SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Reicht es beim DAX noch zum Test des Allzeithochs?

06. April 2017 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: SJB Fonds in der PresseReicht es beim DAX noch zum Test des Allzeithochs? „Weniger als 150 Punkte fehlen dem DAX zur Wochenmitte, um sein altes Rekordhoch bei 12.391 Punkten von April 2015 zu testen. Doch kurz vor dieser wichtigen Hürde verließen den Deutschen Aktienindex die Kräfte: Zuletzt ist die Rekordmarke wieder aus dem Blick geraten“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Kursentwicklungen bei Deutschlands wichtigstem Aktienbarometer zusammen. „Dass der DAX einen Test der Rekordmarke nur um wenige Punkte verfehlte und danach wieder nach unten drehte, ist kein gutes Zeichen. Neue politische Krisenherde von Frankreich bis Nordkorea legen den Schwerpunkt wieder auf die Unterseite. Muss der Angriff auf das Allzeithoch beim DAX also wieder abgeblasen werden?“ Alle wichtigen Details dazu finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, der Dax hat seinen Aufwärtsschwung verloren, und dies nur wenige Punkte vor dem Allzeithoch von 12.391 Zählern. Bis auf 15 Punkte war das wichtigste Kursbarometer für den deutschen Aktienmarkt intraday schon an die Rekordmarke herangekommen, am Montagmorgen wurden 12.376 Punkte im Hoch erreicht. Doch anstatt den Rekordstand aus dem April 2015 jetzt schwungvoll in Angriff zu nehmen und zu überspringen, hat den DAX anscheinend der Mut verlassen. Das Rekordhoch gerät immer weiter aus dem Blick, am Mittwochnachmittag pendelt der Dax lustlos um die 12.250 Punkte. Ist der Test des Allzeithochs damit nur vertagt, oder überwiegen schon jetzt die Risiken auf der Unterseite?

Klar ist: In Sichtweite des Rekordstandes schon wieder nach unten abzudrehen und das All-Time-High nicht einmal ernsthaft zu testen, ist kein gutes Zeichen. Ob der DAX nun neue Kraft für einen weiteren Anlauf sammeln kann, ist zusehends unsicher, denn mittlerweile schieben sich eine ganze Reihe von politischen Risiken ins Blickfeld. Ein ganz wichtiges Ereignis ist dabei Donald Trumps Besuch bei Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking. Der Staatsbesuch besitzt große Brisanz, und dies wirtschaftlich genauso wie politisch. Bei den Wirtschaftsthemen wird es zwischen Trump und Xi um die Vorwürfe gehen, China halte seine Währung gezielt auf einem zu niedrigen Kursniveau und würde sich durch diese „Währungsmanipulationen“ unberechtigte Vorteile für seine Exportwirtschaft sichern. Zudem hat sich Chinas Regierung bereits in aller Schärfe gegen die von Trump anvisierten Handelsbeschränkungen und Importzölle ausgesprochen und sich selbst zum Verteidiger des weltweiten Freihandels hochstilisiert. Ob sich die beiden wirtschaftlichen Großmächte in ihrer Handelspolitik einigen können oder vielmehr auf Konfrontationskurs gehen, hat entscheidende Bedeutung für die globale Konjunktur und birgt Risiken für das Wachstum in den USA genauso wie das im Reich der Mitte.

Doch auch Nordkorea drängt auf die Tagesordnung. Im Umgang mit dem autoritären Regime, das mit immer neuen Raketentests provoziert, hat Trump ein hartes Vorgehen angekündigt und gedroht, „das Problem notfalls alleine zu lösen“. Für ein hartes Vorgehen gegen Nordkorea, das neben verschärften Sanktionen sogar Militärschläge bedeuten könnte, muss sich Trump aber im Vorfeld der Zustimmung Chinas versichern. Die nicht endenden Raketentests sowie das international verurteilte Atomprogramm der Nordkoreaner können die USA nicht dulden. Auch ist klar, dass China das Treiben der Nordkoreaner zunehmend kritisch beäugt. Ein militärisches Eingreifen der USA würde aber erhebliche Risiken für die politische Stabilität im asiatischen Raum bedeuten und auch wirtschaftlich zu negativen Konsequenzen führen – die Börsen sind gewarnt.

Als letztes politisches Risiko für die DAX-Entwicklung ist die richtungweisende Präsidentschaftswahl in Frankreich zu nennen, die bereits im Mai stattfinden wird. Marine Le Pen vom Front National hat das Zeug zu einem Schreckgespenst der Märkte, denn sie will als Präsidentin ihre Nation per Referendum über einen Austritt aus dem Euro und der Europäischen Union abstimmen lassen. Ein Startplatz für Le Pen bei der entscheidenden Stichwahl im Mai gilt als sicher, ein Sieg von ihr würde ein Beben an den Finanzmärkten und Aktienbörsen auslösen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Reicht es beim DAX noch zum Test des Allzeithochs? Der DAX zeigt sich wenige Punkte vor seinem Allzeithoch erstaunlich kraftlos, der erste Anlauf zum Test der Rekordmarke musste ergebnislos abgebrochen werden. Da die positiven Impulse von Seiten der Wirtschaftsdaten fehlen, rücken statt dessen die politischen Risiken ins Blickfeld. Diese sind mit einem möglichen Handelskrieg zwischen den USA und China, der Nordkorea-Problematik sowie den baldigen Präsidentschaftswahlen in Frankreich von erheblicher Tragweite. Gut möglich, dass der DAX „freiwillig“ den Rückwärtsgang einlegt, einen ernsthaften Test der Rekordmarke vermeidet und bereits jetzt gen Süden abdreht. Dies wäre ein charttechnisches Warnsignal, das die von der SJB schon länger befürchtete größere Korrekturbewegung einläuten könnte.

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