SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie teuer wird der Brexit für die Briten wirklich?

04. Mai 2017 von um 13:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie teuer wird der Brexit für die Briten wirklich? Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.„Erst geisterte eine Summe von 60 Milliarden Euro als ‚Austrittsrechnung‘ für die Briten durch den Raum, nun wurden die von Großbritannien für den ‚Brexit‘ zu zahlenden Kosten mal so eben auf 100 Milliarden Euro erhöht. In jedem Fall handelt es sich um einen horrenden Betrag, den die Briten meiner Einschätzung nach nicht willens zu bezahlen sind“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um die Kostenrechnung für den Brexit zusammen. „Auch wenn die EU-Kommission offiziell keine konkrete finanzielle Forderung nennt und betont, erst einmal die Methoden der Abrechnung klären zu müssen, können die finanziellen Konsequenzen des Brexit für Großbritannien leicht einen dreistelligen Milliardenbetrag ausmachen.“ Alles Weitere zu diesem kontroversen Thema findet sich hier.

Liebe FondsBlogger, es ist der Hauptstreitpunkt bei den kommenden Brexit-Verhandlungen und das Thema, bei dem Konflikte in den Austrittsgesprächen vorprogrammiert sind: die Höhe der „Austrittsrechnung“, die den Briten für den Brexit präsentiert wird. Zuletzt gab es Meldungen, die Schlussrechnung für das Vereinigte Königreich könnte bei 100 Milliarden Euro liegen – 40 Milliarden mehr als bisher gedacht. Die „Financial Times“ berichtete von einer „Brexit-Rechnung“ für die Regierung in London in dieser Höhe und fachte damit die Spekulationen an. Ein Sprecher von EU-Chefunterhändler Michel Barnier wollte diese Summe zwar nicht bestätigen, betonte aber, dass Experten interne Berechnungen anstellten. Die technischen Arbeiten würden andauern und auf „objektiven und nachprüfbaren Daten“ beruhen, erklärte Barniers Sprecher. In diesem Zusammenhang würden in der Öffentlichkeit jedoch keinerlei Zahlen diskutiert.

Nach eigenen Angaben will die EU-Kommission ohne eine festgelegte Summe für die Kosten des britischen EU-Austritts in die Verhandlungen mit der Regierung in London gehen. Vielmehr sollte es zunächst Gespräche über die Methode der finanziellen Abrechnung geben, heißt es in den am Mittwoch veröffentlichten Empfehlungen der Brüsseler Behörde an die EU-Staaten. Die Richtlinien-Empfehlungen sollen die rechtliche Grundlage für die EU-Kommission bilden, die Verhandlungen mit der britischen Regierung zu führen. Wichtig dabei: Die EU-Kommission will die Verbindlichkeiten für Großbritannien, die sich aus der Beendigung der Mitgliedschaft des Königreichs in der Staatengemeinschaft ergeben, in Euro und nicht etwa in Pfund festsetzen.

Weitere konkrete Forderungen der EU-Kommission: Das Vereinigte Königreich müsse die spezifischen Kosten des Austrittsprozesses wie die Verlagerung der Agenturen oder anderer Einrichtungen der Union vollumfänglich tragen. Zudem solle das Austrittsabkommen einen Zeitplan für die jährlichen Zahlungen Großbritanniens enthalten. Größter Streitpunkt dürfte aber die Brexit-Schlussrechnung für das Vereinigte Königreich nach mehr als 40 Jahren EU-Mitgliedschaft bleiben, die bislang auf rund 60 Milliarden Euro taxiert wurde. Hauptbestandteil der Forderungen sind Pensionsansprüche und Anteile an EU-Projekten, die über das voraussichtliche Jahr des britischen EU-Austritts 2019 hinausreichen. Zur Erhöhung der Brexit-Rechnung auf nunmehr 100 Milliarden Euro kommt es der „Financial Times“ zufolge, weil Deutschland und Frankreich nun weitere mögliche Kostenposten einschließen wollen.

Dabei soll es um Haushaltsverpflichtungen, Zusagen gegenüber EU-Institutionen sowie Pensionskosten für Beamte gehen. Neu hinzu gekommen sind nach Angaben der „FT“ auch Agrarhilfen für die Zeit nach dem Brexit sowie EU-Verwaltungsgebühren für 2019 und 2020. In jedem Fall dürfte die Schlussrechnung ein Hauptstreitpunkt in den Brexit-Gesprächen werden, die nach der britischen Parlamentswahl am 8. Juni beginnen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie teuer wird der Brexit für die Briten wirklich? Nachdem die EU-Verhandlungsführer ihre Kalkulation überarbeitet haben und nunmehr die maximale Forderung von bis zu 100 Milliarden Euro stellen, sind heftige Konflikte unausweichlich. Der britische Brexit-Minister David Davis hat bereits in einem Fernsehinterview betont, dass Großbritannien eine so hohe Summe nicht zahlen werde. Das Land bezahle nur das, wozu es gesetzlich verpflichtet sei, und nicht etwa das, was die EU wolle, sagte der Politiker dem Sender ITV. Die Briten sehen sich in den Verhandlungen nicht als Bittsteller, doch letztlich sind sie es, die austreten wollen, und müssen es der EU überlassen, welche Methode für das Erstellen der Brexit-Rechnung angewendet wird. Knackpunkt in den Verhandlungen scheint ohnehin der künftige Status der in Großbritannien lebenden EU-Bürger zu sein. Zeigt sich die britische Seite in dieser Hinsicht kompromissbereit, ist auch von Seiten der EU-Kommission mit finanziellen Zugeständnissen zu rechnen.

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