SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Geht jetzt Chinas Aktienmarkt auf Talfahrt?

01. Juli 2015 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Geht jetzt Chinas Aktienmarkt auf Talfahrt? „Der chinesische Aktienmarkt, repräsentiert durch den Shanghai A Index für Unternehmen vom Festland, hat in den letzten Tagen massive Kursverluste verzeichnet. Vom Mitte Juni erreichten Hoch bei 5.411 Punkten ist das Kursbarometer auf bis zu 4.245 Zähler zurückgefallen – die größten Kursverluste auf Zwei-Wochen-Sicht seit fast zwanzig Jahren“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Ereignisse aus dem Reich der Mitte zusammen. Ist ein fortgesetzter Crash der chinesischen Börsen zu befürchten, oder stellt der jüngste Kursrücksetzer bereits wieder eine Einstiegsgelegenheit für langfristige Investoren dar? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die chinesischen Aktienmärkte haben in der vergangenen Woche ihre Talfahrt nicht nur fortgesetzt, sondern nochmals beschleunigt. Rund 1.200 Punkte im Tief gab der Shanghai A Index innerhalb von gerade einmal zwei Wochen ab, nachdem er Mitte Juni noch ein frisches Fünfjahreshoch bei 5.411 Zählern markiert hatte. Erst am Dienstag gab es eine erste Gegenbewegung nach dem kräftigen Kursverfall: Der Index konnte sich über ein Plus von +5,52 Prozent bzw. 234 Punkten freuen.

Trotzdem löst die rasante Talfahrt an Chinas Aktienmärkten Ängste aus. Denn selbst die Zinssenkung der chinesischen Notenbank vom Wochenende konnte den Kursverfall nicht bremsen. Die People’s Bank of China (PBoC) hatte den Leitzins um 25 Basispunkte auf jetzt 4,85 Prozent zurückgenommen und verkündet, damit die Konjunktur ankurbeln zu wollen. Doch die bereits vierte Zinssenkung seit November 2014 verpuffte größtenteils an den Märkten. Der Grund: Das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik China als zweitgrößter Volkswirtschaft der Welt hat sich zuletzt auf 7,4 Prozent abgekühlt – die geringste Wachstumsrate seit 24 Jahren.

Die stärksten Kursverluste an der Shanghaier Börse innerhalb von 14 Tagen seit dem Jahre 1996 haben dazu geführt, dass der dortige Index für die überwiegend von Chinesen gehandelten A-Aktien seit dem Hoch am 12. Juni über 20 Prozent verloren hat. Bleibt das Minus dauerhaft unter der magischen 20-Prozent-Marke, so ist der Shanghai A Index damit offiziell in den Bärenmarkt übergegangen, was wiederum charttechnisch orientierte Investoren zu neuen Verkäufen animieren würde. Schon jetzt verunsichert der Rückgang um rund 20 Prozent viele Privatanleger, zumal Chinas Markt oft technisch getrieben ist. Marktbeobachter berichten, dass Investoren die jüngste Zinssenkung überwiegend als Gelegenheit benutzt hätten, um Gewinne mitzunehmen. Problematisch ist dabei, dass es keine klaren Anzeichen für eine Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft gibt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im zweiten Quartal mit einem Zuwachs von unter sieben Prozent enttäuschen, Ökonomen sind unsicher, ob es im dritten Quartal zu einer Gegenbewegung kommt.

Blickt man auf das Bewertungsniveau der chinesischen Aktientitel, so lassen sich die warnenden Stimmen verstehen, nach deren Einschätzung Chinas Aktienmarkt in einer Blasenbildung befindlich sei. Denn an den Festlandbörsen im Reich der Mitte sind die Aktien im Mittel mit dem 82-fachen der Gewinne bewertet – ein höheres Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als am bisherigen Allzeithoch des Marktes aus dem Jahr 2007. Verglichen mit dem 21er-KGV, das aktuell die US-amerikanischen Börsen aufweisen, ist die Bewertung ohnehin äußerst ambitioniert.

SJB FondsSkyline. Fazit. Geht jetzt Chinas Aktienmarkt auf Talfahrt? Die Gegenbewegung des Shanghai A Index vom Dienstag hat knapp verhindert, dass das Kursbarometer Verluste von über zwanzig Prozent seit seinem jüngsten Verlaufshoch ausgebildet hat. Damit konnte es der chinesische Aktienmarkt noch einmal so gerade vermeiden, offiziell in die Baisse abzurutschen und sich auch charttechnisch als Bärenmarkt zu etablieren. Mit dem Kursminus von derzeit 17,2 Prozent besteht jedoch schon beim nächsten schlechten Tag die Möglichkeit, dass der Index in den breiten Abwärtstrend übergeht. Investoren sollten sich angesichts der hohen Volatilität, die Chinas Aktienmarkt derzeit prägt, trotz optisch günstiger Kurse mit neuen Engagements zurückhalten. Für Anleger mit einem mittel- bis langfristigen Investmenthorizont könnten jedoch bald Kursniveaus erreicht werden, die zu einem ersten Positionsaufbau einladen. Denn wenn das Mega-Projekt der „Neuen Seidenstraße“ bald Realität wird, sind Chinas Unternehmen die ersten, die von den neuen Transportwegen und der so entstehenden riesigen Wirtschaftszone profitieren!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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