SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum steht der Goldpreis schon wieder unter Druck?

21. Mai 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum steht der Goldpreis schon wieder unter Druck? „Bereits im April war der Goldpreis ganz massiv unter Abgabedruck geraten und hatte bis 1.320 US-Dollar pro Feinunze nachgegeben. Nach der darauf folgenden Zwischenerholung, die das gelbe Edelmetall wieder über die 1.400-USD-Marke führte, beginnt Gold nun erneut zu schwächeln,“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Kursentwicklungen am Goldmarkt zusammen. „Worin liegen die Gründe für diese neuerliche Schwächephase, eröffnet diese dem sachwertorientierten Anleger neue Einstiegsmöglichkeiten? Alle Details und die wichtigsten Informationen zu dieser Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, erst im April war der Goldpreis massiv unter die Räder gekommen, danach trieb die hohe Nachfrage nach physischem Gold den Kurs aber schnell wieder nach oben. Doch nun schwächelt Gold schon wieder. In der vergangenen Woche testete das gelbe Edelmetall die Unterstützung von 1.350 US-Dollar, aktuell notiert Gold bei 1.380 US-Dollar pro Feinunze. Gegenüber dem Stand von Jahresanfang verbleibt ein Minus von rund -17 Prozent.

Was sind die Gründe für die neuerliche Abwärtsbewegung des Goldpreises in einer Zeit, in der Sachwerte und Alternativen zum überbewerteten Aktienmarkt doch gerade gefragt sein müssten? Händler berichten, dass Spekulationen auf ein mögliches Ende der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed die Preise für das gelbe Edelmetall belastet hätten. Würde die Fed ihre massive Liquiditätsschwemme stoppen oder auch nur stärker eindämmen, würde Gold als Inflationsschutz an Bedeutung verlieren.

Spannend wird es am Mittwoch, wenn Fed-Präsident Ben Bernanke dem US-Kongressausschuss Bericht erstattet und er dort neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik geben könnte. Zuletzt gab es Gerüchte am Markt, die Fed könne ihr Anleihenkaufprogramm früher als ursprünglich geplant stoppen. Sollte Bernanke diese Einschätzung bestätigen und eine vorgezogene Drosselung der Anleihenkäufe in Aussicht stellen, würde dies den Goldpreis belasten. Doch sicher ist es keineswegs, dass die US-Notenbank zu diesem Szenario greift. Die Goldverkäufe konnten sich deshalb auch als vorschnell erweisen.

Fakt ist: Vor allem Großanleger verabschieden sich derzeit von ihren Edelmetall-Investments und verkaufen Gold in großem Stil – vorzugsweise über ETFs. Die Abflüsse aus dem weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Trust gehen unvermindert weiter. Die Bestände des Gold-ETF fielen zum Wochenauftakt auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren. Auch bekannte Namen sind dabei: So hat die Investmentfirma Soros Fund Management im ersten Quartal 2013 ihren Anteil am SPDR Gold Trust um zwölf Prozent zurückgefahren.

Wo wird der Goldpreis längerfristig hinlaufen? Trotz des kurzfristigen Kursrücksetzers ist das langfristige Chartbild weiterhin intakt. Im Bereich zwischen 1.350 und 1.400 US-Dollar findet sich eine starke Unterstützungszone, von der aus nach einer Konsolidierungsphase eine Wiederaufnahme des langfristig dominierenden Aufwärtstrends zu erwarten ist. Ein Rückgang auf die darunter liegende Haltemarke von 1.200 US-Dollar wäre mittelfristig das äußerste Szenario, bevor es wieder nach oben geht. Hinzu kommt: Aus fundamentaler Sicht ist der Ausstieg von eher spekulativ orientierten Investoren, wie wir ihn aktuell erleben, eine gute Sache für den Markt. Denn jetzt können langfristig orientierte Anleger, die am Werterhalt ihrer Vermögen und Gold als Sachwert interessiert sind, zu ermäßigten Kursen in den Markt einsteigen.

Die Nachfrage nach physischem Gold bleibt überdurchschnittlich hoch, auch wenn sie aktuell nicht in der Lage ist, die hohen Abflüsse bei Gold-ETFs zu kompensieren. Und dies, obwohl die Käufe von Goldmünzen beim amerikanischen Münzamt im April auf ein Dreijahreshoch geklettert sind. Marktinsider berichten von einer besonders hohen Nachfrage aus Indien und China, den beiden größten Gold-Abnehmerländern der Welt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Warum steht der Goldpreis schon wieder unter Druck? Kleinanleger kaufen, doch Großinvestoren verkaufen. So könnte man die aktuelle Situation am Edelmetallmarkt kurz und knapp zusammenfassen. Woher könnte weitere Unterstützung für den Goldpreis kommen? Unter anderem daher, dass auch eine Reihe der weltweiten Notenbanken dabei sind, ihre Goldreserven auszubauen. Länder wie Brasilien oder Russland stockten allein im vergangenen Jahr ihre Goldbestände um 534,6 Tonnen auf, wie aus Daten des World Gold Council hervorgeht. Auch in diesem Jahr ist mit Goldkäufen durch die Zentralbanken in einem Umfang zwischen 450 und 550 Tonnen zu rechnen. Im Gegensatz zu den Kleinanlegern darf hier von einer hohen finanziellen Kapazität ausgegangen werden, die dem Goldpreis Halt geben könnte. Was sollen Privatinvestoren also tun? Eines ist klar: Gold wird in einem von langfristigen Inflationsrisiken, Euro- und Finanzkrise sowie drohendem Staatsbankrott bestimmten Kapitalmarktumfeld auf lange Sicht seinen zentralen Status behalten. Zur Diversifikation in einem auf langfristigen Vermögenserhalt ausgerichteten Depot gehört Gold als Sachwert nach wie vor – egal, welche Kursbewegungen der Goldpreis in den kommenden Monaten vollzieht!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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