SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist der Einstieg von Cerberus bei der Commerzbank positiv zu werten?

27. Juli 2017 von um 12:00 Uhr
Bennewirtz spiegelt die SJB-Online-Presse.Bereits 1996 definierte Gerd Bennewirtz in der Zeitschrift Finanztest den grundlegenden Charakterzug der SJB: „Kunden, die zu uns kommen, werden vollkommen anbieterunabhängig beraten.“ Daran hat sich auch in den vergangenen Jahren nichts geändert. ...

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: SJB Fonds in der PresseIst der Einstieg von Cerberus bei der Commerzbank positiv zu werten? „Der US-Finanzinvestor Cerberus ist bei der deutschen Commerzbank eingestiegen. Wie der US-Hedgefonds bekannt gab, hat er rund fünf Prozent der Aktien von Deutschlands zweitgrößter Privatbank erworben“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen in der deutschen Bankenlandschaft zusammen. „Die Aktie reagierte mit kräftigen Kursgewinnen, die Titel übersprangen die Kursmarke von 11 EUR. Dürfte der Einstieg des US-Investors vorwiegend positive Konsequenzen für die Commerzbank haben, oder ist der Erwerb des Aktienpakets auch kritisch zu sehen? Die wichtigsten Details zu diesem kontroversen Thema finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, der US-amerikanische Investor Cerberus Capital Management steigt bei der Commerzbank ein – das Aktienpaket, mit dem der Hedgefonds einen Stimmrechtsanteil von gut fünf Prozent an dem Frankfurter Geldhaus erworben hat, ist knapp 700 Millionen Euro wert. Der nicht gerade für sein behutsames Vorgehen bekannte US-Finanzinvestor hat das Glück, dass deutsche Investoren seinen Einstieg bei der Commerzbank positiv aufnehmen. Die Papiere des Instituts, an dem seit der Finanzkrise von 2008 auch der deutsche Staat beteiligt ist, verteuerten sich an der Frankfurter Börse um rund 2,5 Prozent und konnten den Widerstandsbereich von 11,00 Euro überwinden. Das Tageshoch am Mittwoch lag bei 11,10 Euro.

Gerüchte um einen Einstieg von Cerberus bei der Commerzbank hatte es bereits seit einigen Wochen gegeben. Schon Anfang Juli war über einen Einstieg des amerikanischen Investors bei der Bank spekuliert worden. Die Cerberus Capital Management ist nun nach der Bundesrepublik Deutschland (mit einem Anteil von über 15 Prozent) und vor dem Finanzinvestor Blackrock (rund fünf Prozent) der zweitgrößte Aktionär der Commerzbank.

Was will Cerberus mit dem Aktienpaket von der Commerzbank bewerkstelligen? Der Finanzinvestor, der als Spezialist für schwierige Fälle gilt und von dem ehemaligen US-Finanzminister John Snow geführt wird, investiert traditionell in angeschlagene Firmen. Cerberus versucht, diese zu sanieren und sie dann mit Gewinn weiter zu verkaufen. Doch zugleich investiert Cerberus auch wie ein klassischer Hedgefonds in Wertpapiere und strebt danach, hier Kursgewinne zu erzielen. Der breiteren deutschen Öffentlichkeit wurde Cerberus spätestens im Jahre 2007 bekannt, als der Investor die Mehrheit am US-Autobauer Chrysler übernommen hatte. Die Transaktion besiegelte das Ende des deutsch-amerikanischen Autokonzerns Daimler-Chrysler.

Die spannende und bei Marktanalysten wie Investoren heiß diskutierte Frage ist die nach der Motivation von Cerberus. Denn die Commerzbank ist alles andere als das deutsche Vorzeigeinstitut und steckt mitten im Umbau. Vorstandschef Martin Zielke hat damit begonnen, den Personalbestand der Bank zu verkleinern und trennt sich dazu von Tausenden Mitarbeitern. Der Stellenabbau wiederum führt zu hohen Kosten: So will die Commerzbank 810 Millionen Euro an Rückstellungen ins zweite Quartal buchen.

Marktinsider wissen: Cerberus ist bereits im europäischen Bankensektor aktiv, der US-Investor ist Mehrheitseigentümer der österreichischen Bank Bawag P.S.K. Auch deutsche Banken standen schon zuvor im Interesse des Investors. Vor kurzem hatte Cerberus die Übernahme der Stuttgarter Südwestbank perfekt gemacht: In der vergangenen Woche teilten beide Seiten mit, dass die Bawag das Institut vollständig übernimmt. Deutschland ist offensichtlich ein besonders attraktiver Markt für Cerberus, der mit dem Einstieg bei der Commerzbank nun vom Aufschwung der deutschen Finanzbranche profitieren will. Der Kurs der Commerzbank-Aktie hatte bereits in den vergangenen Monaten kräftig zugelegt und sich seit dem Tiefststand von 5,16 Euro im August 2016 mehr als verdoppelt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist der Einstieg von Cerberus bei der Commerzbank positiv zu werten? Nach dem deutschen Staat ist Cerberus nun der zweitgrößte Aktionär der Commerzbank – eine etwas gewöhnungsbedürftige Konstellation zwischen einem eher gemäßigten Großinvestor und einem auf maximale Rendite bedachten US-Hedgefonds. Trotzdem kann der Einstieg für beide Seiten von Vorteil sein: Da für Cerberus eine Komplettübernahme der Commerzbank zu teuer ist – der aktuelle Börsenwert liegt bei rund 14 Milliarden Euro – dürfte es dem Finanzinvestor vorwiegend darum gehen, den Wert seiner Anteile maximal zu steigern. Dass der aggressiv agierende US-Hedgefonds rund fünf Prozent an Deutschlands zweitgrößter Privatbank erworben hat, dient damit als Hinweis auf den attraktiven inneren Wert der Aktie – ein gutes Zeichen für Commerzbank-Aktionäre wie für DAX-Investoren.

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