SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kommt die nächste Eskalationsstufe im Handelskrieg zwischen den USA und China?

12. Juli 2018 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kommt die nächste Eskalationsstufe im Handelskrieg zwischen den USA und China? „Die USA wollen den Handelskrieg mit China offenbar noch weiter verschärfen: US-Präsident Donald Trump legte eine neue Liste mit möglichen Strafzöllen für chinesische Exportgüter im Wert von 200 Milliarden US-Dollar vor. Die asiatischen Börsen reagierten mit kräftigen Kursverlusten, die ohnehin angespannte Lage an den internationalen Aktienmärkten weitete sich aus“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen im Handelsstreit zusammen. „Sollten die USA tatsächlich Strafzölle von zehn Prozent auf viele chinesische Waren erheben, dürfte eine Reaktion aus Peking nicht lange auf sich warten lassen. Die nächste Eskalationsstufe im Handelskrieg wäre vorprogrammiert – mit entsprechend negativen Konsequenzen für die schon jetzt angeschlagenen Börsen. Alles Wichtige zu diesem brisanten Thema findet sich hier.

Liebe FondsBlogger, die Regierung in Washington verschärft den Handelsstreit mit Peking und plant die Erhebung weiterer Strafzölle gegen China. Zuerst hatte US-Präsident Donald Trump der chinesischen Regierung nur gedroht, nun lässt er Taten folgen: Die USA haben eine neue Liste mit chinesischen Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar für mögliche Strafzölle vorgelegt. Für die Importe sollen zusätzliche Abgaben von zehn Prozent fällig werden, wie der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Dienstag ankündigte.

Von den geplanten neuen US-Zöllen könnten unterschiedlichste Produkte wie Lebensmittel, Chemikalien, Textilien, Metalle oder elektronische Geräte betroffen sein. Auch andere Waren aus der Volksrepublik China finden sich auf der umfangreichen, insgesamt 196 Seiten umfassenden Liste. Lighthizer teilte in diesem Zusammenhang mit, dass der Grund für die möglichen neuen Zölle die jüngsten chinesischen Vergeltungsmaßnahmen seien. China hatte kürzlich Sonderabgaben auf landwirtschaftliche US-Erzeugnisse wie Sojabohnen, Fisch, Schweinefleisch, Rindfleisch und Molkereiprodukte eingeführt. Auch die Weigerung der Regierung in Peking, ihre Vorgehensweise zu ändern, habe dazu beigetragen.

In Kraft treten könnten die Strafzölle im September, wie ein US-Regierungsbeamter betonte. Es werde noch rund zwei Monate dauern, die Liste endgültig fertigzustellen, auch wolle Lighthizers Büro noch Gespräche über die betroffenen Produkte führen. Danach werde Trump entscheiden, ob er die Zölle verhängt.

Die Chinesen reagierten mit aller Schärfe: Chinas Vize-Handelsminister Li Chenggang sagte, die großangelegte gegenseitige Anhebung von Zöllen zwischen China und den USA werde „den US-chinesischen Handel unweigerlich zerstören„. Erst am vergangenen Freitag hatten die USA Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar eingeführt. Die Zölle betreffen 818 Produkte, darunter Autos, Flugzeugteile und Festplatten. Trump begründet seine Strafzollpolitik mit dem enormen Handelsdefizit der USA gegenüber China.

So schaukeln sich Strafzölle und deshalb erhobene Gegenmaßnahmen immer weiter hoch: China hatte kurz nach Inkrafttreten der Zölle am vergangenen Freitag „notwendige Gegenmaßnahmen“ angekündigt – und seinerseits Gegenzölle verhängt. Die USA hätten „den größten Handelskrieg in der Wirtschaftsgeschichte“ eingeleitet, sagte der Sprecher des Handelsministeriums in Peking. Trump wiederum hatte der chinesischen Führung angedroht, im Falle von Vergeltungszöllen weitere chinesische Waren im Wert von bis zu 200 Milliarden US-Dollar mit Handelsschranken zu belegen.

China will Trumps Verhalten nicht weiter dulden: Das chinesische Handelsministerium reichte offiziell Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) ein, da Peking die Regeln des freien Handels verletzt sieht. Damit folgt das Reich der Mitte dem Beispiel der EU und Kanadas, die ebenfalls Klage erhoben haben.

SJB FondsSkyline. Fazit. Kommt die nächste Eskalationsstufe im Handelskrieg zwischen den USA und China? Der immer weiter eskalierende Handelskrieg zwischen den USA und China nimmt höchst bedrohliche Formen an – für die Weltwirtschaft genauso wie für die internationalen Börsen. Nachgeben will offenbar keiner der beiden Beteiligten: Chinas Botschafter in der Europäischen Union, Zhang Ming, hat erst kürzlich für eine Politik der Härte im Handelskonflikt mit den USA plädiert. „Wir müssen dem Verursacher des Handelskrieges entschlossen demonstrieren, dass sein Handeln falsch ist“, betonte er. „Niemand wird von diesem Handelskonflikt profitieren. Alle werden Verlierer sein, China, die EU und auch der Verursacher des Konflikts.“ Doch Trump schreckt vor den dramatischen Folgen für die globale Ökonomie nicht zurück und setzt seinen Kurs unbeirrt fort. Lenkt nicht bald einer der beiden Akteure im globalen Handelskrieg ein, sehe ich die Gefahr eines heftigen Kursrutsches an den Börsen: Die ohnehin stark überbewerteten Märkte können eine Eskalation dieses Konflikts nicht verkraften.

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