SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Was steht im Geheimdokument zu den Brexit-Folgen?

01. Februar 2018 von um 13:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: SJB Fonds Echo. Analysiert.Was steht im Geheimdokument zu den Brexit-Folgen? „Nun ist es doch an die Öffentlichkeit gelangt, das Geheimdokument, das die britische Regierung zu den Folgen des Brexit anfertigen ließ. Und im Gegensatz zu den Beteuerungen der Politiker, man sei auf den Brexit bestens vorbereitet, offenbart es schlimme Konsequenzen für Großbritanniens Wirtschaft“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Enthüllungen rund um den Brexit zusammen. „Was steht denn nun in diesen Papieren, die die Briten noch mehr auseinanderdividieren und ursprünglich geheim gehalten werden sollten?“. Alle wichtigen Details zu diesem kontroversen Thema finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, als vertraulich eingestufte Brexit-Dokumente der britischen Regierung sind in der Öffentlichkeit aufgetaucht, und sie liefern den Brexit-Gegnern jede Menge neue Munition. Die intern als „Papier des Schreckens“ eingestufte Analyse zu den Folgen des Brexit zeigen, dass alle Aussagen der britischen Politiker, bestens auf den Brexit und seine ökonomischen Konsequenzen vorbereitet zu sein, nur als Lippenbekenntnisse einzustufen sind.

Denn das nun an die Öffentlichkeit gekommene ehemalige Geheim-Dokument kommt zu einer ganz einfachen Brexit-Einschätzung: Ganz gleich, welchen Deal Großbritannien beim Abschied aus der Europäischen Union (EU) mit den verbleibenden 27 EU-Mitgliedern schließen wird – Großbritannien werde schlechter dastehen als zuvor. Die Studie mit dem Titel „EU Exit Analysis – Cross Whitehall Briefing“ kommt zu dem Ergebnis, dass alle britischen Wirtschaftssektoren von einem EU-Austritt negativ betroffen sein würden.

Zu den pikanten Details dieser wenig ermunternden Analyse der Brexit-Folgen gehört, dass der Auftraggeber dieser zutiefst pessimistischen Einschätzung offenbar die britische Regierung selbst war. Nachdem das interne Dokument dem Nachrichtenportal Buzzfeed zugespielt wurde, bemühen sich nun Großbritanniens Politiker verkrampft, in Brüssel und im eigenen Land Optimismus zu verbreiten.

Ganz einfach sind diese Versuche nicht, denn nicht einmal die Kabinettsminister sind sich einig, welche Folgen der Brexit haben wird oder kann. Im Rahmen ihrer auch öffentlich ausgetragenen Streitigkeiten über das Thema wird Premierministerin Theresa May häufig vorgeworfen, dass sie ihr Kabinett nicht unter Kontrolle hat.

Das nun enthüllte Papier sollte ursprünglich dem britischen Kabinett im Laufe der Woche und damit noch vor der nächsten Brexit-Verhandlungsrunde in Brüssel vorgelegt werden. In dem Dokument werden drei verschiedene Szenarien durchgespielt. Das erste Szenario eines umfassenden Freihandelsabkommens zwischen Großbritannien und der EU liefert das Ergebnis, dass selbst in diesem Fall das britische Wachstum in den kommenden 15 Jahren rund fünf Prozent niedriger ausfallen würde, als es die derzeitigen Prognosen erwarten lassen.

Noch schlechter fallen die Zahlen des zweiten Szenarios aus: Sollten Brüssel und London sich nicht auf ein Abkommen einigen – das so genannte No-Deal-Szenario – wäre mit einem geringeren Wachstum von acht Prozent zu rechnen. In diesem Fall kämen die Regeln der Welthandelsorganisation WTO zum Einsatz. Und selbst wenn Großbritannien, etwa durch eine Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum, weiterhin Zugang zum Europäischen Binnenmarkt und der Zollunion hätte – dies ist das dritte Szenario –, würde Großbritanniens Wirtschaft langfristig zwei Prozent weniger wachsen, konkludiert die Brexit-Studie.

SJB FondsSkyline. Fazit. Was steht im Geheimdokument zu den Brexit-Folgen? Wie man es auch dreht und wendet – Großbritanniens Wirtschaft und damit auch die britischen Bürger werden ein Verlierer des Brexit sein. Das Ausmaß der Negativkonsequenzen ist unterschiedlich, doch alle durchgespielten Szenarien bringen ein geringeres BIP-Wachstum und ökonomische Nachteile mit sich. Die Geheimanalyse dürfte den Brexit-Gegnern neuen Auftrieb geben und die Position von Premierministerin May weiter schwächen. Liberaldemokrat Tom Brake fordert längst, dass Großbritannien weiter in der EU bleiben solle: „Natürlich wird der Brexit Großbritannien schaden.“ Mit der Beauftragung der Analyse, die die Brexit-Gegner stärkt, hat May ein klassisches Eigentor geschossen: Der Vorwurf, sie versuche bereits seit Langem, die wahren Folgen des Brexit zu verschleiern, erhält so neue Nahrung.

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