SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Macht Fed-Präsident Bernanke einen Rückzieher?

11. Juli 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Macht Fed-Präsident Bernanke einen Rückzieher? „Ende Juni hatte Ben Bernanke, Präsident der US-Notenbank, die Aktien- und Rentenmärkte mit seiner Aussage verschreckt, einen allmählichen Ausstieg aus dem Anleihenkaufprogramm vornehmen zu wollen. Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.Sollte sich die konjunkturelle Erholung in den USA fortsetzen, so Bernanke weiter, sei ein baldiges Ende der Niedrigzinspolitik zu erwarten. Nun aber scheint Bernanke eine Kehrtwende zu vollziehen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Äußerungen des Notenbankpräsidenten zusammen. Denn bei einer Rede in Cambridge stellte Bernanke den Investoren eine Fortsetzung der expansiven Geldpolitik in Aussicht. Alle Details dazu finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, mit seinen jüngsten Äußerungen bei einer Veranstaltung in Cambridge (USA) hat Fed-Präsident Ben Bernanke die globalen Aktienmärkte wieder in Kauflaune versetzt. Während Dividendentitel weltweit zulegten, rutschte der US-Dollar zum Euro deutlich ab. Was war geschehen? Der US-Notenbankpräsident hatte in seiner Rede die Sorgen der Anleger vor einer schnellen Drosselung der Notenpresse gedämpft.

«Eine sehr expansive Geldpolitik für absehbare Zeit ist das, was die US-Wirtschaft braucht», sagte Bernanke am Mittwochabend bei der Veranstaltung in Cambridge. Die hohe Arbeitslosigkeit und die niedrige Inflation würden für die Fed bedeuten, dass sie ihre konjunkturstützenden Maßnahmen weiter fortsetzen müsse. Macht Bernanke also einen Rückzieher mit Blick auf seine Aussage, ein baldiges Ende der Niedrigzinspolitik einzuläuten? Vielen Anlegern kam es offensichtlich so vor, denn die Aussicht auf weiteres Billiggeld sorgte am Donnerstag für Kauflaune an den Aktienmärkten. Die asiatischen Börsen reagierten teilweise mit einem Kursfeuerwerk. Der chinesische Aktienindex CSI 300 schoss um mehr als vier Prozent nach oben, auch in Hongkong, Taiwan und Südkorea zogen die Kurse deutlich an.

Bedeuten Bernankes Aussagen aber eine echte Änderung der geldpolitischen Ausrichtung der Fed? Nicht wirklich, denn schon bei seinen letzten zinspolitischen Statements hatte der Fed-Präsident stets betont, dass eine vorherige nachhaltige Erholung des US-Arbeitsmarktes die Bedingung für eine wieder straffere Geldpolitik sei. Auch das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank zeigte, dass die Mitglieder des Geldpolitischen Komitees (FOMC) erst weitere Fortschritte am Arbeitsmarkt sehen wollen, bevor die Geldschraube wieder angezogen wird.

Insofern gibt Bernankes Rede eigentlich nur die bisherige Situation der US-Geldpolitik wieder: Solange Arbeitsmarkt und Konjunktur schwach bleiben, besteht die lockere Zinspolitik fort, wenn sie dauerhaft anziehen, wird der Ausstieg aus dem Niedrigzinsprogramm erfolgen. Für die nächsten Monate ist dies, angesichts der jüngsten US-Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten, aber nicht zu erwarten.

SJB FondsSkyline. Fazit. Macht Fed-Präsident Bernanke einen Rückzieher? Eine Kehrtwende in der Geldpolitik sieht anders aus. Bei genauerer Betrachtung von Bernankes Aussagen zeigt sich, dass alles beim Alten bleiben dürfte: Die Fed wird ihre Anleihekäufe im Laufe des Jahres einschränken und damit ein Ende des Quantitative-Easing-Programms (QE3) einläuten. Mit konkreten Zinsanhebungen ist jedoch nicht vor Mitte kommenden Jahres zu rechnen. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass die an sich wenig Neues enthaltenden Aussagen von Bernanke von finanzstarken Marktteilnehmern nur dazu genutzt wurden, um die über den jüngsten Hochpunkten gelegenen Kaufstopps auszulösen. Gerade beim DAX, der sich erst mühevoll über der 8.000-Punkte-Marke eingerichtet hatte, war dies sehr effektiv. Da sich am großen Bild der US-Zinspolitik nichts geändert hat, halte ich die Marktreaktionen insgesamt für übertrieben. Denn mit einer sofortigen Drosselung der Geldschwemme, die deutlich bessere US-Wirtschaftsdaten voraussetzen würde, konnte ohnehin niemand rechnen!

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