SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sind Chinas Wirtschaftsdaten Anlass zur Sorge?

15. April 2015 von um 15:15 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sind Chinas Wirtschaftsdaten Anlass zur Sorge? „Die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftszahlen aus dem Reich der Mitte sind enttäuschend ausgefallen. Die chinesischen Exporte brachen im März um 15 Prozent ein, zugleich ging das BIP-Wachstum im ersten Quartal auf 7,0 Prozent zurück“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Meldungen aus der Volksrepublik zusammen. Im Kontrast hierzu steht der fortgesetzte steile Kursanstieg an den Börsen in Shanghai und Hongkong. Baut sich hier Konfliktpotenzial auf, wenn Wirtschaftszahlen und Kursentwicklung in China weiter so auseinanderklaffen? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, am Montag begann der Reigen an schwachen Wirtschaftszahlen aus der Volksrepublik China. Hier wurde bekannt, dass die chinesischen Exporte im März um satte 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind. Es handelt sich um das stärkste Minus bei Chinas Ausfuhren seit rund einem Jahr, das zudem in starkem Kontrast zur Konsensschätzung der Analysten steht, die mit einem Anstieg um 12 Prozent kalkuliert hatten. Die Gründe für den überraschenden Einbruch: Die globale Nachfrage nach Gütern aus China fiel deutlich schwächer als erwartet aus, auch der gestiegene Kurs des chinesischen Yuan machte sich negativ bemerkbar. Die schwachen Wirtschaftszahlen gaben den konjunkturellen Sorgen im Reich der Mitte sogleich neue Nahrung: Die Weltbank korrigierte ihre Wachstumsprognose nach unten und erwartet nur noch einen Anstieg von Chinas Wirtschaftsleistung für 2015 von 7,1 Prozent, der im kommenden Jahr auf 7,0 Prozent zurückgehen soll. Der Vergleich mit den 2014er-Zahlen von 7,4 Prozent, die bereits das schwächste chinesische BIP-Wachstum seit 24 Jahren markierten, offenbart die ganze Problematik.

Dass die Weltbank mit ihrer Verringerung der Wachstumsprognose völlig richtig lag, zeigten sodann Chinas Wachstumszahlen für das erste Quartal, die zur Wochenmitte veröffentlicht wurden: Das chinesische Bruttoinlandsprodukt legte in den ersten drei Monaten 2015 um lediglich 7,0 Prozent zu und verzeichnete damit seine niedrigste Wachstumsrate seit sechs Jahren. Die weitere Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China wird von Expertenseite auf die globale Konjunkturflaute sowie die Verteuerung chinesischer Exporte durch die Währungsentwicklungen zurückgeführt. Die große Frage ist jetzt: Hält der Abwärtsdruck weiter an?

Für weiterhin eingetrübte Wachstumsaussichten im Reich der Mitte spricht die dritte Zahl, die im Verlauf dieser Woche von Chinas Statistikbehörde veröffentlicht wurde: Die chinesische Industrieproduktion legte im März um 5,6 Prozent zu und verzeichnete damit den niedrigsten Zuwachs seit der globalen Finanzkrise 2008. Auch hier wurde die Analystenschätzung klar verfehlt, die einen Anstieg von 6,9 Prozent prognostiziert hatte. Chinas Wirtschaftsdaten zeigen: Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt leidet zunehmend unter dem schwächelnden Binnenkonsum genau wie dem sich abkühlenden Immobilienmarkt.

Doch was machen die chinesischen Investoren? Trotz enttäuschender Zahlen und abgesenkter Wachstumsprognosen sind die Zuflüsse in Chinas Aktienmarkt auf ein Rekordniveau gestiegen. Chinas Anleger, die auf dem Immobiliensektor kaum noch Renditechancen erblicken, steigen massiv in börsennotierte Wertpapiere ein. Die Aktienkurse in Shanghai und Hongkong sind auf den höchsten Stand seit sieben Jahren gestiegen, angeheizt wird die Börsenhausse zudem durch eine lockere Geldpolitik der chinesischen Zentralbank sowie die Hoffnung auf neue Konjunkturmaßnahmen der Regierung.

SJB FondsSkyline. Fazit. Sind Chinas Wirtschaftsdaten Anlass zur Sorge? Durch die Decke schießende Aktienkurse in einem Moment, wo das chinesische Bruttoinlandsprodukt die niedrigste Wachstumsrate seit 24 Jahren verzeichnet – eine solch extreme Divergenz kann nicht lange Bestand haben. Doch noch sind keine nennenswerten Ermüdungserscheinungen an Chinas Börsenplätzen erkennbar, die auf die schwachen Wirtschaftsdaten nur mit einem moderaten Kursrücksetzer reagierten: Der Shanghai A Index bewegte sich weiter klar über der 4.000-Punkte-Marke und büßte lediglich gut ein Prozent ein. Noch besser sah es beim Hang Seng Index in Hongkong aus: Dieser hielt sich mit über 27.600 Zählern sogar leicht im Plus, da die fortgesetzt hohen Kapitalzuflüsse von Investoren aus Zentralchina den Abgabedruck kompensierten. Auf dem jetzigen Kursniveau rate ich allen FondsAnlegern mit größeren Positionen in China-Fonds, ihre Gewinne mitzunehmen, bevor ein großer Kursrutsch einsetzt. Die in China festzustellende Diskrepanz zwischen boomenden Börsen und schwachen Wirtschaftszahlen kann auf Dauer nicht gutgehen!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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