Gerd Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Welche Wirtschaftsdaten erwarten uns in dieser Woche (KW 31)?

30. Juli 2013 von um 15:00 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...

Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik! Gerd Bennewirtz-Fonds-Markt-USA-Wirtschaftsdaten: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Welche Wirtschaftsdaten erwarten uns in dieser Woche (KW 31)? Der deutsche Aktienindex DAX zeigte sich in der vergangenen Handelswoche etwas schwächer, konnte sich im Umfeld der nachlassenden Liquidität in den Sommermonaten aber noch für keine eindeutige Richtung entscheiden. Vielleicht helfen ihm dabei die in der neuen Handelswoche anstehenden Wirtschaftsdaten, darunter die Zinsentscheide der EZB und Fed sowie der US-Arbeitsmarktbericht. SJB FondsSkyline FondsVerwalter Bennewirtz erläutert allen Börseninteressierten, welche wichtigen Wirtschaftsdaten in dieser Woche (KW 31) sonst noch anstehen und analysiert, welche davon das größte Kursbewegungspotenzial für Investoren mit sich bringen.

Am Montag geht es für FondsInvestoren los mit den schwebenden Hausverkäufe im Juni, die sich Analysten zufolge von zuvor +6,7 Prozent auf nun -1,7 Prozent deutlich verringern sollten. Auch am Dienstag steht der US-Immobilienmarkt im Fokus, wenn für alle FondsAnleger der CaseShiller Hauspreisindex für Mai veröffentlicht wird, der die Preisentwicklung in den 20 größten US-Ballungsräumen misst. Analysten erwarten, dass sich der Index von +12,1 Prozent auf +10,5 Prozent abschwächen wird. Weiter geht es mit den Wirtschaftsdaten zur US-Verbraucherstimmung für Juli. Im Konsens wird von Analysten mit einem leichten Anstieg von 81,4 auf nunmehr 81,6 Punkte kalkuliert. Mit Blick auf die Tatsache, wie stark die US-Ökonomie von der Kauflaune der Konsumenten abhängt, wäre dies eine gute Meldung für die US-Ökonomie.

Am Mittwoch kommen die MBA Hypothekenkredite für die Woche zum 27.07. zur Veröffentlichung und liefern damit eine erste Indikation, wie sich der US-Immobilienmarkt weiter entwickeln dürfte (Vorwoche: -1,2 Prozent) Danach steht der US-Arbeitsmarkt im Zentrum der Wirtschaftsdaten. Denn dann kommt aus den USA der ADP Arbeitsmarktbericht, der den Stellenaufbau im privaten Sektor in den USA misst. Ökonomen prognostizieren einen Anstieg des Stellenaufbaus im Juli von zuvor 188.000 auf nun 175.000 neue Stellen. Am selben Tag wird die zweite Schätzung für das US-BIP im zweiten Quartal veröffentlicht. Ökonomen kalkulieren mit einer Abwärtskorrektur des zuerst vermeldeten Wertes von +1,8 Prozent auf nur noch +1,1 Prozent – keine gute Botschaft für die US-Konjunktur. Es folgt der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Juli, ein wichtiges Stimmungsbarometer für die Lage der US-Industrie im Großraum Chicago. Der Konsensschätzung von Ökonomen zufolge dürfte der Einkaufsmanagerindex eine minimale Stimmungsabschwächung von zuvor 51,6 auf nunmehr 51,5 Zähler verzeichnen. Am Mittwochabend steht die US-Notenbank im Mittelpunkt. Zwar wird allgemein erwartet, dass die Mitglieder des geldpolitischen Komitees (FOMC) den US-Leitzins unverändert in einer Spanne zwischen 0,00 und 0,25 Prozent halten werden – allerdings könnten Hinweise auf die künftige Geldpolitik oder geplante Änderungen des Anleihenkaufprogramms die Märkte stark bewegen.

Am Donnerstag geht es weiter mit den Zinsentscheiden, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) ihre geldpolitische Sitzung im Juli hält. Analysten rechnen mit keiner Senkung des aktuellen EU-Leitzinses von 0,50 Prozent. Am Nachmittag befindet sich erneut der US-Arbeitsmarkt im Fokus der Wirtschaftsdaten. Dann kommt aus den USA der wöchentliche Arbeitsmarktbericht mit der Zahl der neuen Anträge auf Arbeitslosenhilfe, bei dem Analysten mit einem leichten Anstieg der Meldungen von zuvor 343.000 auf 345.000 kalkulieren.

Am Donnerstag steht für FondsInvestoren der ISM Index an, das Stimmungsbarometer für die Lage im verarbeitenden Gewerbe der USA. Der Konsensschätzung zufolge dürfte sich die Stimmung moderat von zuvor 50,9 Punkten auf nunmehr 51,5 Zähler verbessern. Es folgen die US-Bauausgaben für Juni. Analysten prognostizieren ein Plus von lediglich +0,2 Prozent nach +0,5 Prozent im Vormonat.

Das Datenhighlight der Woche steht für FondsInvestoren dann am Freitag mit der Veröffentlichung der Zahl der neu geschaffenen Stellen (ex Agrar) in den USA für Juli an. Private wie institutionelle Anleger fiebern wie jeden Monat dem US-Arbeitsmarktbericht entgegen. Ökonomen rechnen im Schnitt mit einem leicht gesunkenen Stellenplus von +195.000 nach +202.000 im Vormonat. Diese Wirtschaftsdaten würden eine Stabilisierung des Stellenaufbaus in der größten Volkswirtschaft der Welt anzeigen. Ökonomen erwarten zudem, dass die parallel vermeldete US-Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent auf nur noch 7,5 Prozent schrumpft. Zum Abschluss der Wirtschaftsdaten in der neuen Handelswoche werden am Freitag die US-Auftragseingänge in der Industrie für Juni vermeldet, die nach einem Plus von +2,1 Prozent im Vormonat nochmals eine leichte Verbesserung auf +2,1 Prozent erfahren dürften.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Insgesamt erwartet die SJB eine Handelswoche, die vor allem von den beiden Zinsentscheiden sowie den Neuigkeiten zur Entwicklung des US-Arbeitsmarktes geprägt werden dürfte. Die erwartete Stabilisierung des Stellenaufbaus in der größten Volkswirtschaft der Welt in der Nähe der 200.000er-Marke ist zwar ein gutes Ergebnis, sollte aber noch nicht ausreichen, ernsthafte Zinserhöhungsphantasien auszulösen. Deshalb dürfte es am Mittwochabend auch beim rekordverdächtigen Niedrigniveau des US-Leitzinses bleiben. Ebenfalls die Füße still halten dürften die EZB und Mario Draghi, der nicht sein ganzes noch vorhandenes Pulver verschießen wird und deshalb den EU-Leitzins unverändert halten dürfte. Im Umfeld der beiden Zinsentscheide müssen FondsInvestoren jedoch jederzeit auf kursbewegende Äußerungen zur künftigen Geldpolitik von Notenbanker- wie von Politikerseite gefasst sein. Angesichts zunehmender Spekulationen um eine „Zinswende“, die gerade die Notierungen von Rentenfonds unter Druck bringen dürfte, empfehlen wir FondsAnlegern weiter eine defensive Positionierung. Plötzliche Kursrücksetzer, wie sie fast jeden Sommer auftreten, können dann zur vorsichtigen Positionserhöhung genutzt werden. Fragen Sie Ihren SJB FondsVermögensVerwalter nach allen Details zur Strukturierung Ihres Depots!

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

Empfehlung von FondsVerwalter Bennewirtz für den FondsBlog und den FondsBlogger: Sie wollen mehr FondsAuskünfte von Ihrer SJB FondsSkyline? Sie wünschen sich eine direkte Antwort auf Ihre individuelle(n) MarktFrage oder MarktFragen bevor Sie Fonds, Funds oder einen Fund kaufen? Sie wollen als Privatanleger, Sparer und FondsInvestoren neben der Frage – Welche Wirtschaftsdaten erwarten uns in dieser Woche (KW 31)? – vertiefende Informationen, Nachrichten und Analysen auch Auskünfte rund um das Thema Geldanlage und zu Investmentfonds sowie den Spezialthemen finden? Diese finden Sie auf allen auch hier verlinkten SJB-Internetseiten. Ob Beratung, Verwaltung oder Rabatte. Kein Problem. Einfach Anfragen. Für Kunden gibt es zukünftig das FondsPortal mit direktem, exklusivem Depotzugang. Bis Sie Kunde sind lieber Blogger, Ihre direkte Frage einfach hier im Blog, oder kurz unter Fragen stellen. Alternativ besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem Webinar, Seminar oder direkt zu einer individuellen Beratung in unserem Büro in Korschenbroich (Rhein-Kreis Neuss). Wir freuen uns immer. Genau auf Sie!

Kategorien: Markt. Facettenreich.
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