SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie will China die Finanzbranche stärker regulieren?

15. März 2018 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: SJB FondsSkyline OHG 1989. PortfolioManagement. Antizyklisch.Wie will China die Finanzbranche stärker regulieren? „Immer wieder gibt es Berichte über eine in China drohende Bankenkrise. Nun will Chinas Regierung handeln und eine stärkere Regulierung der Finanzbranche in die Wege leiten. Chinas Staatspräsident Xi Jinping plant, Ministerien und Aufsichtsbehörden zusammenzulegen und die Rolle der Zentralbank zu stärken“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen im „Reich der Mitte“ zusammen. „Kann so die Gefahr einer von China ausgehenden Finanzkrise eingedämmt werden?“ Alle Details zu dieser spannenden Thematik finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, um die immer wieder beschworene Gefahr einer Finanzkrise in China zu dämpfen, will Chinas Präsident Xi Jinping nun handeln und die Finanzbranche im „Reich der Mitte“ stärker regulieren. Im Einzelnen hat China hat den größten Umbau von Regierungseinrichtungen seit Jahren angekündigt. Laut der Pläne, die am Dienstag den Delegierten des Volkskongresses in Peking vorgelegt wurden, soll die Zahl der Ministerien und Aufsichtsbehörden von bisher 34 auf 26 zusammengestrichen werden.

Weiter geplant ist die Zusammenlegung der Banken- und Versicherungsaufsicht. Ein wichtiger Bestandteil des Reformprogramms ist zudem eine Stärkung der Rolle der chinesischen Zentralbank. Die „People‘s Bank of China (PBoC) soll mehr Macht erhalten, um so dem Ziel näherzukommen, die Risiken innerhalb der umgerechnet 43 Billionen US-Dollar schweren Banken- und Versicherungsbranche einzudämmen.

Einer bei der Nachrichtenagentur Bloomberg verbreiteten Meldung zufolge schätzen globale Hedge-Fonds-Manager die finanziellen Gefahren in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt als sehr hoch ein. In den letzten Jahren hätten eine stetig wachsende Verschuldung und explodierende Vermögenswerte auf eine zunehmende Zahl von Schattenbanken hingedeutet, so die Einschätzung der Marktexperten. Auch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat in einer aktuellen Studie China zu den am stärksten von einer Bankenkrise bedrohten Volkswirtschaften gezählt. Die BIZ-Experten hatten in diesem Kontext diverse Frühwarnindikatoren einschließlich der neuen Kredite von Privathaushalten ausgewertet.

Nun aber soll sich eine neu geschaffene Aufsichtsbehörde in China darauf konzentrieren, das Wachstum von Vermögensverwaltungs- und Treuhandfonds sowie den Interbankenhandel zu regulieren. Außerdem sollen Daten einzelner Institute erhoben werden, um die Stabilität des Finanzsystems zu überwachen.

Die Ankündigung neuer Kontrollbehörden in Chinas Finanzsystem ist ein Schritt in die richtige Richtung, um der immer wieder kolportierten Gefahr einer von der Volksrepublik ausgehenden Finanzkrise entgegenzutreten. Zugleich stärkt die Kommunistische Partei Chinas damit ihren Zugriff auf staatliche Institutionen. Diese Tendenz geht mit den jüngsten politischen Entwicklungen konform: Erst am Sonntag hatte die Delegierten des Volkskongresses dafür gestimmt, die Verfassung zu ändern, um die Amtszeitbeschränkung für Präsident Xi Jinping aufzuheben. Die Umstrukturierung werde die Regierung in Bereichen wie Wirtschaftsmanagement, Marktaufsicht, Sozialmanagement und Umweltschutz stärken, ließ Staatsrat Wang Yong gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua verlauten.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie will China die Finanzbranche stärker regulieren? Eine Straffung der für die Aufsicht zuständigen Ministerien und Aufsichtsbehörden, eine Stärkung der Rolle der chinesischen Zentralbank sowie eine Fusion der Banken- und Versicherungsaufsicht – mit diesen Maßnahmen macht Chinas Staatspräsident Xi Jinping Ernst, um einer in der Volksrepublik drohenden Banken- bzw. Finanzkrise zu begegnen. Die schärfere Regulierung soll dazu dienen, das Vertrauen in Chinas Finanzbranche zu festigen und damit auch Chinas Börsen weiteren Auftrieb geben. Ein derart entschiedenes Durchgreifen im Banken- und Versicherungssektor würde man sich oft auch innerhalb der Europäischen Union wünschen, wo viele der in der Finanzkrise gefassten guten Vorsätze mit Blick auf Regulierung und Kontrolle längst wieder über Bord geworfen wurden!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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