SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: War die massive Aufwertung des Schweizer Franken vorhersehbar?

21. Januar 2015 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: War die massive Aufwertung des Schweizer Franken vorhersehbar? „Auch eine knappe Woche, nachdem die Schweizer Nationalbank (SNB) die Koppelung des Schweizer Franken an den Euro aufgegeben SJB Fonds Echo. Analysiert.hat und damit extreme Bewegungen am Devisenmarkt auslöste, haben sich die Wogen noch nicht geglättet. Mehrere Währungsbroker mussten Insolvenz anmelden, aber auch große Banken klagen über Verluste in dreistelliger Millionenhöhe“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die Folgen der jüngsten Ereignisse zusammen. „War der Absturz des Euro zum Franken nicht durch entsprechende Absicherungsgeschäfte beherrschbar, wenn er schon nicht vorhergesehen werden konnte? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die SNB-Entscheidung vom vergangenen Donnerstag, den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken nicht länger verteidigen zu wollen, hat für erhebliche Kursturbulenzen an den Finanzmärkten gesorgt. Das Währungspaar EUR/CHF brach zwischenzeitlich um über 30 Prozent ein, wegen nicht vorhandener Liquidität kamen stundenlang keine Geschäfte zustande. Aktuell hat sich der Euro zum Franken bei Kursen um 1,0025 knapp oberhalb der Parität eingependelt, zugleich hat der Schweizer Franken den russischen Rubel als volatilste Währung der letzten Monate abgelöst.

Der nicht prognostizierte und nach Meinung der Experten auch nicht vorhersehbare Kurssturz hat vielen Akteuren an den Kapital- und Währungsmärkten erhebliche Verluste beschert. Der Anstieg einer Währung von 30 Prozent, zumal, wenn er mit einem hohen Hebel gehandelt wurde, kann immense Verluste bei all den Anlegern auslösen, die mit ihren Engagements auf der falschen Seite des Marktes gestanden haben. Und so ließen die ersten Opfer der Franken-Aufwertung nicht lange auf sich warten: Neben einem relativ kleinen neuseeländischen FX-Broker musste auch die britische Alpari, immerhin Trikotsponsor von West Ham United, Insolvenz anmelden, nachdem die Handelsverluste ihrer Kunden die eigene Kapitalbasis weit überschritten hatten.

Auch der global agierende Devisenbroker FXCM geriet in höchste Bedrängnis. Nachdem die Aktien des Unternehmens in Reaktion auf die SNB-Entscheidung zuerst um 15 Prozent abgerutscht und danach vom Handel ausgesetzt waren, zeigte sich erst zum Wochenauftakt die ganze Dimension der Verluste. In der Konsequenz brachen die Aktien von FXCM um bis zu 87 Prozent ein und liegen derzeit mit gut 75 Prozent im Minus.

FXCM hatte am Freitag wegen 225 Millionen US-Dollar schwerer Verluste seiner Kunden einen 300 Millionen Dollar schweren Notkredit erhalten, um die Geschäfte weiter führen zu können. Zuvor hatte der Devisenbroker gewarnt, einige Eigenkapitalvorschriften womöglich nicht mehr erfüllen zu können. Neutrale Beobachter fragen sich: Wie können etablierte Marktakteure mit ihren Einschätzungen bzw. ihrem Risikomanagement derart danebenliegen, dass sie bei Eintreten einer unvorhergesehenen Entwicklung gleich in ihrer Existenz bedroht sind?

Doch die Kehrtwende der Schweizer Notenbank erwischte nicht nur die relativ risikofreudigen Handelsplattformen am Währungsmarkt auf dem falschen Fuß, sondern sorgte auch bei etablierten Banken für milliardenschwere Verluste. Offensichtlich hatten sich auch diese Marktteilnehmer nicht vorstellen können, dass die SNB ihr „Versprechen“ einer Koppelung des Franken an den Euro so schnell wieder brechen würde. Die renommierten Geldhäuser Citigroup, Deutsche Bank und Barclays haben nach Insiderinformationen zusammen rund 400 Millionen US-Dollar durch den unerwarteten Schritt der Schweizer Währungshüter verloren.

SJB FondsSkyline. Fazit: War die massive Aufwertung des Schweizer Franken vorhersehbar? Auch sonst wird die Liste der europäischen Banken, die von dem abrupten Ende der „Schonzeit“ für den Schweizer Franken betroffen sind, immer länger. Institute in ganz Europa warnen vor den Auswirkungen der Währungsturbulenzen auf ihre Gewinne – zuletzt die Schweizer Credit Suisse sowie die dänische Saxo Bank. Marktanalysten erwarten, dass die Ergebnisse der Schweizer Banken generell deutlich niedriger als prognostiziert ausfallen werden. Das Problem: Die Kosten fallen hier in Franken an, während die oftmals in Fremdwährungen generierten Erträge an Wert einbüßen. Doch was ist die Quintessenz der heftigen Marktverwerfungen, die durch die SNB ausgelöst wurden und augenscheinlich die große Mehrheit der Anleger auf dem falschen Fuß erwischt haben? Trotz allem Gerede über verbessertes Risikomanagement bei Banken und Finanzmarktakteuren kommt es immer wieder zu Situationen, in denen alle Krisen- und Absicherungsstrategien nicht greifen und stattdessen horrende Verluste eingefahren werden. Eine Erkenntnis, die insbesondere für den weiteren Fortgang der Euro-Krise und die geplanten Liquiditätsmaßnahmen der EZB nichts Gutes erahnen lässt!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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