SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Welche Folgen hat der Brexit für Arbeitsplätze in der FondsBranche?

26. April 2018 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Welche Folgen hat der Brexit für Arbeitsplätze in der FondsBranche? „Seit der Brexit beschlossene Sache ist, bauen nicht nur die Banken, sondern auch die FondsGesellschaften viele ihrer Arbeitsplätze in der Londoner City ab. Dieser Trend dürfte nicht nur anhalten, sondern sich sogar verstärken“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um den Brexit zusammen. „Welche europäischen Städte können von dem Abwanderungstrend aus London profitieren und sich über neue Arbeitsplätze in der FondsBranche freuen?“. Alle wichtigen Details zu diesem spannenden Thema finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, wenn es um die Konsequenzen des Brexit für die Finanzbranche in London geht, stehen insbesondere die Banken im Fokus. Doch der bevorstehenden Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union wird auch den Sektor der FondsGesellschaften stark betreffen und dort zu einer Verlagerung von Arbeitsplätzen aus der Londoner City führen. Den Prognosen der europäischen Finanzaufsicht zufolge, wird sich die Lage für London weiter eintrüben – im Gegenzug dürften vor allem zwei Städte profitieren: Luxemburg und Paris.

Den Zahlen des Karrierenetzwerkes LinkedIn zufolge, sind die Jobangebote im FondsManagement in London im Vergleich zur Zeit vor dem Referendum um die Hälfte eingebrochen. In Luxemburg und Paris wird hingegen von Asset Managern erheblich mehr Personal gesucht als noch vor zwei Jahren, berichtet die „Financial Times“. Experten sehen auf die britischen Vermögensverwalter durch den Brexit einiges an Veränderungen zukommen. 8.100 Milliarden britische Pfund werden auf der „Insel“ in Investmentfonds verwaltet. Knapp 20 Prozent davon sind Gelder von Kunden aus Kontinentaleuropa.

Und genau daraus könnte ein großes Problem für die britische FondsBranche erwachsen: Bisher konnten auch Fonds, die in einem anderen EU-Staat ansässig und reguliert sind, aus London oder dem schottischen Edinburgh verwaltet werden. Das betrifft rund 1.000 Milliarden GBP, die in Großbritannien für Fonds verwaltet werden, die anderswo in Europa beheimatet sind. Doch die zuständige Aufsichtsbehörde „European Securities and Markets Authority“ (ESMA) mit Sitz in Paris hat nun angekündigt, dass dies in der Form nicht länger geduldet werde. Künftig solle keine reine Vertriebsstelle vor Ort mehr ausreichen, um weiter von dem Prinzip der „Delegation“ zu profitieren.

Gerade britische und US-amerikanische Vermögensverwalter streben deshalb danach, eine Operation vor Ort in Europa aufzubauen. Der Finanzplatz London wird dabei geschwächt, wie schon jetzt die Zahlen vom Arbeitsmarkt zeigen: Die Jobangebote in London betrugen LinkedIn zufolge im ersten Quartal nur rund die Hälfte der im gleichen Zeitraum 2015 und 2016 inserierten Stellen. In Luxemburg haben sich die offenen Jobs im vierten Quartal 2017 gegenüber dem Zeitraum 2015 hingegen versechsfacht, in Paris sogar verzehnfacht.

Zwar führt London weiterhin in absoluten Zahlen bei den ausgeschriebenen Stellen, doch immer mehr FondsHäuser machen sich Gedanken, wie sie ihr Geschäft gegen den Brexit absichern. Einer aktuellen Untersuchung der Beratungsfirma EY zufolge planen 51 Prozent der 55 großen FondsGesellschaften, ihr Geschäft innerhalb der Europäischen Union auszubauen, um so auf eventuelle Regeländerungen im Zusammenhang mit dem Brexit vorbereitet zu sein. Kurz nach dem Brexit-Referendum 2016 waren es lediglich 35 Prozent gewesen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Welche Folgen hat der Brexit für Arbeitsplätze in der FondsBranche? Stellenabbau bei den FondsGesellschaften in London, kräftige Zuwächse bei den Arbeitsplätzen in Paris und Luxemburg. Was aber ist eigentlich mit Frankfurt, das sich ebenfalls Hoffnung machen durfte, vom Brexit und der Abwanderungsbewegung der FondsBranche aus London zu profitieren? Das deutsche Frankfurt am Main rechnet nicht damit, von den Wanderungsbewegungen besonders zu profitieren, heißt es in der Stadt. Die großen Gesellschaften seien bereits vor Ort vertreten, sie würden eventuell ihr Geschäft leicht aufstocken. Ein großer Ausbau des FondsStandortes Frankfurt sei aber nicht zu erwarten. Angesichts der andauernden Verhandlungen ist ohnehin noch nicht vollständig geklärt, worauf genau sich die Branche nach dem Brexit einstellen muss. Im Rahmen der angestrebten Übergangsphase bis Ende 2020 dürften die aktuellen Regeln weiter gelten. Danach wird Großbritannien voraussichtlich zu einem Drittstaat, für den bei der Regulierung von Publikumsfonds andere Regeln gelten als für Fonds aus den Mitgliedstaaten der EU.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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