SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum tappen so viele Deutsche in die Zinsfalle?

09. April 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum tappen so viele Deutsche in die Zinsfalle? „Eigentlich wissen es viele deutsche Anleger ganz genau: Die Zinsen auf Sparbuch oder Geldmarktkonten reichen nicht einmal aus, um die aktuelle Inflationsrate auszugleichen und führen deshalb zu einer negativen Realrendite“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, den aktuellen „Anlagenotstand“ im Kern zusammen. „Die Folge ist eine schleichende Enteignung und ein stetiger Wertverlust der Vermögenswerte deutscher Anleger. Doch die wenigsten von ihnen ziehen die Konsequenzen. Warum ist das so? Interessante Details zu dieser Problematik finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, das „Handelsblatt“ hat in der vergangenen Wochenend-Ausgabe dem Thema der „Zinsfalle“ einen detaillierten Bericht gewidmet. Im Kern geht es darum: Investoren und Anleger werden durch die am Markt gebotenen Niedrigzinsen, die nicht einmal die Teuerung zu kompensieren in der Lage sind, ständig und schleichend enteignet. Doch unmittelbare Folgen für ihre Anlageentscheidung hat dies bei den wenigsten deutschen Sparern. Dies zeigen in aller Deutlichkeit die Ergebnisse der aktuellen Forsa-Umfrage „Die Deutschen und ihr Geld.“ Die Frage: „Glauben Sie der Versicherung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die Einlagen der deutschen Sparer sicher sind?“, beantworten 59 Prozent der Deutschen mit „Nein“. Allein dies müsste schon ausreichen, zu weit reichenden Konsequenzen bei der Geldanlage zu führen – was allerdings nicht der Fall ist. Investmentfonds, die als gesetzlich geschütztes Sondervermögen höchste Sicherheit und absoluten Schutz bei einer Bankeninsolvenz bieten, fristen weiter ein Schattendasein gegenüber dem klassischen Sparbuch.

Hinzu kommt: Auf die zweite Frage: „Kann man angesichts der niedrigen Zinsen von einer schleichenden Enteignung der Sparer sprechen?“ antworten 53 Prozent der deutschen Investoren mit „Ja“. Problem erkannt, aber Konsequenzen Fehlanzeige, könnte man sagen, denn die dritte Frage: „Haben Sie schon einmal daran gedacht, wegen der Euro-Krise Geld vom Sparkonto abzuziehen?“ verneinen 74 Prozent, also fast drei Viertel aller Deutschen. Trotz der wohlbekannten Problematik und in vollem Bewusstsein des Umstands, bei Nichthandeln einem stetigen Verfall der eigenen Vermögenswerte zusehen zu müssen, passiert in der großen Mehrzahl der Fälle: NICHTS.

Das Sparbuch, der Deutschen „liebstes Kind“, bleibt also trotz aller bekannten Probleme unangetastet. Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage sind damit fast schon grotesk. Würden drei Viertel aller deutschen Investoren behaupten, über den schleichenden Enteignungsprozess aufgrund mangelnden Finanzwissens nicht informiert zu sein, würde man ihnen dies noch verzeihen. Aber wie soll man die im Grunde erschreckende Aussage kommentieren, in vollem Bewusstsein der Problematik trotzdem nichts zu unternehmen?

Mangelt es den Deutschen also gar nicht an Finanzwissen, sondern fehlt es lediglich an der Bereitschaft, dieses einzusetzen und die nötigen Konsequenzen zu ziehen? Man könnte die Umfrageergebnisse so interpretieren, denn Alternativen zum Sparbuch und schlecht verzinsten Geldmarktkonten gibt es genug. Anleger können ihr Erspartes über verschiedene Währungsräume diversifizieren und so zugleich die Abhängigkeit vom kriselnden Euro reduzieren, indem sie beispielsweise global streuende Anleihenfonds erwerben, die ihre Investments in soliden Währungen wie dem Kanada-Dollar, dem Austral-Dollar, der Schwedenkrone oder auch dem chinesischen Renminbi tätigen. Eine weitere Möglichkeit, den negativen Realrenditen ein Schnippchen zu schlagen, sind ausgewählte Aktienfonds, die oft Werte mit einer weit höheren Dividendenrendite enthalten, als sie mit der Anlage in Rentenpapiere bester Bonität zu erzielen sind.

SJB FondsSkyline. Fazit. Warum tappen so viele Deutsche in die Zinsfalle? Da sich die naheliegendste Diagnose, die Deutschen würden aus purer Uninformiertheit ihre miserabel verzinsten Geldanlagen aufrechterhalten, als unzutreffend erweist, muss es eine andere Antwort geben. Offensichtlich sind Deutschlands Investoren vor allem deshalb gewillt, eine schleichende Enteignung hinzunehmen, weil sie in einer Art „Schockstarre“ verharren, die jegliches Handeln blockiert. Der Hauptgrund hierfür ist in dem mit der Finanzkrise weiter gestiegenen generellen Misstrauen gegenüber der Investmentbranche und jeder Art von Bankberatung zu sehen. Dies führt dazu, dass die am schlechtesten verzinsten, zugleich aber transparentesten Anlageformen weiter bevorzugt werden. Notwendig wäre hier eine wirklich unabhängige, auf Provisionen sowie Kick-backs vollständig verzichtende Form der Anlageberatung, die die Interessen des Kunden in den Mittelpunkt stellt und verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückgewinnt. Neue Entgeltmodelle sind vonnöten, die die Vergütung der Anlagevermittler an die Wertentwicklung des von ihnen verwalteten Vermögens knüpfen. Nur durch die so erfolgende Gleichschaltung der Interessen von Deutschlands Investoren und seinen Vermögensberatern ist in Zukunft zu vermeiden, dass die Mehrheit der Deutschen weiterhin in die Zinsfalle tappt.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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