Gerd Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Sind defensive Mischfonds eine gute Anlageentscheidung?

11. April 2013 von um 14:00 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Fonds-Kaufen-Europa-Mischfonds: Was Investoren, FondsSparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Anleihenfonds steht: Sind defensive Mischfonds eine gute Anlageentscheidung? Mischfonds kombinieren verschiedene Assetklassen wie Anleihen, Aktien oder Rohstoffe, um durch Streuung eine geringere Volatilität zu erreichen, zugleich aber die Chancen und Risiken unterschiedlicher Anlageformen zu vereinen. Mischfonds eignen sich somit besonders für Anleger, die ein ausgewogenes Maß zwischen der Stabilität von Rententiteln und den Chancen und Risiken des Aktienmarktes erreichen wollen. SJB FondsSkyline Geschäftsführer und FondsVerwalter Gerd Bennewirtz untersucht die Frage, ob defensiv ausgerichtete Mischfonds angesichts der hohen Bewertungen an den Aktienmärkten jetzt das richtige Investment darstellen und demonstriert anhand des Kapital Plus, welche Renditen Anleger mit den erfolgreichsten Produkten dieses Genres in der Vergangenheit einfahren konnten.

Privatanleger wundern sich in Anbetracht der weiter ungelösten Finanz- und Schuldenkrise im Euroraum, dass der DAX aktuell nur knapp unter seinen Rekordhochs notiert. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Investmentfonds zu kaufen, soll man auf dem erhöhten Kursniveau überhaupt noch einsteigen? Wer angesichts Fragen wie dieser das Timing-Risiko reduzieren möchte, entscheidet sich für eine vermögensverwaltende Strategie oder wählt defensive Anlageprodukte wie Mischfonds. Denn durch eine effiziente Mischung von Anleihen und Aktien bei gleichzeitigem aktivem FondsManagement können auch in unsicheren Börsenzeiten langfristig überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt werden. Den besten Beweis hierfür bietet der von Allianz Global Investors aufgelegte Mischfonds Kapital Plus A EUR (WKN 847625, ISIN DE0008476250), der sich mit einer Performance von 37,4 Prozent über drei Jahre nach Abzug der Kosten an die Spitze seiner Vergleichsgruppe defensiver Mischfonds bei Lipper gesetzt hat.

Was bietet der Fonds seinen Anlegern?

Die breite Basis erstklassig bewerteter Euro-Anleihen spricht vor allem sicherheitsorientierte Investoren an, während die Beimischung aussichtsreicher europäischer Aktien für zusätzliche Ertragschancen und Verlustrisiken sorgt. Mit Investment Grade bewertete Rentenpapiere bilden den Schwerpunkt des FondsPortfolios, wobei bis zu 10 Prozent Unternehmensanleihen erworben werden können. Die Aktienbeimischung von rund 30 Prozent zeichnet sich durch eine breite Streuung über verschiedenste europäische Länder, Sektoren und Einzelwerte aus. Das Besondere an dem Fonds ist das monatliche Rebalancing des Portfolios: Hier passt FondsManager Dr. Stefan Kloss die Anleihen- und Aktiengewichtung aktiv an das Kapitalmarktumfeld an und stellt die Ziel-Allokation von 70 Prozent Anleihen und 30 Prozent Aktien wieder her, die sich durch die Kursbewegungen des Monats verschoben haben kann.

Warum wird beim Kapital Plus genau diese Aufteilung des FondsVermögens gewählt?

FondsManager Kloss betont, dass in den letzten dreißig Jahren – und dies trotz aller in diesem Zeitraum aufgetretenen Krisen – Anleger mit einer Beimischung von 30 Prozent Aktien zu einem reinen Anleihenportfolio die Rendite fast verdoppelt haben, obwohl das Risiko nicht im gleichen Maße gestiegen sei. Kloss, der den Kapital Plus seit dem 1. Juni 2011 leitet, bezeichnet die Zielallokation seines Fonds denn auch als „gut ausbalanciert“. Die Strategie habe sich bereits in verschiedenen Marktphasen bewährt, wobei sie besonders mit Blick auf einen möglichen Kursrücksetzer empfehlenswert sei. Man wisse eben nie, wie lange eine Hausse geht, betont Kloss, bei einem plötzlichen Einbruch am Aktienmarkt seien aber die Verluste eines reinen Aktienfonds hoch.

Warum sollten Investoren dann überhaupt eine Aktienbeimischung wählen und nicht die traditionell als „sicherer“ geltenden Anleihen bevorzugen?

Dazu müssen sie sich vergegenwärtigen, dass man bei einer Inflation von rund 2,0 Prozent mit vielen verzinslichen Anlagen – z.B. am Geldmarkt oder mit Staatsanleihen höchster Bonität, sogenannten AAA-Anleihen – derzeit eine negative Realrendite erzielt. Aktien als Sachwerte können hingegen einen Schutz vor Inflation bieten, denn sie beteiligen den Halter am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens – auch und gerade in Zeiten steigender Preise. Ein weiteres Argument für Unternehmensaktien im Zuge der fortgesetzten Schuldenkrise: Während die Staatsschulden im Euroraum über die letzten Jahre massiv gestiegen sind, war die Verschuldung europäischer Unternehmen in den letzten drei Jahren sogar rückläufig. Auch unter Soliditäts-Gesichtspunkten ist eine Beimischung von Aktientiteln, selbst in einem defensiv aufgestellten Mischfonds, deshalb empfehlenswert.

Welche Performance erzielt der Kapital Plus mit seinem langjährig bewährten Mischungsverhältnis von 70 Prozent Anleihen und 30 Prozent Aktien?

In seiner Morningstar-Peergroup von defensiv ausgerichteten Mischfonds liegt der Fonds ganz vorn und lässt damit rund 99 Prozent seiner direkten Mitbewerber hinter sich. Im vergangenen Anlagejahr 2012 gelang es dem Allianz-Produkt, eine Wertentwicklung von +15,8 Prozent in Euro zu erzielen und damit eine um 8,7 Prozentpunkte höhere Rendite als der Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe aufzuweisen. Wie gut das Konzept auch langfristig aufgeht, zeigt die Rendite von +7,17 Prozent p.a. über zehn Jahre – ein ausgezeichneter Wert für einen Mischfonds.

Wie erzielt FondsManager Kloss seine Extra-Rendite?

Um die aktuell sehr niedrigen Zinserträge hochklassiger Staatsanleihen zu steigern, engagiert sich der Kapital Plus in begrenztem Umfang auch in attraktiver verzinsten Bereichen des Anleihenmarkts. Renditebringer sind derzeit die Staatsanleihen von Euro-Mitgliedsstaaten wie Italien und Spanien, bei denen Fondsmanager Kloss die aktuellen Zinsaufschläge („Spreads“) als recht hoch einschätzt und deshalb von einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis ausgeht. Moderate Zusatzerträge werden außerdem mit Unternehmensanleihen guter Bonität erzielt. Zur Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex trug neben der Anleihenstrategie auch die Aktienauswahl bei. Besonders bewährte sich die Aktienselektion in den Branchen Informationstechnik, Konsum und Industriewerte. FondsManager Kloss nennt beispielhaft die Engagements in der deutschen SAP, der französischen Ingenico und der schwedischen Hexagon, ohne hiermit jedoch eine Kaufempfehlung auszusprechen. Die erfolgreichste Aktienposition des Fonds im vergangenen Jahr war der spanische Modekonzern Inditex, dessen Aktie 2012 allein um 70 Prozent zulegen konnte.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Die vom Kapital Plus umgesetzte Kombination von hochwertigen Euro-Anleihen und europäischen Wachstumsaktien ist gerade in der aktuellen Börsensituation eine gute Wahl. Denn die monatlich erneuerte Zielallokation von 70 Prozent Renten und 30 Prozent Aktien hat sich mehrfach auch in turbulenten Marktphasen bewährt! Für sicherheitsorientierte Anleger hervorzuheben sind die umfangreichen Bestände erstklassiger Staatsanleihen, die als Stabilitätsanker des Fonds dienen und durch ausgewählte Pfandbriefe und Unternehmensanleihen ergänzt werden. Zusätzliches Renditepotenzial bergen insbesondere die Anlagen am europäischen Aktienmarkt. In einem weiter schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erscheint die Strategie, sich auf Unternehmen mit besonderer Wachstumsdynamik zu fokussieren, aussichtsreich. Insgesamt dürfte der Fonds mit seiner gut ausbalancierten Mischung dazu geeignet sein, um auf längere Sicht überzeugende Renditen bei relativ moderaten Schwankungen zu erzielen.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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