FondsAnbieter M.M. Warburg Invest: Großbritannien: Der wirtschaftliche Niedergang

12. Oktober 2017 von um 10:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-M.M.-Warburg-Invest: SJB Fonds Echo. Analysiert.Sehr geehrte Damen und Herren, anbei erhalten Sie unseren Flash Report “Konjunktur und Strategie” für die 41. KW 2017 mit dem Thema: Großbritannien: Der wirtschaftliche Niedergang beginnt schon vor dem Brexit.

Noch vor wenigen Tagen versprach Boris Johnson, Großbritanniens Außenminister, dem Land eine “glorreiche” Zukunft nach dem Brexit. Auch wenn keiner die Zukunft wirklich vorhersehen kann, muss schon viel Fantasie aufgebracht werden, um diese Meinung zu teilen. Denn in den vergangenen Monaten zeichnet sich eher ein langsamer Niedergang der britischen Wirtschaft als eine heroische Auferstehung ab. Die Reallöhne sind aufgrund der wachsenden Inflation, die wiederum durch die Abwertung des Britischen Pfund verstärkt wird, zuletzt spürbar zurückgegangen. Die Konsumenten reagieren darauf, indem sie ihre Konsumausgaben durch die Aufnahme von Schulden glätten.

Mit anderen Worten bedeutet dies, dass Großbritanniens Verbraucher über ihre Verhältnisse leben. Insgesamt beträgt die Verschuldung der privaten Haushalte über 150 Prozent des verfügbaren Einkommens, was im internationalen Vergleich einen sehr hohen Wert darstellt. In Deutschland liegt die Verschuldung der privaten Haushalte nur bei rund 90 Prozent des verfügbaren Einkommens.

Eine temporär höhere Kreditaufnahme ist für die Volkswirtschaft verkraftbar, solange die Zinsen nicht steigen. Da jedoch die Preissteigerungsrate auf 2,9 Prozent angesprungen ist, steht die Bank of England unter Handlungsdruck. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sie die Leitzinsen von 0,25 Prozent auf 0,50 Prozent anheben. Dieser kleine Zinsschritt ist noch keine wirklich Bedrohung, sollte jedoch die Notenbank zu weiteren Zinsschritten gezwungen werden, könnten die zumeist variabel verzinsten Konsumentenkredite zu einem Anstieg der Privatinsolvenzen führen. Dies wiederum wäre eine Belastung für die Banken und damit die Finanzstabilität der Volkswirtschaft. Eine Krise im Vereinigten Königreich ist nicht auszuschließen. Aufgrund des begrenzten Anteils am Welt-Bruttoinlandsprodukt von rund 3% wird sich aber kein Einbruch der Weltwirtschaft ergeben.

Die Verhandlungen über den Brexit kommen kaum voran, da beide Seiten in ihren Vorstellungen noch sehr weit voneinander entfernt sind. Noch akzeptiert die britische Regierung die schlechtere Verhandlungsposition nicht. Sie klammert sich an den Strohhalm, dass eine neue Bundesregierung wirtschaftsfreundlicher eingestellt und dementsprechend kompromissbereiter sein wird. Ein harter Brexit im März 2019 ist jedoch kaum zu befürchten. Schon jetzt zeichnet sich eine Übergangsphase ab, in der Großbritannien zwar formal ausgetreten sein wird, aber die Verpflichtungen der EU noch weitgehend anerkennt, um im Gegenzug den Zugang zum Binnenmarkt nicht zu verlieren.

Wir empfehlen, Investments im Vereinigten Königreich nur sehr selektiv einzugehen. Sowohl die Gewinne der britischen Unternehmen könnten aufgrund der Investitionszurückhaltung unter Druck kommen, als auch die Finanzstabilität der Volkswirtschaft eines Tages in Gefahr geraten. Wir erwarten trotz der bevorstehenden Zinserhöhung eine weitere Abschwächung des Britischen Pfund. Selbst die Parität zum Euro, was einer Pfund-Abwertung um 12 Prozent entspräche, ist nicht auszuschließen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre WARBURG INVEST KAPITALANLAGEGESELLSCHAFT MBH

 

warburgM.M. Warburg Invest. Hintergründig.

Die Kapitalanlagegesellschaft Warburg Invest wurde 1987 gegründet und gehört zur renommierten Hamburger Privatbank M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, die seit 1798 tätig ist und zu den größten und ältesten unabhängigen Privatbanken Deutschlands zählt. Verwaltetes Vermögen in der Bankengruppe: 56,0 Milliarden EUR. Zahl der Publikumsfonds in Deutschland: 96. Geschäftsführung: Udo Hirschhäuser, Matthias Mansel, Caroline Specht. Stand: 31.12.2016.

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