SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Geht die Enteignung der deutschen Sparer weiter?

04. Juni 2014 von um 14:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Geht die Enteignung der deutschen Sparer weiter? „In der kommenden geldpolitischen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist damit zu rechnen, dass der oberste EU-Währungshüter SJB Fonds Echo. Analysiert.Mario Draghi den Leitzins für die Eurozone nochmals auf 0,10 Prozent senkt. Dies hat zur Folge, dass die ohnehin schon genug gebeutelten deutschen Sparer erneut geschröpft werden“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die Konsequenzen der EZB-Geldpolitik zusammen. Die Niedrigzinsphase geht nicht nur weiter, sondern wird sogar noch verschärft. Hier von „Enteignung“ der Investoren zu sprechen, erscheint mir das richtige Wort. Mehr empörende Details dazu finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die Liquiditätsschwemme der EZB dürfte am morgigen Donnerstag ihren absoluten Höhepunkt finden. Die Konsensschätzung der Analysten prognostiziert, dass EZB-Präsident Mario Draghi den Leitzins für den Euroraum nochmals um 15 Basispunkte von 0,25 auf dann 0,10 Prozent senken wird – die letzte Absenkung, die vor Erreichen der Nullmarke überhaupt noch möglich ist. Zusätzlich dürfte die EZB „unkonventionelle“ geldpolitische Maßnahmen wie zweckgebundene Kredite an Notenbanken der EU-Krisenländer sowie (möglicherweise) einen negativen „Strafzins“ für Geschäftsbanken beschließen, die ihre Gelder bei der EZB parken, anstatt Kredite auszugeben.

Was heißt all dies für den deutschen Sparer, der bereits seit mehreren Jahren unter der Niedrigzinspolitik der EZB leidet und nach Anrechnung der Inflationsrate einen realen Wertverlust seiner Vermögensanlagen erfährt? Er wird weiterhin und in noch verstärktem Maße enteignet, da er auf dem Sparbuch oder beim Tagesgeld praktisch gar keine Zinsen mehr erhält und selbst beim Kauf von lang laufenden Staatsanleihen einen negativen Realzins hinnehmen muss. So büßen deutsche Sparer und Investoren für die unverantwortliche Haushaltspolitik der EU-Krisenländer, die immense Schulden aufgehäuft haben, die nur noch durch eine allmähliche und schleichende Entwertung aller Vermögenswerte wieder aufgefangen/egalisiert werden können. Die andere Möglichkeit, der Staatsbankrott der betroffenen Schuldenstaaten, soll hingegen im Interesse des Euro und der Währungsunion vermieden werden.

Die Konsequenz für Deutschlands Sparer: Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank reißt ein Loch in ihre Altersvorsorge, alle offiziellen Appelle, für den Ruhestand Vermögen aufzubauen, werden so konterkariert. Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat völlig zu Recht scharfe Kritik an diesem Vorgehen geäußert: Den deutschen Sparern entgingen durch die ultralockere EZB-Zinspolitik 15 Milliarden Euro an Zinseinnahmen, so seine Rechnung, die anhaltende Niedrigzinspolitik käme einer schrittweisen Enteignung der deutschen, aber auch aller europäischen Sparer gleich. Hinzu kommt Fahrenschon zufolge, dass die EZB mit ihrer Geldpolitik völlig falsche Signale aussendet: Denn eine weitere Zinssenkung von derzeit 0,25 Prozent bringe der Realwirtschaft keine weiteren Vorteile, wohingegen deutschen Sparern schätzungsweise jedes Jahr 200 Euro pro Kopf an Zinseinnahmen entgingen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Geht die Enteignung der deutschen Sparer weiter? Diesen alarmierenden Zahlen ist nichts hinzuzufügen, sie verdeutlichen vielmehr das ganze Ausmaß der hochgradig unsinnigen und gefährlichen EZB-Niedrigzinspolitik, die bislang nur äußerst bescheidene Erfolge aufzuweisen hat. Zwar will die EZB etwas gegen den starken Euro unternehmen und die beginnenden Deflationsgefahren im Euroraum abwehren, doch ob eine weitere Zinssenkung hier ausreichend Wirkung entfaltet, ist unter Experten zu Recht umstritten. Theoretisch animiert das noch billigere Geld Unternehmen zum Investieren und Verbraucher zum Konsumieren, doch bei Krediten wie bei Preisen dürften die Auswirkungen einer weiteren geldpolitischen Lockerung kaum noch spürbar sein. Während die kommende EZB-Zinssenkung demnach weder die Konjunktur merklich ankurbeln noch die Inflation erhöhen dürfte, ist eine andere Konsequenz umso klarer: Die Enteignung von Deutschlands Sparern wird fortgeführt und nochmals auf die Spitze getrieben, ohne dass die EU-Krisenstaaten von diesem Schritt nachhaltig profitieren dürften.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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