SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wieviel Anlegergelder verbrennt Tesla jeden Tag?

23. November 2017 von um 11:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wieviel Anlegergelder verbrennt Tesla jeden Tag? Ihre Werbung. Hier?„Dem Elektropionier Tesla läuft die Zeit davon, wenn das Unternehmen dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen will. Das neue „Model 3“ muss unbedingt ein Erfolg werden, denn schon jetzt verbrennt Tesla den fast unglaublichen Betrag von 480.000 US-Dollar pro Stunde“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um die Tesla-Aktie zusammen. „Tesla-Gründer Elon Musk hat nun einen neuen Roadster aufgelegt, der stolz den potentiellen Kunden präsentiert wurde. Können neue Modelle Tesla endlich auf den richtigen Pfad bringen, oder geht die Geldvernichtung in gleichem Tempo weiter? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, Elektropionier Tesla Motors überzeugt aktuell weniger durch Absatzrekorde oder die Geschwindigkeit seiner Automobile, sondern vielmehr durch das atemberaubende Tempo des Rückgangs seiner Cashreserven: 480.000 US-Dollar, also umgerechnet 409.000 Euro, verbrennt das Unternehmen pro Stunde. An einem einzigen Tag gehen die Barbestände des Marktführers für Elektroautos somit um 11,52 Millionen US-Dollar (9,8 Millionen Euro) zurück.

Die Konsequenzen aus dieser extremen Entwicklung sind klar: Dem Elektropionier bleibt nicht mehr viel Zeit, das Elektroauto zum Erfolg zu führen – bereits das neu vorgestellte Modell 3 muss unbedingt hohe Absatzzahlen erreichen, um die bedenkliche Entwicklung bei den Cashreserven zu stoppen.

Tesla-Gründer Elon Musk geht diese Herausforderung gewohnt selbstbewusst an: In der vergangenen Woche präsentierte der Elektropionier dem begeisterten Publikum die Neuauflage seines Roadsters. Das supersportliche Modell soll in 1,9 Sekunden auf 100 Stundenkilometer beschleunigen und damit die meisten Sportwagen abhängen. Doch der Geschwindigkeitsrekord bei der Geldverbrennung bleibt ähnlich beeindruckend: In den vergangenen zwölf Monaten hat der Elektropionier 8.000 US-Dollar pro Minute verbrannt. Nach Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg dürften die Cashreserven von Tesla am 6. August 2018 aufgebraucht sein, wenn sich die Geldverbrennung im gleichen Tempo fortsetzt. Um dies zu verhindern, ist der Elektropionier gezwungen, sein Model 3 möglichst rasch an die Kunden auszuliefern. Doch Produktionsprobleme hatten Tesla in den vergangenen Monaten immer wieder zurückgeworfen.

Ist auch unter den Investoren von Tesla Unruhe oder gar Krisenstimmung festzustellen? Bislang nicht, denn die Anleger scheinen momentan noch sehr gelassen zu sein. Der Kurs der Tesla-Aktie an der NASDAQ hat sich nach seinem kurzzeitigen Rutsch unter die 300-US-Dollar Marke wieder stabilisieren können und notiert aktuell bei rund 315 US-Dollar. Positive Meldungen zum neuen Roadster sowie einem ebenfalls geplanten elektrischen Lastwagen nähren die Phantasie der Anleger. Die Tesla-Aktie bleibt gefragt: Mit einer Marktkapitalisierung von 53 Milliarden US-Dollar ist die Aktie immer noch wertvoller als Branchenriesen wie Ford oder Fiat-Chrysler.

Einzelne Analysten sehen in dem neuen Roadster sogar eine Möglichkeit für Tesla, seine finanziellen Engpässe zu überbrücken. Denn um die neue „Founders Series“ des Roadsters zu erstehen, müssen Kunden den Kaufpreis von 250.000 US-Dollar sofort bezahlen – obwohl sie womöglich mehrere Jahre auf die Lieferung warten müssen. Da die Sonderserie auf 1.000 Modelle limitiert ist, könnte Tesla somit 250 Millionen US-Dollar einnehmen, ohne ein einziges Auto ausgeliefert zu haben.

Bloomberg-Analyst Kevin Tynan sieht trotzdem baldige Probleme für Tesla voraus, die nötige Liquidität zu beschaffen: „Egal, ob Tesla noch Reserven für zehn Monate oder ein Jahr hat, Musk braucht Geld, und zwar schnell“, betont er. Tynan geht davon aus, dass Tesla bis Mitte 2018 frisches Kapital in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar wird aufnehmen müssen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wieviel Anlegergelder verbrennt Tesla jeden Tag? Die Optionen für Tesla, die täglich verbrannten knapp 10 Millionen Euro wieder hereinzuholen, sind nicht allzu üppig: Das Unternehmen hat seine Kreditmöglichkeiten weitestgehend ausgeschöpft und an Vertrauen am Kapitalmarkt eingebüßt: Die Anleihen in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar, die Tesla erst vor drei Monaten ausgegeben hatte, werden bereits unter dem Nominalwert gehandelt. Auch die Ausgabe neuer Aktien ist keine gute Option: Dies würde den Kurs weiter belasten und für Verstimmung unter den Anlegern sorgen. Teslas Schicksal ist damit eng mit dem Erfolg oder Nichterfolg des Model 3 verknüpft. Rund eine Milliarde US-Dollar hat der Elektropionier in die Entwicklung dieses Modells investiert, das unbedingt Erfolg haben muss. Geht der Zeitplan nicht auf, der bis Ende März den Bau von 5.000 Exemplaren vorsieht, könnte bei gleichbleibend hoher Kapitalvernichtung im schlimmsten Falle bereits im Sommer 2018 Schluss sein.

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