SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sorgt das jüngste Fed-Protokoll für neue Klarheit?

22. August 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sorgt das jüngste Fed-Protokoll für neue Klarheit? „Am Mittwochabend wurde das jüngste Sitzungsprotokoll des geldpolitischen Treffens der US-Notenbank veröffentlicht. Doch Anleger, die sich Klarheit über den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed erwartet hatten, wurden enttäuscht“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen an der US-Zinsfront zusammen. Auch konkrete Hinweise auf die Frage, wann die US-Zentralbank damit beginnen wird, ihre milliardenschweren Stützungsprogramme zurückzufahren, blieben aus. Alle Details zu den teils verwirrenden Aussagen der Fed finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, so sehr hatten sich viele Investoren und FondsAnleger neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Fed aus dem jüngsten Sitzungsprotokoll erhofft. Doch nachdem das Protokoll des geldpolitischen Treffens vom 31. Juli nunmehr veröffentlicht ist, ist die Verwirrung umso größer. Ein Ende der Niedrigzinsphase sowie der damit einhergehenden Geldflut in den USA ist nicht in Sicht. Vielmehr scheint im geldpolitischen Komitee der Fed (FOMC) eine bemerkenswerte Uneinigkeit darüber zu herrschen, wann das laufende Liquiditätsprogramm massiver Anleihenkäufe beendet oder auch nur zurückgefahren werden soll.

In der Diskussion über ein Auslaufen des Anleihenkaufprogramms und ein mögliches Ende der Nullzinspolitik haben weiterhin die „Tauben“, also die Befürworter niedriger Zinsen, das Sagen. Konkrete Ausstiegsszenarien oder gar Zeitpläne gibt es nicht, womit die „Falken“, also die Anhänger steigender Zinsen zur Vermeidung von Inflation, weiter in der Defensive verbleiben. Fed-Präsident Ben Bernanke, der nach allgemeiner Auffassung dem Lager der Tauben zuzurechnen ist, hat seiner allgemeinen Ankündigung aus dem Juni, die Notenbank könnte „später“ in diesem Jahr mit dem allmählichen Ausstieg aus dem Programm der Staatsanleihenkäufe beginnen, keinen näheren Zeitplan folgen lassen. Einen solchen hatten sich viele Marktteilnehmer aber aus der Veröffentlichung erhofft und erwarten ihn nun spätestens beim nächsten Treffen der Notenbank Mitte September. Bis dahin müssen Investoren mit den teils widersprüchlichen und in der Formulierung nur geringe Klarheit aufweisenden Aussagen der FOMC-Mitglieder vorlieb nehmen, die in dem aktuellen Protokoll dokumentiert sind.

Während einige Ausschuss-Mitglieder betonen, die US-Wirtschaft auf einem guten Weg zu sehen, sodass sie bald ohne Hilfe auskommt, sind andere Fed-Mitglieder weit pessimistischer: Sie wollen noch mindestens bis Dezember warten und erst dann eine Entscheidung zu den Anleihekäufen treffen. Die Fed lässt die globalen Anleger damit weiter im Unklaren, wann wirklich eine Zinswende und ein Ende des Liquiditätsprogramms erfolgt. Denn was will man mit der Aussage anfangen, dass „fast alle Mitglieder des Komitees darin übereinstimmten, dass eine Änderung des Ankaufprogramms noch nicht angebracht ist“, wenn es zugleich heißt, „dass es bald Zeit sein könnte, das Tempo der Ankäufe ein wenig zu verlangsamen“. Auch der Hinweis auf „gemischt“ ausgefallene US-Konjunkturdaten bringt niemanden weiter.

SJB FondsSkyline. Fazit. Sorgt das jüngste Fed-Protokoll für neue Klarheit? Die Kakophonie der Stimmen innerhalb des letzten geldpolitischen Treffens der Fed zeigt vor allem eines: Die US-Notenbank weiß selbst noch nicht so genau, wann sie eigentlich aussteigen will und hält sich alle Optionen durch absichtlich unkonkrete Formulierungen offen. Zudem ist das FOMC selbst gespalten. Hier wäre Notenbankpräsident Ben Bernanke stärker gefordert, mit klaren Worten für Eindeutigkeit zu sorgen. So aber ist nur klar: Die Fed will auf längere Sicht die Anleihenkäufe beenden und die Zinswende vollziehen, kennt aber den genauen Zeitpunkt selbst nicht. Etwaige Bedingungen wie die Erholung des US-Arbeitsmarktes und der Konjunktur werden deshalb extra schwammig formuliert: Bernankes Worte, dass US-Wachstum müsse zu diesem Zeitpunkt „stabil“ sein, sind wenig konkret, denn genaue Zahlen werden nicht genannt. Und auch die Aussage, eine Zinserhöhung könne dann ins Auge gefasst werden, wenn die US-Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gesunken ist, hat augenscheinlich keinen großen Wert: Dem Protokoll zufolge wurde genau diese Zielmarke beim letzten Notenbanktreffen wieder zur Disposition gestellt.

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