SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bleibt die Aufwertungsphantasie der Dänenkrone erhalten?

04. März 2015 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Bleibt die Aufwertungsphantasie der Dänenkrone erhalten? „Nach der massiven Aufwertung des SJB FondsSkyline OHG 1989. PortfolioManagement. Antizyklisch.Schweizer Franken zum Euro, die nach dem plötzlichen Ende der Marktinterventionen der SNB auftrat, hatten Devisenanalysten den nächsten Kandidaten für kräftige Kurssteigerungen ausfindig gemacht: Die Dänenkrone, die gleichfalls von ihrer Notenbank in einem festen Wechselkursband zum Euro gehalten wird“, rekapituliert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen an den globalen Devisenmärkten. „Doch in den letzten Wochen ist genau das Gegenteil passiert: Die dänische Krone hat an Wert gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung verloren, das Währungspaar EUR/DKK strebte nach Norden.“ Ist damit die Spekulation hinfällig geworden, dass Dänemark seine Währung freigeben wird und eine Aufwertung der Dänenkrone zum Euro bevorsteht? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die Kursbewegungen am Devisenmarkt haben Währungsanalysten wie Investoren in den letzten Wochen Rätsel aufgegeben. Die dänische Krone (DKK), der allerorten Aufwertungspotenzial gegenüber dem immer weicheren Euro zugeschrieben wird, hat nicht etwa an Wert gewonnen, sondern Kursverluste verzeichnet. Aktuell bewegt sich das Währungspaar EUR/DKK, das im Zuge der Kursturbulenzen Mitte Januar im Tief bis 7,4075 zurückgefallen war, wieder oberhalb der 7,46er-Marke und damit in der Nähe seines Fünfjahreshochs. Seit der Franken so überraschend freigegeben wurde, hat Dänemarks Valuta demnach zum Euro verloren – eine überraschend starke Kursbewegung für die Währung, die in einer festen Wechselkursspanne zu Europas Einheitswährung gehalten wird und damit nicht für heftige Schwankungen bekannt ist.

Was genau ist an den Märkten passiert? Die dänische Krone stand seit Wochen im Fokus vieler Spekulanten, die nach den Ereignissen in der Schweiz Mitte Januar darauf setzten, dass die Krone über die zulässige Bandbreite ihrer Euro-Anbindung hinaus ansteigen wird. In diesem Fall, so die Überlegung, dürfte es zu einem ähnlich heftigen Kursanstieg wie beim Franken kommen, der nach dem Ende der Verteidigung des Mindestkurses durch die Schweizer Notenbank kräftig zulegte.

Doch die Maßnahmen, die von der dänischen Notenbank zur Verminderung des Aufwertungsdrucks ihrer Währung unternommen wurden, waren erfolgreich. Die ersten Spekulanten wurden bereits wieder vertrieben, da Dänemark die vergangenen Wochen gleich mehrere Hürden eingeführt hat, um einem gesteigerten Zufluss an Kapital Einhalt zu gebieten. Um die Krone nicht über die zulässige Bandbreite ihrer Euro-Anbindung ansteigen zu lassen, hatte die dänische Notenbank unter Führung von ihrem Präsident Lars Rohde zugesagt, unbegrenzte Mittel zur Verteidigung des Wechselkursregimes einzusetzen. Zudem senkte die Zentralbank den wichtigsten Einlagensatz tief in den negativen Bereich auf -0,75 Prozent ab und erhöhte durch Euro-Käufe die eigenen Währungsreserven auf ein Rekord-Niveau.

Die Maßnahmen zeigten Wirkung und schreckten offenbar zumindest kurzfristig orientierte Marktteilnehmer ab: Am Mittwoch vergangener Woche schloss die Krone gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung so schwach wie seit 2006 nicht mehr, EUR/DKK kratzte an der 7,47er-Marke. Marktinsidern zufolge haben daraufhin LNG Capital und andere Hedgefonds ihre Kronen-Positionen wieder aufgegeben, da die Zentralbank-Maßnahmen die Attraktivität von Aktiva in Kronen unterminierten. Negativzinsen von fast einem Prozent sind für professionelle Marktteilnehmer über einen längeren Zeitraum eben kaum zu tolerieren.

Nachdem die akute Angst, die Dänenkrone könnte aus ihrem Wechselkursband ausbrechen, erst einmal gedämpft ist, gibt es nun bereits wieder Spekulationen, dass die Zentralbank bald mit der erneuten Heraufsetzung der Zinsen beginnen wird. Damit rückt eine erneute, wenn auch recht moderate geldpolitische Straffung in Dänemark in den Fokus. In den kommenden sechs Wochen halten Marktbeobachter eine Zinserhöhung um 15 bis 25 Basispunkte für möglich, der je nach Währungsentwicklung und Analyse der Kapitalflüsse eine weitere Anhebung in gleicher Höhe folgen könnte. Doch ist mit dieser allmählichen Normalisierung der Zinspolitik die Diskussion um einen Kursanstieg der dänischen Krone zum Euro bereits passé?

SJB FondsSkyline. Fazit. Bleibt die Aufwertungsphantasie der Dänenkrone erhalten? Die Maßnahmen der dänischen Notenbank haben Spekulanten kurzfristig schrecken können, doch vertrieben sind sie noch nicht. Auch nach dem ersten Scheitern des Torpedierens der festen Euro-Anbindung liegen kapitalkräftige Investoren weiter auf der Lauer, um bei der richtigen Gelegenheit zuzuschlagen. Konsequenterweise ist es noch zu früh, um von einem Sieg der Zentralbank gegen die Hedgefonds beim Thema Euro-Anbindung zu sprechen, und ebenfalls zu früh, das Aufwärtspotenzial der Dänenkrone ad acta zu legen. Die Chancen auf eine Währungs-Rally der DKK sind weiter gegeben, denn nur der erste Versuch der Hedgefonds, die Anbindung der Krone an den Euro zu Fall zu bringen, ist gescheitert. Im Auge behalten müssen Anleger, die selbst von einer Kronen-Aufwertung profitieren wollen, allerdings den unterschiedlichen Charakter der schweizerischen und der dänischen Volkswirtschaft. Gemessen an der hohen Wirtschaftskraft der Schweizer hat sich Dänemarks Ökonomie nicht im gleichen Maße positiv entwickelt, das dänische BIP fällt immer noch drei Prozent kleiner als im Jahr 2007 aus, als das Land zeitweise in die Rezession abrutschte. Dänemarks Wirtschaft ist nicht so stark wie diejenige der Schweiz, zudem ist sie enger mit der ökonomischen Entwicklung im Euro-Raum verknüpft. Auch hierin könnte ein Grund liegen, warum die Spekulationen auf eine DKK-Aufwertung bislang nicht aufgegangen sind.

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