SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sollten Bargeldzahlungen ab 5.000 Euro verboten werden?

03. Februar 2016 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Sollten Bargeldzahlungen ab 5.000 Euro verboten werden? SJB Fonds Echo. Analysiert.„Die Bundesregierung hat Pläne, die Barzahlung von großen Beträgen über 5.000 Euro in Deutschland zu verbieten – eine Maßnahme, die angeblich zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung dienen soll. Kritiker sehen darin jedoch einen Angriff auf die bürgerliche Freiheit oder eine neue Stufe im Kontrollwahn des Staates“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Korschenbroich, die jüngsten Diskussionen um ein „Bargeldverbot“ zusammen. Ist eine solche Maßnahme sinnvoll, oder gibt es nicht offen kommunizierte Hintergedanken, um eine schleichende Abschaffung des Bargelds durchzusetzen? Weitere spannende Details zu diesem kontroversen Thema finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die einen sehen ihre persönliche Freiheit bedroht, die anderen sehen einem Verbot, Rechnungen über 5.000 Euro nicht mehr mit Bargeld bezahlen zu können, gelassen entgegen. In jedem Fall kochen die Emotionen hoch, wenn es um die Abschaffung eines geliebten Privilegs der Deutschen geht: Das Recht und die Freiheit, auch große Beträge in bar zu bezahlen und damit keine Spuren im digitalen Raum zu hinterlassen.

Doch die Bundesregierung will dieses Privileg kippen und plant ganz konkret, Bargeldzahlungen ab 5.000 Euro zu verbieten. Wer eine Rechnung in Höhe von 5.001 Euro mit „echten“ Geldscheinen bezahlen will, sähe sich sofort dem Verdacht ausgesetzt, Geld waschen zu wollen oder in kriminelle Aktivitäten verstrickt zu sein. Doch bei einem Autokauf oder größeren Handwerkerrechnungen ist schnell ein solcher Betrag erreicht – Fahrer von Mittelklassewagen oder Eigenheimbesitzer wissen, wovon ich rede. Kommt also die Bargeldgrenze von 5.000 Euro, würde auf einen Schlag ein Großteil der deutschen Bevölkerung kriminalisiert und des Grundrechts beraubt, Beträge in beliebiger Höhe auch in beliebiger Form bezahlen zu können. Völlig zu Recht laufen Verbraucherschützer Sturm, denn diese Maßnahme wäre der nächste Schritt in die vollständige Kontrolle. Alle Belange des Datenschutzes würden komplett über den Haufen geworfen, wenn sich aufgrund der elektronischen Dokumentation zukünftig alle größeren Transaktionen jedes einzelnen Bürgers vollständig nachvollziehen ließen. Ein gefundenes Fressen für Versicherungen, Auskunfteien und Kreditvermittler, die sich für die so gesammelten Daten brennend interessieren dürften.

In diesem Zusammenhang geht es also gar nicht um die Freiheit, eine Rechnung in beliebiger Form zu bezahlen, sondern vielmehr um die weit wichtigere Freiheit, keine Spuren bei der Abwicklung letztlich alltäglicher Transaktionen zu hinterlassen. Diese Einschränkung ist weit gravierender als die erstere und in einer Zeit, wo nicht nur im Internet Unmengen von Daten über persönliche Vorlieben und getätigte Käufe erhoben werden, das eigentliche Problem.

Letztlich ist das Barzahlungsverbot für größere Beträge nur der erste Schritt zu einer vollständigen Abschaffung des Bargelds, die erst recht einen massiven Eingriff in die bürgerliche Freiheit darstellen und in letzter Instanz eine vollständige Rekonstruierbarkeit der finanziellen Transaktionen jedes Einzelnen mit sich bringen würde. Doch in der heißen Diskussion um Bargeld und elektronische Transaktionen wird eine Sache noch viel zu wenig beachtet: Durch die Beschränkung des Umlaufs von Bargeld wird der finanziellen Repression insofern Tür und Tor geöffnet, als dass ein Negativzins in diesem Falle weit besser durchzusetzen ist. Denn wer Bargeld hat oder hortet, ist von dem immer weiter um sich greifenden Negativzins nicht betroffen: Physisch vorhandene Geldscheine büßen nichts von ihrem (Nominal)wert ein, sie können vom Gesetzgeber nicht so einfach entwertet werden. Ein großer Vorteil für alle Bargeldliebhaber, die nun fürchten, dass im Falle negativer Zinsen für Privatleute ihre Kontoguthaben an Wert verlieren.

SJB FondsSkyline. Fazit. Sollten Bargeldzahlungen ab 5.000 Euro verboten werden? Kommt das Barzahlungsverbot für größere Beträge, wird es immer unattraktiver, Bargeld zu Hause zu horten – man könnte schlicht und ergreifend die gesammelten Barreserven nicht in ausreichender Form wieder ausgeben. So werden Investoren wie Privatanleger vermehrt dazu gedrängt, ihr Geld auf Bankkonten zu verwahren – wo der deutsche Staat dann in baldiger Zeit ungehindert seine Strafzinsen abbuchen kann, um die von der Europäischen Zentralbank hemmungslos aufgeblasene Geldmenge wieder zu verringern. Genau dies scheint mir der eigentliche Grund für die geplante Abschaffung des Bargelds zu sein, zu der wiederum die Einführung einer Barzahlungsgrenze von 5.000 Euro den ersten Schritt darstellt. Ist erst einmal die Mehrheit des Geldes nur noch virtuell vorhanden, kann der Staat schnell und ohne Hindernisse einen immer weiter steigenden Negativzins abbuchen und so Anleger wie Privatleute zur „Lösung“ der Finanz- und Staatsschuldenkrise enteignen.

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