SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Was ist das Für und Wider einer Freihandelszone mit den USA?

21. Mai 2014 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Was ist das Für und Wider einer Freihandelszone mit den USA? „In der kommenden Woche werden die EU und die USA ihre Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP fortsetzen. Viele Bürger in Deutschland sind skeptisch, ob eine solche Freihandelszone mehrheitlich Vorteile bringt oder nicht doch die Risiken überwiegen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um die Verhandlungen zusammen. Sind sinkende Verbraucherstandards zu befürchten, oder müssen die wirtschaftlichen Vorteile einer transatlantischen Freihandelszone höher bewertet werden? Eine Diskussion der wichtigsten Einzelpunkte findet sich hier!

Liebe FondsBlogger, sind die Ängste der deutschen Verbraucher berechtigt, bald in Chlor gebadete Hühnchen und mit Hormonen behandeltes Frischfleisch vorgesetzt zu bekommen? Nach Ansicht der EU-Verhandlungsführer für die Einführung eines Freihandelsabkommens mit den USA keineswegs. Denn die EU werde kein Abkommen mittragen, durch das Verbraucherstandards abgesenkt werden, so die offizielle Stellungnahme. Trotzdem ist die Skepsis in Deutschland groß, das geplante Freihandelsabkommen genießt keinen guten Ruf. Auch in den Medien wird überwiegend Stimmung gegen die Pläne einer transatlantischen Freihandelszone gemacht – zu Recht?

Es gibt viele Befürchtungen, dass sich im Zuge des Abkommens europäische Standards beim Umwelt- oder Verbraucherschutz verschlechtern würden. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel trat dieser Kritik am letzten Wochenende gegenüber. Das geplante Freihandelsabkommen werde nicht etwa, wie oft gesagt wird, zur Absenkung von Standards führen – im Gegenteil, betonte sie. Hauptziele des Abkommens sei vielmehr der Abbau von Handelsbarrieren wie Zöllen.

Der Blick auf die laufenden Verhandlungen zwischen den Spitzenvertretern der EU und USA zeigt: Umstritten ist vor allem die Frage von Produktstandards und Regulierungen. Hier sind Unmengen von Detailfragen zu klären. Kommt es letztlich zu einer Einigung auf einen Pakt, entstünde die größte Freihandelszone der Welt mit rund 800 Millionen Menschen. Wann es so weit sein könnte, ist aber noch völlig offen, denn auch das Europa-Parlament und der US-Kongress müssten einen solchen Deal absegnen.

Ein Pluspunkt für den EU-Verbraucher wäre mit Sicherheit die komplette Abschaffung der Zölle auf US-Produkte, die aktuell noch zwischen fünf und sieben Prozent liegen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) verspricht den Konsumenten, sie könnten nach Einführung der Freihandelszone viele Produkte billiger einkaufen. Auch die Kosten eines Autos würden für den Verbraucher sinken, betonte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Neben der Automobilindustrie rechnen noch weitere Branchen mit Kostenvorteilen. Jährlich werden Waren im Wert von mehr als einer halben Billion Euro über den Atlantik hin- und herbewegt werden, so dass die Wirtschaft bei einem Wegfall der Einfuhrzölle Milliarden sparen kann. Wirtschaftsverbände erwarten durch den Fall der Zollschranken weniger Bürokratie für mittelständische Unternehmen und mehr Geld für Investitionen, etwa in Forschung und Entwicklung. Ein weiteres Argument der Freihandelszonen-Befürworter: Produkte könnten schneller erhältlich sein, wenn sie einheitlich zugelassen werden. Gibt etwa die US-Aufsicht FDA ein neues Medikament frei, würde dieses automatisch die Zulassung in der EU erhalten.

Probleme lauern hingegen bei der Angleichung technischer Standards. Nicht nur im Automobilsektor gibt es seit Jahrzehnten unterschiedliche Normen, die sich nicht in wenigen Jahren angleichen lassen. Ein Knackpunkt ist auch die Lage in der Chemieindustrie: Hier müssen Umwelt-, Verbraucher- und Gesundheitsschutz harmonisiert werden.

SJB FondsSkyline. Fazit. Was ist das Für und Wider einer Freihandelszone mit den USA? Während sich die deutsche Wirtschaft durch das Freihandelsabkommen mit den USA Vorteile in Milliardenhöhe verspricht, sind die Vorzüge für den EU-Verbraucher weniger offensichtlich. Rein ökonomisch betrachtet ist die Lage klar: Die Exporte in die USA könnten durch eine Freihandelszone um jährlich drei bis fünf Milliarden Euro ansteigen, die amerikanische Handelskammer rechnet gar mit einem zusätzlichen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,5 Prozent. Doch die unterschiedlichen Auffassungen zwischen den USA und der EU in Fragen der Landwirtschaft scheinen fast unüberbrückbar. Genmais und hormonbehandeltes Fleisch sind in den USA problemlos auf dem Markt und dürften nach Abschluss eines Freihandelsabkommens auch in Europa in Verkehr gebracht werden. Verbraucherschützer und Umweltaktivisten protestieren, und das zu Recht: Die Mehrheit der Vorteile eines Freihandelsabkommens liegt auf Seiten der Wirtschaft und nicht alle Konsumenten sind bereit, zukünftig Chlor-Hühnchen zu essen, nur um ihr Auto wenige Prozent billiger kaufen zu können.

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