SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie weit kann der DAX noch fallen?

30. September 2015 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie weit kann der DAX noch fallen? „Im ersten Halbjahr 2015 herrschte beim DAX noch eitel Sonnenschein. Das wichtigste Kursbarometer für den deutschen Aktienmarkt markierte ein neues Allzeithoch oberhalb von 12.300 Punkten und sprang angesichts des QE-Programms der Europäischen Zentralbank steil nach oben“, rekapituliert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die Börsenentwicklungen des ersten Halbjahres. „Doch die Euphorie ist einer großen Tristesse gewichen. Sorgen um Chinas Wirtschaftswachstum und der Abgasskandal von VW haben den DAX abstürzen lassen, die Kursgewinne des laufenden Jahres sind bereits vollständig eliminiert. Geht die Talfahrt noch weiter, hat sie vielleicht gerade erst so richtig begonnen?“ Eine aktuelle Einschätzung zur Situation an Deutschlands Aktienmärkten findet sich hier!

Liebe FondsBlogger, von seinem im April erreichten Höchststand von 12.375 Punkten ist der deutsche Aktienindex DAX schon wieder weit entfernt. Nach einem Verlaufstief bei 9.377 Punkten hat sich der Index aktuell knapp oberhalb der 9.600-Punkte-Marke eingerichtet. Seit Jahresbeginn ist das Kursbarometer damit längst ins Minus gerutscht – denn zu Silvester 2014 notierte der Dax noch bei 9.805 Punkten.

3.000 Punkte Verlust in weniger als sechs Monaten – vor allem das Tempo des Kursverfalls am deutschen Aktienmarkt stimmt besorgt, denn deutsche Wertpapiere fallen derzeit in einer Geschwindigkeit, wie sie seit dem Höhepunkt der Euro- und Staatsschuldenkrise nicht mehr zu beobachten war. Die Konsequenz: Seit dem Rekordstand im April haben deutsche Unternehmen mehr als 400 Milliarden Euro an Marktwert eingebüßt, der DAX steht erstmals seit Anfang 2009 davor, zwei Verlustquartale in Folge zu verzeichnen.

Krisenherde gibt es am Markt genug: Zuerst war es die nicht enden wollende Griechenland-Krise, unmittelbar daran schlossen sich Ängste über eine Konjunkturabschwächung in China und damit im gesamten asiatischen Raum an. Richtig in den Keller ging es aber nun im Zusammenhang mit dem Abgasskandal bei Volkswagen, der täglich neue Auswirkungen auf die im DAX hoch gewichteten deutschen Autobauer hat. Nachdem VW zugeben musste, die Abgastests für Dieselfahrzeuge manipuliert zu haben, weitete sich der Skandal schnell aus: Erst waren nur Volkswagenfahrzeuge in den USA betroffen, dann ging es plötzlich um VW-Autos weltweit. Auch die Dieselautos von Audi und Skoda sind den neuesten Meldungen zufolge von den Manipulationen betroffen, so dass die VW-Aktie mit horrenden Kursverlusten von über vierzig Prozent in wenigen Tagen eine Abwärtsspirale beim DAX auslöste und die anderen Auto-Werte mit in die Tief riss.

Statt Optimismus bestimmen nun Rezessionsängste die Kursentwicklung des DAX, der auch aus Sorge um die Rufschädigung der Marke „Made in Germany“ kräftige Abgaben verzeichnete. Hatte das deutsche Börsenbarometer, angetrieben vom Beginn der quantitativen Lockerung durch die Europäische Zentralbank (EZB), allein im ersten Quartal 2015 Kursgewinne von über 20 Prozent verzeichnet, fallen die Jahresperformancezahlen mittlerweile tiefrot aus und sprechen dafür, dass der DAX in diesem Jahr auf einen Jahresverlust zusteuert. Deutsche Aktien haben seit dem Allzeithoch im April 23 Prozent eingebüßt – es handelt sich um den schnellsten Rückgang in einem vergleichbaren Zeitraum seit Dezember 2011. Auch im Vergleich mit den anderen europäischen Börsen ist der DAX zurückgefallen: Im dritten Quartal ging es für deutsche Standardaktien um 13 Prozent abwärts, womit der Index mehr als jeder andere westeuropäische Markt verlor.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie weit kann der DAX noch fallen? Nachdem der DAX seine in 2015 zwischenzeitlich aufgelaufenen Kursgewinne komplett wieder abgegeben hat, ist bereits eine sehr kritische Marke erreicht. Trotzdem rechne ich damit, dass der Kursrutsch noch nicht sein Ende gefunden hat. So wird der VW-Skandal noch viel weitläufigere Auswirkungen auf den DAX haben: Rund 14 Prozent der für 2015 prognostizierten Gewinne im Index entfielen vor Bekanntwerden der Abgasmanipulationen auf die Volkswagen-Aktie, nun aber wird die gesamte Autobranche inklusive der Zulieferer in den Abgrund gezogen. Weitere Krisenherde im DAX sind die beiden Versorger RWE und E.on mit ihren zu niedrigen Atomrückstellungen sowie der unter sinkenden Rohstoffpreisen leidende Stahlkonzern ThyssenKrupp. Gemeinsam mit der nachlassenden Konjunkturdynamik in China erscheint mir die aktuelle Gemengelage kritisch genug, als dass beim DAX im laufenden Jahr mindestens noch ein Test der 9.000-Punkte-Marke anstehen wird. Von einem Wiedereinstieg in deutsche Aktien rate ich auf dem aktuellen Kursniveau hingegen ab.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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