Marktbeobachter sprechen davon, dass Anleger selbst zu Tiefkursen aus Gold und Silber herauswollen. Von panikartigen Verkäufen wird berichtet, der Ansturm der Verkaufsinteressenten ließ beispielsweise die Internetseite des führenden US-Edelmetallhändlers Kitco zusammenbrechen.

Was sind die Gründe und Hintergründe für diesen massiven Kursverfall? Am letzten Freitag begann sich Nervosität am Edelmetallmarkt breitzumachen, nachdem der Goldpreis unter wichtige charttechnische Marken gefallen war. Begünstigt wurde der Kursrücksetzer durch Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi, der Zypern empfahl, Teile seiner Goldreserven zu verkaufen, um so den nötigen Eigenbeitrag zum geplanten Rettungspaket der Eurozone aufzubringen. Nicht dass die zyprischen Goldreserven so groß wären, dass ein Verkauf den Goldmarkt auf den Kopf stellen würde. Zypern besitzt insgesamt 13,9 Tonnen Gold. Damit sind die zyprischen Goldreserven sicher nicht ausreichend, um bei einem Verkauf die Edelmetallmärkte durcheinanderzuwirbeln. Die Sorge der Investoren ist aber eine andere: Viele befürchten, dass der Goldverkauf Schule machen könnte und auch andere Krisenstaaten gezwungen sein könnten, ihre Goldreserven auf den Markt zu werfen. Würde beispielsweise ein Krisenland wie Italien auch nur einen Teil seiner Goldreserven von immerhin 2.500 Tonnen auf den Markt werfen, hätte dies viel weit reichendere Folgen. Ähnliches gilt für Portugal, das einen weit überdurchschnittlichen Teil seiner Staatsverschuldung durch die eigenen Goldreserven gedeckt hat.

SJB FondsSkyline. Fazit. Warum rauscht der Goldpreis dermaßen in den Keller? Allein die Angst, ein so kleines Land wie Zypern könnte seine Goldreserven auflösen, reicht als Erklärung für den radikalen Kursverfall beim Gold nicht aus. Hier scheinen charttechnische Faktoren sowie die Zielsetzung großer Investoren, nach den jüngsten Kurssteigerungen einfach mal Kasse machen zu müssen, ausschlaggebender zu sein. In einer Zeit, in der Gold aufgrund der Unsicherheit um Eurokrise und Staatsschuldenproblematik eigentlich sehr gefragt sein müsste, hat sich die Notierung des gelben Edelmetalls nun um rund 26 Prozent von ihrem Allzeithoch entfernt. Eigentlich kaum zu erklären, denn Faktoren wie die überbordende Liquiditätsversorgung der internationalen Notenbanken, die eine hohe Inflationsgefahr birgt, sind unverändert geblieben. Ebenso die generelle Unsicherheit von Papiergeld sowie die Empfehlung, das eigene Vermögen über Sachwerte zu streuen. Langfristig orientierte Investoren, die ihre Goldbestände in einem gut diversifizierten Portfolio ohnehin nichts aus Spekulationsgründen gekauft haben, sollten deshalb Ruhe bewahren und nach dem Abflauen der Korrekturphase auf dem ermäßigten Kursniveau durchaus Nachkäufe erwägen. Denn klar ist: In einer Zeit von Währungsturbulenzen, drohendem Staatsbankrott und Geldschwemme sind Sachwerte wie Gold weiter unverzichtbar, um den dauerhaften Vermögenserhalt zu garantieren. Da spielt es keine Rolle, ob der Goldpreis kurzfristig einmal 100 US-Dollar einbüßt – die langfristige Wertspeicherfunktion des gelben Edelmetalls bleibt erhalten!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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