SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Muss auch Apple Strafzölle für seine in China produzierten Smartphones bezahlen?

21. Juni 2018 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Muss auch Apple Strafzölle für seine in China produzierten Smartphones bezahlen? „Donald Trump hat umfangreiche Strafzölle auf in China hergestellte Waren angekündigt, die in die USA exportiert werden. Eigentlich müssten auch die im ‚Reich der Mitte‘ produzierten Smartphones von Apple unter diese Regelung fallen. Doch Apple-Chef Tim Cook ist es offenbar gelungen, eine Sonderregelung für sein Unternehmen herauszuhandeln“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um den Handelsstreit zwischen China und den USA zusammen. „Warum duldet es Donald Trump, dass der Technologie- und Elektronik-Gigant Apple von den Strafzöllen ausgenommen wird, und wie konnte es dem Unternehmen gelingen, seine iPhones von den Zöllen zu befreien? Alles Wichtige zu dieser spannenden Frage findet sich hier.

Liebe FondsBlogger, zahlreiche US-Unternehmen müssen sehr bald hohe Strafzölle auf ihre in China gefertigten Produkte bezahlen – aber offensichtlich nicht Apple, das viele seiner Produkte von Auftragsherstellern wie Foxconn fertigen lässt. Denn Apple-Chef Tim Cook ist es offenbar gelungen, Trump eine wichtige Ausnahme von Zöllen auf seine in China gefertigten Smartphones abzuringen. Für Apple ist China von immenser Bedeutung. Der amerikanische Elektronikkonzern erzielt hier einen stets wachsenden Teil seiner Umsätze und nutzt das Land zudem als einen seiner wichtigsten Produktionsstandorte. Die Mehrzahl der Apple-Smartphones wird von Auftragsherstellern aus dem Reich der Mitte produziert, und dementsprechend ist Apple im weiter eskalierenden Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China in einer prekären Lage.

Doch innerhalb der US-Regierung kann der Technologiekonzern offenbar auf Nachsicht von höchster Stelle setzen. Wie die „New York Times“ berichtete, hat die Regierung um den Präsidenten Donald Trump dem Apple-Vorstandsvorsitzenden Tim Cook zugesagt, keine Zölle auf die in China gefertigten iPhone-Handys erheben zu wollen. Das Vorzeigeprodukt von Apple wäre also vom wachsenden Katalog von Produkten ausgenommen, auf die künftig Zölle aufgeschlagen werden sollen.

Doch wie es Apple-Chef Tim Cook gelungen, Trump dieses Zugeständnis abzuringen? Eindeutige Informationen dazu gibt es nicht, doch einem Bericht zufolge traf er sich im Mai mit dem Präsidenten und seinem Wirtschaftsberater Larry Kudlow. Der „New York Times“ zufolge soll Cook ebenfalls in konstruktivem Dialog mit anderen Kabinettsmitgliedern sowie Finanzminister Steven Mnuchin stehen. Bei seinem Treffen mit Trump hatte der Apple-Chef Sorgen über die geplanten Strafzölle angemeldet, andererseits aber auch die jüngste Steuerreform des Präsidenten gelobt. Auch Apples Beitrag zur US-Wirtschaft sei ein Thema gewesen, berichten Insider.

Tatsächlich hat Apple kurz nach Verabschiedung der Steuerreform im Januar öffentlichkeitswirksam Milliardeninvestitionen in den Vereinigten Staaten versprochen. Das Unternehmen sagte zu, in den nächsten fünf Jahren 20.000 neue US-Arbeitsplätze zu schaffen und einen neuen Campus zu eröffnen, der zunächst für technischen Kundendienst vorgesehen ist. Hätte es diese Investitionen auch ohne Trumps Steuerreform gegeben? Dies ist unklar, doch in jedem Fall profitiert Apple enorm von den neuen Steuerregeln. Am gewinnträchtigsten dürfte es für das Unternehmen sein, jetzt seine Auslandsgewinne zu einem reduzierten Steuersatz repatriieren zu können.

Denn Apple besitzt ein gigantisches Liquiditätspolster von zuletzt 267 Milliarden US-Dollar, dessen größter Teil ausländischen Tochtergesellschaften zugeordnet ist. Trumps Steuerreform gibt dem Konzern nun viel mehr Flexibilität beim Einsatz des Geldes, das in Investitionen fließen kann, aber nicht muss. Apple hatte erst kürzlich angekündigt, sein Aktienrückkaufprogramm sowie seine Dividende aufzustocken.

SJB FondsSkyline. Fazit. Muss auch Apple Strafzölle für seine in China produzierten Smartphones bezahlen? Apple wird keine Strafzölle für die in China produzierten iPhones zahlen müssen, und in der Konsequenz ist es fraglicher denn je, ob der Technologieriese Produktionskapazitäten in Amerika aufbauen will. Trump hatte im vergangenen Jahr behauptet, dass Cook ihm versprochen habe, drei Werke in seinem Heimatmarkt zu errichten. Doch offiziell wurde dies vom Apple-Chef nie bestätigt, dem Bericht der „New York Times“ zufolge hat das Unternehmen keine entsprechenden Pläne. So sieht es ganz danach aus, als habe Cook durch diplomatische Manöver mit US-Offiziellen eine Sonderbehandlung für sich erwirken können, indem er gleichzeitig verstärkt die Nähe zur chinesischen Regierung suchte. Denn Apple befürchtet, von Vergeltungsmaßnahmen für die US-Zölle betroffen zu sein, indem China für Unterbrechungen in der Lieferkette sorgen oder dem Unternehmen das Geschäft erschweren könne. Für Tim Cooks Konzern steht viel auf dem Spiel: China steuerte im ersten Quartal 2018 mehr als ein Fünftel zum Konzernumsatz bei, der gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent gewachsen ist.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

[top]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.