SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Muss man sich um Chinas Wirtschaftswachstum Sorgen machen?

16. Juli 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Muss man sich um Chinas Wirtschaftswachstum Sorgen machen? „Das fünfte Quartal in Folge hat sich das chinesische Wirtschaftswachstum ermäßigt; aktuell fällt es so niedrig wie seit zwanzig Jahren nicht mehr aus. Im zweiten Quartal 2013 erreichte das Plus beim chinesischen BIP mit 7,5 Prozent exakt die von der Regierung festgelegte Untergrenze“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen zusammen. Müssen sich Anleger nun ernste Sorgen um die Wirtschaftskraft vom Reich der Mitte machen, oder handelt es sich um eine gesunde Abschwächung eines zuvor arg überhitzten Wachstums? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, erste Wirtschaftsanalysten machen sich Sorgen um den Wirtschaftsgiganten China. Denn das chinesische Wirtschaftswachstum ist auf den tiefsten Stand seit 1991 gefallen: Im gerade abgelaufenen zweiten Quartal 2013 betrug es lediglich 7,5 Prozent. Dies sind 0,2 Prozentpunkte weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres, als noch ein BIP-Plus von 7,7 Prozent erreicht wurde. Zudem entspricht es genau der Wachstumszahl, die von Chinas Regierung wie auch von zahlreichen Ökonomen als Untergrenze für ein ausreichendes Wachstum angesehen wird. Denn China muss wachsen, um der vom Land in die Städte strömenden Bevölkerung ausreichend neue Arbeitsplätze zu bieten und zugleich für eine stetige Verbesserung der Lebensbedingungen zu sorgen.

Klar ist jedenfalls: Die Volksrepublik China verzeichnet das geringste Quartalswachstum seit zwei Jahrzehnten. Wie das Statistikamt in Peking mitteilte, haben sich im zweiten Quartal 2013 unter anderem die Industrieproduktion, die Investitionstätigkeit sowie weitere wichtige Indikatoren wie die Exporte abgeschwächt. Die Binnenkonjunktur und der Einzelhandel zeigten sich hingegen stabil. Es ist bereits das fünfte Quartal in Folge, in dem sich die Konjunktur der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft abkühlt.

Wie bedenklich sind diese Zahlen nun? Als Wachstumsziel für das Gesamtjahr 2013 hatte Chinas Regierung einen BIP-Zuwachs von 7,5 Prozent ausgegeben. Damit haben die jüngsten Zahlen die Zielvorgabe exakt erreicht, liegen aber unterhalb der aktuellen Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), die China ein Konjunkturplus von 7,8 Prozent voraussagt. Zudem hatte die IWF-Schätzung im April noch bei 8,1 Prozent gelegen.

Muss sich also die deutsche Exportindustrie Sorgen machen, für die China ein wichtiger Absatzmarkt ist, und sich auf geringere Zuwächse einstellen? Dass die sich abkühlende chinesische Konjunktur deutliche Auswirkungen auf den Rest der Welt hat, zeigte sich zuletzt schon am Rohstoffmarkt, wo sich die Preise für wichtige Rohstoffe wie Eisenerz oder Kupfer abgeschwächt haben. Doch das verringerte chinesische Wirtschaftswachstum hat auch seine positiven Seiten für die Ökonomie als Ganzes. Denn die chinesische Regierung versucht derzeit, das Entstehen einer Blase am Immobilienmarkt zu verhindern und geht zu diesem Zweck gegen eine allzu lockere Kreditvergabe vor. Diese strengeren Kreditrichtlinien treffen auch andere Unternehmen in China, die sich weniger leicht zusätzliche Gelder besorgen können. Auch wenn dieses Vorgehen von Regierung und Zentralbank kurzfristig für gewisse Liquiditätsengpässe gesorgt hat und sogar Berichte über eine chinesische Kreditklemme heraufbeschworen hat, steht es doch ganz im Einklang mit dem langfristigen, sehr positiv zu beurteilenden Reformkurs, den das Land angekündigt hat. Dieser strebt ein nachhaltigeres, vom heimischen Konsum angetriebenes Wachstum an, anstatt überwiegend durch Exporte und ausländische Investitionen zu wachsen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Muss man sich um Chinas Wirtschaftswachstum Sorgen machen? Dass man sich keine ernsthaften Sorgen um Chinas Konjunktur machen braucht, sieht man bereits daran, wenn man die absolute Höhe des BIP-Zuwachses mit den Wachstumsraten anderer Länder vergleicht. Praktisch jede große Volkswirtschaft in Europa, Amerika und auch in Asien wäre froh, wenn sie ein Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent erreichen würde. Nach einer langen Boomphase ist eine gewisse Abschwächung des chinesischen Wachstums völlig normal und zudem ein Zeichen dafür, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft in eine neue Phase der wirtschaftlichen Entwicklung einschwenkt. Gelingt es Chinas Regierung tatsächlich, das Land auf einen stärker am Binnenkonsum und der Nachfrage der eigenen Bevölkerung ausgerichteten Wachstumspfad zu bringen, ist dies langfristig für die übermäßig auf Exporte angewiesene chinesische Wirtschaft ein großes Plus. Dann können es ruhig ein paar Prozentpunkte weniger beim dafür nachhaltigeren und weniger schwankungsanfälligen Wirtschaftswachstum sein!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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