Gerd Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Wie dürften die Emerging Markets auf den Beginn des „Tapering“ reagieren?

13. November 2013 von um 15:00 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Fonds-Kaufen-Emerging Markets-Aktienfonds: Was Investoren, FondsSparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Aktienfonds steht: Wie dürften die Emerging Markets auf den Beginn des „Tapering“ reagieren? FondsAnleger wissen: In den nächsten Monaten wird die US-Notenbank mit der Rückführung ihres massiven Anleihenkaufprogramms beginnen und damit das „Tapering“ starten, das längerfristig in wieder steigende Zinsen münden wird. Wie dürften die Aktienmärkte der Schwellenländer auf den allmählichen Entzug des billigen Geldes reagieren? SJB FondsSkyline Geschäftsführer und FondsVerwalter Gerd Bennewirtz beschäftigt sich mit dieser Frage und analysiert, wie gut der Allianz Emerging Asia Equityauf die kommenden Änderungen eingestellt ist.

Schon die bloße Ankündigung von Fed-Präsident Ben Bernanke, bei weiter guten US-Wirtschaftsdaten zum Jahresende 2013 mit der allmählichen Rückführung des Quantitative-Easing-Programms (QE) der US-Notenbank zu beginnen, hat im August und September zu kräftigen Kurseinbrüchen an Aktien- wie Anleihenmärkten der Schwellenländer geführt. Auch wenn der Vergleich mit dem Beginn der Asienkrise 1997 zu weit hergeholt erscheint – aus Aktien und Renten der Emerging Markets gab es seit Mai 2013 Netto-Kapitalabflüsse von insgesamt 246 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen. Hat der Kursrutsch im Bereich der Schwellenländer bereits zu guten antizyklischen Kaufgelegenheiten geführt?

Wenn man sich die Fundamentaldaten der entsprechenden Länder ansieht, gilt dies auf jeden Fall, betont Andreas Utermann, Global Chief Investment Officer von Allianz Global Investors. Die Angst vor einer neuen Finanzkrise in den Schwellenmärkten sei unbegründet, so Utermann weiter, wie ein Blick auf die Zahlen beweise. Als die asiatische Finanzkrise in 1997 begann, hatten viele der betroffenen asiatischen Staaten hohe Leistungsbilanzdefizite. Diese bewegten sich für die Staaten Südkorea, Indonesien, Thailand, Philippinen und Malaysia zwischen 1,5 und 5,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Heute ist die Situation um ein Vielfaches besser: Von diesen Ländern hat heute nur noch Indonesien ein Minus in der Leistungsbilanz aufzuweisen.

Generell sind die asiatischen Emerging Markets mit Blick auf Wirtschaft und Staatsfinanzen in einem weit besseren Zustand als noch 1997. Sie können externen Schocks besser widerstehen, haben sie doch weniger Schulden in US-Dollar oder anderen Hartwährungen, weit größere Devisenreserven sowie eine weit geringere Verschuldungsquote im Verhältnis zum BIP.

Das generelle Bild präsentiert sich damit weit erfreulicher als noch vor 15 Jahren, betont Allianz-Stratege Utermann weiter. Trotzdem müsse aber differenziert werden zwischen Volkswirtschaften der Emerging Markets, die weiterhin negative Zahlungsströme aufweisen, und denen mit einer positiven Leistungsbilanz. Problematisch ist die Situation in einem Umfeld wieder steigender Zinsen für Schwellenländer wie Indonesien, Indien und die Türkei, die alle Leistungsbilanzdefizite zwischen 2,8 Prozent und 6,1 Prozent des BIP aufweisen. Naturgemäß wurden die Aktien- und Anleihenmärkte dieser Staaten von dem letzten Kursrutsch auch überproportional betroffen. Nicht einfach ist die aktuelle Lage auch für Brasilien: Das Land hat zwar nur ein moderates Leistungsbilanzdefizit von 3,6 Prozent, muss sich zugleich aber einer ganzen Reihe von wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen stellen: Probleme sind die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit vieler Industrien, die Notwendigkeit fiskalischer Reformen sowie die übermäßig auf kreditfinanzierten Konsum ausgerichtete Binnenwirtschaft. Aufgrund der in 2014 anstehenden Wahlen dürften notwendige Reformen jedoch eher auf die lange Bank geschoben werden.

Besser sieht es Utermann zufolge beispielsweise für Polen oder China aus. Zwar verfüge Polen über ein ähnlich hohes Leistungsbilanzdefizit wie Brasilien, so der Marktexperte, doch hier würden sich die Reformprozesse in die richtige Richtung bewegen. Polen verfüge über eine hohe politische Stabilität sowie eine starke ökonomische Flexibilität, die die der Wirtschaft des Landes zugute komme. Durch seine zentrale Positionierung in Zentral- bzw. Osteuropa sei das Land gut aufgestellt, um von einem Anziehen der Wirtschaft in der Eurozone zu profitieren. In China geht der Leistungsbilanzüberschuss zwar zurück, doch die immensen Devisenreserven in harter Währung sorgen für einen starken Sicherheitspuffer gegen Turbulenzen. Die chinesische Wirtschaft wächst weiter mit einer Jahresrate um die 7 Prozent, die Inflationserwartungen bleiben niedrig und der Renminbi konnte in den letzten Monaten weiteren Boden gutmachen.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Letzten Endes werden die Volkswirtschaften der Emerging Markets am meisten von dem Beginn des „Tapering“ betroffen sein, die schon jetzt unter Wirtschafts- und Währungsproblemen leiden und zudem über ein Leistungsbilanzdefizit verfügen: Indien, Indonesien, die Türkei und Brasilien sind hier zu nennen. Für Polen oder China sieht es hingegen besser aus, hier ist die Abhängigkeit von Niedrigzinsen und ausländischen Kapitalströmen weniger ausgeprägt. Mit einem Fonds wie dem Allianz Emerging Asia Equity(WKN A0Q1H6, ISIN LU0348788117) können Investoren von dem aktuell günstigen Kursniveau vieler Emerging Markets profitieren und sich für den erneuten Aufstieg ausgewählter Schwellenmärkte positionieren. FondsManager Dennis Lai konzentriert sich auf Aktien von Unternehmen, die in Asien ansässig sind und konnte im laufenden Jahr trotz der volatilen Marktentwicklung ein Plus von +3,38 Prozent in Euro generieren. Die Qualität des Fonds zeigt sich vor allem im Fünfjahreszeitraum, wo durch die erfolgreiche Markt- und Titelauswahl eine Rendite von +149,78 Prozent erzielt werden konnte. Fragen Sie Ihren SJB FondsVermögensVerwalter nach Details!

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

Empfehlung von FondsVerwalter Bennewirtz für den FondsBlog und den FondsBlogger: Sie wollen mehr FondsAuskünfte von Ihrer SJB FondsSkyline? Sie wünschen sich eine direkte Antwort auf Ihre individuelle(n) MarktFrage oder MarktFragen bevor Sie Fonds, Funds oder einen Fund kaufen? Sie wollen als Privatanleger, Investoren und FondsSparer neben der Frage – Wie dürften die Emerging Markets auf den Beginn des „Tapering“ reagieren? – vertiefende Informationen, Nachrichten und Analysen auch Auskünfte rund um das Thema Geldanlage und zu Investmentfonds sowie den Spezialthemen finden? Diese finden Sie auf allen auch hier verlinkten SJB Internetseiten. Ob Beratung, Verwaltung oder Rabatte. Kein Problem. Einfach Anfragen. Für Kunden gibt es zukünftig das FondsPortal mit direktem, exklusivem Depotzugang. Bis Sie Kunde sind lieber Blogger, Ihre direkte Frage einfach hier im Blog, oder kurz unter Fragen stellen. Alternativ besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem Webinar, Seminar oder direkt zu einer individuellen Beratung in unserem Büro in Korschenbroich (Rhein-Kreis Neuss). Wir freuen uns immer. Genau auf Sie!

Kategorien: Fonds. Kaufen.
[top]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.