FondsAnbieter-Warburg: Europa in italienischer Hand.

01. März 2013 von um 11:30 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-Warburg Invest: Italien hat gewählt, und Europa zittert: Am vergangenen Wochenende wurde in Italien über einen neuen Senat und ein neues Abgeordnetenhaus die beiden Kammern des italienischen Parlamentes abgestimmt. Im Abgeordnetenhaus erreichten die Demokratische Partei (PD) von Spitzenkandidat Pier Luigi Bersani und sein Mitte-links-Bündnis eine Mehrheit, so dass Bersani einen Auftrag zur Regierungsbildung bekommen dürfte. Im Senat hat es dagegen nicht für eine Mehrheit des Mitte-links-Bündnisses gereicht. Es ist absehbar, dass das Wahlergebnis die Regierungsbildung und wichtige Gesetzesänderungen erheblich erschweren oder gar völlig unmöglich machen wird.

Vor diesem Hintergrund halten es viele Beobachter für denkbar, dass Italien erneut wählen muss. Doch es ist keinesfalls sicher, dass ein weiterer Urnengang klarere politische Verhältnisse schaffen würde, die die wirtschaftlichen Perspektiven tatsächlich verbessern. Dabei wäre eine Reformpolitik in Italien aus unserer Sicht höchst notwendig, sogar mehr noch als eine Fortsetzung der Sparmaßnahmen. Auch für die Eurozone birgt das italienische Wahlergebnis erhebliches Konfliktpotenzial. Bislang ist eine Panikreaktion am Kapitalmarkt ausgeblieben, und die jüngste Versteigerung italienischer Anleihen kann letztlich trotz etwas gestiegener Renditen als erfolgreich gewertet werden. Dennoch stellt sich natürlich die Frage, was passieren würde, wenn die Investoren erneut italienische Anleihen meiden sollten.

Es ist fraglich, inwieweit sich die neue italienische Regierung dann auf umfassende Reformen verständigen würde oder könnte, um die Bedingungen des ESM und der EZB für eine Intervention zu erfüllen. Letztlich müssten die EZB und die anderen Euroländer akzeptieren, dass die Unruhe an den Märkten wieder zunimmt, um ein Druckmittel in den Verhandlungen mit Italien in der Hand zu haben. Erst wenn sich Italien zu ausreichenden Reformen verpflichtet hat, könnte die EZB dann tatsächlich intervenieren.

Alles in allem hat die Wahl in Italien dazu beigetragen, dass die politischen Risiken wieder stärker in den Vordergrund gerückt sind. Obwohl die Situation anders ist als im letzten Jahr, schließlich hat die EZB eine Brandmauer errichtet, sollten Investoren diese politischen Risiken weiterhin genau beobachten und für ihre Anlageentscheidung berücksichtigen. Sowohl kurz- als auch mittelfristig gehen von der Wahl in Italien Risiken für den Finanzmarkt aus. Langfristig könnte sich Italien als eines der größten Hindernisse erweisen, die Eurokrise nachhaltig zu lösen.

Über Warburg Invest

Die 1987 gegründete Warburg Invest ist die Kapitalanlagegesellschaft der M.M. Warburg Gruppe mit Sitz in Hamburg. Hinter Warburg Invest steht die renommierte Hamburger Privatbank M.M.Warburg & CO KGaA, die seit 1798 tätig ist und zu den größten und ältesten unabhängigen Privatbanken Deutschlands zählt. Produkte sind Spezial- und Publikumsfonds sowie diskretionäre Portfolios für institutionelle Anleger.

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