SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist der Boom der Kryptowährungen schon wieder vorbei?

25. Januar 2018 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist der Boom der Kryptowährungen schon wieder vorbei? „Zum Jahresauftakt stehen die Kryptowährungen unter erheblichem Abgabedruck – so hat der Bitcoin von seinem Anfang Januar erreichten Jahreshoch von über 14.000 Euro schon mehr als 5.000 Euro verloren und ist noch unter die 9.000-EUR-Marke gefallen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, die jüngsten Kursentwicklungen im Bereich der virtuellen Währungen zusammen. „Auch der Ethereum zeigte sich kaum stärker, verlor gleich zum Wochenauftakt über fünf Prozent und rutschte unter die psychologisch wichtige 1.000-USD-Marke. Hat die Kernschmelze im Bereich der Kryptowährungen bereits begonnen, ist der Boom schon wieder vorbei? Alle Details zu diesem spannenden Thema finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, der Hype um die Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum bestimmte über die letzten Monate die Schlagzeilen nicht nur in der Finanzpresse, sondern auch im Bereich der breiter aufgestellten Medien. Doch nun geht es den Kunstwährungen an den Kragen: Nachdem im letzten Moment noch viele Anleger auf den längst fahrenden Zug aufgesprungen sind, hat ein massiver Kursverlust bei Bitcoin und Co. eingesetzt: Keine zwei Wochen nach dem letzten starken Einbruch stehen die digitalen Währungen schon wieder unter erheblichem Druck. Die kurzfristigen Prognosen der Marktexperten sehen Kurseinbußen zwischen 50 und 90 Prozent voraus. Was sind die Gründe für diesen extremen Kursrutsch?

Einen Zusammenhang sehen Analysten mit der gerade getätigten Ankündigung Südkoreas, dieses Jahr bis zu 24,2 Prozent Steuern von den Börsen für Kryptowährungen zu kassieren. Auch andere asiatische Staaten wollen strenger gegen die Handelsplätze für die virtuellen Währungen vorgehen.

Ein weiterer möglicher Grund für den Kurseinbruch sind die Äußerungen des Wall-Street Experten Peter Boockvar. Der Chief Investment Officer der Bleakley Advisory Group hatte gesagt, er gehe davon aus, dass es Bitcoins voraussichtlich noch lange geben werde, aber zu einem deutlich niedrigeren Preis. In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC prognostizierte Boockvar einen Einbruch von 70 bis 90 Prozent: „Ich würde mich nicht wundern, wenn der Bitcoin im kommenden Jahr auf 1.000 bis 3.000 Dollar fällt“, so die Einschätzung des Marktexperten.

Eine Korrekturbewegung beim Preis von Bitcoin und Ethereum ist ohnehin überfällig, denn die Kurszuwächse bei Kryptowährungen waren im vergangenen Jahr enorm: Der Bitcoin legte in der Spitze um 2.000 Prozent auf knapp 20.000 US-Dollar zu, andere Kryptowährungen wie Ripple oder Ethereum verzeichneten gar noch steilere Preisanstiege. Die nicht mehr nachvollziehbare und jeder fundamentalen Logik entbehrende Kursentwicklung wirft die Frage auf, ob die digitalen Währungen nur eine Blase sind, die bald platzt, und ob sie sich als Zahlungsform oder Investment überhaupt auf Dauer behaupten können. Der jüngste Boom der Kryptowährungen kam auf, als einzelne Investmentbanken und Geldhäuser der Wall Street damit begannen, ihre Ignoranz gegenüber den Kryptovaluten aufzugeben. Nicht zuletzt auf Druck ihrer Kunden öffneten sich einzelne Banken gegenüber Bitcoins und weiteren Digitalwährungen und machten diese in Form von Futures und anderen Finanzinstrumenten handelbar.

Doch genau hier liegt ein massives Problem: Noch sind die Kryptowährungen in den meisten Ländern weitgehend unreguliert, Fragen von Haftung und Anlegerschutz sind völlig ungeklärt. Die Ursprungsidee der Schaffung von Parallelwährungen, die nicht von Zentralbanken abhängig sind, will sich staatlicher Kontrolle ja gerade entziehen.

Nun erst beginnen staatliche Stellen damit, sich dem Thema der Kryptowährungen zu widmen und auch steuerliche Aspekte zu berücksichtigen – mit Erfolg: Denn allein im Jahr 2017 könnten die Kursgewinne aus Geldanlagen in Bitcoins und anderen Kryptowährungen dem Bund zusätzliche Steuereinnahmen von 726 Millionen Euro bescheren. Steuerlich ist es so, dass die digitalen Währungen nicht der bei Aktien und Anleihen üblichen Abgeltungsteuer von 25 Prozent unterliegen, sondern mit dem meist höheren persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden müssen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist der Boom der Kryptowährungen schon wieder vorbei? Die Erkenntnis vieler Anleger, dass sie die Einkünfte aus den Anlagen in Kryptowährungen steuerlich ermitteln und offenlegen müssen, dürfte ein weiterer Grund für die abnehmende Bitcoin-Begeisterung sein. Viele Privatinvestoren müssen aufpassen, um Ärger mit dem Fiskus zu vermeiden: Aufgrund der enormen Kurssteigerungen in 2017 sind hinsichtlich des Steuerstrafrechts schnell signifikante Beträge erreicht. Wird eine staatliche Regulierung der Krypto-Handelsplätze Realität und auch die Besteuerung von Krypto-Währungsgewinnen offiziell geregelt, dürfte der ohnehin schon kränkelnde Boom der Kunstwährungen vollends zum Erliegen kommen. Zum Vermögensaufbau und -erhalt bietet sich für den Privatanleger ohnehin nur das gesetzlich geschützte Sondervermögen der Investmentfonds, nicht aber eine von den Medien hochgejubelte Kunstwährung ohne jeden fundamentalen Wert an.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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