SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kehrt die Euro-Krise wieder zurück?

04. Juli 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kehrt die Euro-Krise wieder zurück? „Eine ganze Zeit war es ruhiger um den Euro und die in Bedrängnis geratenen EU-Peripheriestaaten geworden. Doch nun drängen sich Portugal und Griechenland wieder in die Schlagzeilen und sorgen für Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.Unruhe am Währungs- und Aktienmarkt“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen zusammen. In Portugal zerbricht die Regierung, in Hellas wird recht offen ein neuer Schuldenschnitt gefordert. Alle Details zu den jüngsten Geschehnissen und ihren Konsequenzen für den Euro finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die Euro-Krise hat uns wieder. Jüngst hatte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso noch behauptet, die Euro-Krise sei überstanden, doch nun wissen wir: Der Portugiese hat falsch gelegen. Schuld daran ist zu einem Großteil ausgerechnet sein Heimatland Portugal und die dortige Regierungskrise.

Denn die Regierung auf der iberischen Halbinsel zeigt immer größere Auflösungserscheinungen. Reihenweise treten Minister zurück oder kündigen die Niederlegung ihrer Ämter an, da sie den radikalen Sparkurs des Landes nicht länger mittragen wollen. Denn dieser hat in Portugal zu immer größerem Unmut und umfangreichen Demonstrationen geführt.

Ministerpräsident Pedro Passos Coelho warnte jetzt vor zunehmender politischer Instabilität, nachdem zuvor neben dem portugiesischen Finanzminister auch der Außenminister Paulo Portas zurückgetreten war. Aber damit nicht genug: Jetzt sickerte durch, dass Landwirtschaftsminister Assuncao Cristas und Sozialminister Pedro Mota Soares gleichfalls ihre Ämter niederlegen wollen. Beide sind Mitglieder der CDS-PP Partei. Das zentrale Problem hierbei: Ohne seinen Koalitionspartner hat der konservative Ministerpräsident Coelho keine Mehrheit mehr im portugiesischen Parlament.

Portugals Börsen reagierten mit kräftigen Kursverlusten. Der Leitindex der Börse in Lissabon gab zur Wochenmitte satte 5,2 Prozent nach. Besonders heftig erwischte es portugiesische Bankentitel, die teils zweistellig verloren. Auch portugiesische Staatsanleihen gerieten unter Druck. Die Rendite der zehnjährigen Titel stieg zeitweise auf über acht Prozent, den höchsten Stand seit Dezember 2012. An den Märkten wurde dabei bereits das Worst Case-Szenario gespielt: Dass Portugal seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, die Regierung zerbricht und es letztlich zum Staatsbankrott kommt. Denn sollte die Regierung von Coelho scheitern und Neuwahlen nötig werden, ist vollkommen unklar, ob das Land am Sparkurs festhalten wird und es, wie geplant, bereits Mitte des kommenden Jahres wieder an den Kapitalmarkt zurückkehren kann.

Doch nicht nur die Lage in Portugal sorgte an den Finanzmärkten für heftige Turbulenzen. Denn auch Griechenland geriet erneut in den Fokus. Das Land kämpft aktuell um die Auszahlung seiner nächsten Hilfstranche, nachdem ihm ein Ultimatum gestellt wurde, die Erfolge seiner jüngsten Sparanstrengungen nachzuweisen. In Griechenland gibt es derzeit Spekulationen, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Auffassung über die Schuldentragfähigkeit des Landes ändern könnte und in der Folge aus dem Hilfsprogramm aussteigen werde.

Und anstatt seine Sparanstrengungen zu intensivieren, ruft das Land nach einem neuen Schuldenschnitt. Der griechische Wirtschaftsminister Kostis Hatzidakis hatte jüngst über eine solche Maßnahme spekuliert und damit für Unverständnis bei den Geldgebern gesorgt. EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen betonte völlig zu Recht, dass die immer wiederkehrenden Diskussionen über einen Schuldenschnitt alles andere als hilfreich seien, da sie von den notwendigen Reformanstrengungen in Griechenland ablenken würden. Denn eines ist klar: Ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland würde Milliarden kosten – und dies vor allem für den deutschen Steuerzahler.

SJB FondsSkyline. Fazit. Kehrt die Euro-Krise wieder zurück? Dass die zuvor nur mühsam unter Kontrolle gehaltene Euro-Krise nun wieder aufflammt, war unvermeidbar und ist offensichtlich. Die Regierung in Portugal zerfällt, Griechenland erfüllt seine Sparziele nicht und braucht schon wieder einen Schuldenschnitt. Die Situation verdeutlicht: Die hoch verschuldeten Staaten in der EU-Peripherie sind an den Grenzen ihrer Belastbarkeit angelangt, was die Sparanstrengungen angeht. Dies zeigen vor allem die immer machtvolleren Demonstrationen der Bevölkerung. Doch das Problem ist: Selbst die als viel zu hart empfundenen Spardiktate reichen noch nicht aus, um die Finanzen der Länder wieder auf ein solides Fundament zu stellen. Die Aktien- und Anleihenmärkte sind deshalb zu recht nervös: Ein Staatsbankrott einzelner EU-Staaten ist näher als jemals zuvor.

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