SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist gar kein Ende der ultralockeren US-Geldpolitik absehbar?

20. November 2013 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist gar kein Ende der ultralockeren US-Geldpolitik absehbar? „Eigentlich hatte der scheidende US-Notenbankpräsident Ben Bernanke Investoren bereits für das Jahresende 2013 auf ein allmähliches Auslaufen der ultralockeren US-Geldpolitik eingestimmt“, rekapituliert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die wichtigsten Entwicklungen in der Zinspolitik der Fed. Doch passiert ist nichts. Bernanke dürfte aus dem Amt scheiden, ohne ein Ende des billigen Geldes eingeleitet zu haben, seine Nachfolgerin Janet Yellen wird die Liquiditätsschwemme ebenfalls nicht so schnell begrenzen. Ist also gar kein Ende der ultralockeren Geldpolitik in Sicht? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, es sieht ganz so aus, als ob die Geldschleusen in den USA auf absehbare Zeit weiter weit geöffnet bleiben. Denn erst wenn sich die US-Wirtschaft deutlich erholt hat, soll die Zinspolitik der Federal Reserve wieder restriktiver werden. Darin sind sich der bald abtretende Fed-Chef Bernanke und seine designierte Nachfolgerin Janet Yellen einig. Neue Aussagen Bernankes, die am Dienstag vor der Vereinigung der US-Volkswirte getroffen wurden, verringerten die Unsicherheit an den Aktienmärkten und sorgten dort für neue Höchststände. Denn Bernanke kündigte eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik an und betonte in seiner Rede, die ultralockere Zinspolitik werde so lange wie nötig fortgesetzt.

Den jüngsten Aussagen des Fed-Präsidenten zufolge wird es eine Reduzierung der Anleihenkäufe im Volumen von aktuell 85 Milliarden US-Dollar pro Monat erst dann geben, wenn die Fed überzeugt sei, dass die Erholung am Arbeitsmarkt nachhaltig ist. Davon sei die US-Ökonomie derzeit noch weit entfernt, so Bernanke weiter: Die Wirtschaft habe sich zuletzt zwar erholt, sei aber noch längst nicht da, wo man sie sich wünsche. Er sei sich mit seiner Nachfolgerin Yellen deshalb einig, weiter alles zu tun, was eine kräftige Erholung der Wirtschaft fördere.

Also keine Rede mehr von einem baldigen Beginn des „Tapering“, der allmählichen Rückführung der Politik des billigen Geldes. Bernanke betonte vielmehr, die Fed werde sich Zeit lassen mit einer Anhebung des Leitzinses, der seit 2008 praktisch bei Null Prozent liegt. Die „Fed Funds Rate“ werde wohl auch dann noch für einige Zeit dort bleiben, wenn die Anleihekäufe zurückgefahren und die Arbeitslosenquote auf unter 6,5 Prozent gesunken sei, sagte er.

Und Yellen, die Beobachtern der US-Notenbank Fed ohnehin als „Taube“ und damit als Verfechterin einer Niedrigzinspolitik gilt? Die im kommenden Jahr ihr Amt als Notenbankpräsidentin antretende Fed-Gouverneurin ließ ebenfalls durchblicken, die US-Geldpolitik werde unter ihrer Ägide noch für längere Zeit sehr locker bleiben. Dies sei selbst dann der Fall, wenn die Zielmarken für Inflationsrate und Arbeitslosenquote durchbrochen würden, hatte sie Anfang der Woche in Briefen an zwei US-Senatoren geschrieben. Gibt es also gar keine Hoffnung für den bereits so oft herausgezögerten Beginn einer Normalisierung der US-Geldpolitik? Ein Lichtblick: Yellen, deren Amtsperiode im Februar 2014 starten dürfte, betonte in einer Fragestunde vor dem Bankenausschuss des US-Senats, dass das Ankaufprogramm für Wertpapiere „nicht ewig“ laufen könne.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist gar kein Ende der ultralockeren US-Geldpolitik absehbar? Kurz- bis mittelfristig müssen sich Anleger auf weiter niedrige Zinsen und eine Fortsetzung der massiven Anleihenkäufe durch die US-Notenbank Fed einstellen. Daran dürfte der bald bevorstehende Wechsel an der Fed-Spitze nichts ändern, eher im Gegenteil. Der scheidende Fed-Präsident Bernanke ist offenbar nicht gewillt, vor dem Ende seiner Amtszeit noch nennenswerte Änderungen an der ultralockeren Geldpolitik einzuleiten, seine Nachfolgerin gilt ohnehin als Verfechterin von Niedrigzinsen zur Stützung der US-Wirtschaft. Damit steigt die Gefahr einer Blasenbildung an den internationalen Aktienmärkten weiter massiv an. Die Fed hat mittlerweile fast vier Billionen US-Dollar über ihr Liquiditätsprogramm in den Wirtschaftskreislauf gepumpt – Gelder, die irgendwann wieder abgezogen werden müssen. Dieses billige Geld, und nicht etwa verbesserte Wirtschaftsdaten, haben die US-Börsen in den vergangenen Monaten von Rekord zu Rekord eilen lassen. Die Crashgefahr beim Dow Jones hat damit deutlich zugenommen. Das gleiche Bild bietet sich beim deutschen Aktienindex DAX, der nach der neuerlichen Zinssenkung durch die EZB auf ein neues Rekordhoch von über 9.200 Punkten geklettert ist. FondsInvestoren sollten wachsam sein und zur Absicherung ihres Depots eine Aufstockung von DAX-Shortpositionen erwägen. Nur so können die Auswirkungen des immer näher rückenden Kurseinbruchs zumindest abgemildert werden!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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