FondsAnbieter M.M. Warburg Invest: Die europäische Geldpolitik und Bankenregulierung: Ein Weckruf 

24. Mai 2018 von um 09:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-M.M.-Warburg-Invest: SJB Fonds Echo. Analysiert.Wer vor zehn oder zwanzig Jahren gefragt wurde, was die Bank, bei der man arbeite, eigentlich mache, konnte diese Frage in den meisten Fällen schon mit einem Wort umfänglich beantworten: „Fristentransformation“. Fristentransformation ist sowohl für eine Bank als auch für die Volkswirtschaft eine geniale Erfindung. Für die Bank ist sie von Vorteil, da mit ihr ein vergleichsweise planbarer Ertrag generiert werden kann, der die Bank in ihrem Bestand sichert und ihr erlaubt, Eigenkapitalvorsorge für schlechte Zeiten zu betreiben. Für die Volkswirtschaft ist die Fristentransformation bedeutsam, da sie das Bindeglied zwischen der Ersparnis der Bürger und den Investitionen der Wirtschaft ist. Eine Volkswirtschaft ohne Instrumente der Fristentransformation täte sich deutlich schwerer, Investitionen zu finanzieren und gleichzeitig Privatkunden einen Zins auf ihre Bankeinlagen zu zahlen.

Doch genau diese Fristentransformation ist zunehmend gestört. Im Gegensatz zu früher lässt sich nämlich mit Bargeldeinlagen von Privat- und Geschäftskunden keine Marge mehr erzielen. Denn der Einlagenzins der EZB liegt bei -0,4%, wobei die Banken kaum in der Lage sind, diesen Zins an Kunden weiterzugeben. Im Ergebnis führt dies i.d.R. dazu, dass eine Bank mit jedem zusätzlich eingezahlten Euro einen noch größeren Verlust macht. Sicher ließe sich an dieser Stelle einwenden, dass die Bank die Einlagen der Kunden ja nicht zwangsläufig bei der Notenbank „parken“ müsse, sondern zumindest zu einem gewissen Teil für Kredite oder zur Staatsfinanzierung (über den Kauf von Anleihen) ausgeben könne, um im klassischen Sinn Fristentransformation zu betreiben. Und genau hier liegt der Haken. Denn der Kauf von Anleihen lohnt sich vor dem Hintergrund der QE-Politik der EZB fast nicht mehr. Der Kauf von Aktien wäre eine theoretische Alternative, doch aufgrund von regulatorischen Vorgaben sind dem sehr enge Grenzen gesetzt. Zu allem Überfluss ist durch die ausufernde Bankenregulierung der letzten Jahre auch die Kreditvergabe und der damit intern notwendige Prozess so kompliziert geworden, dass die zu erzielende Marge kaum noch hoch genug ist, die Risiken und Kosten adäquat zu kompensieren. Und es kommt noch schlimmer: Durch die extrem hohen Eigenkapitalanforderungen wird es Banken immer schwerer gemacht, überhaupt noch Kredite vergeben zu können.

Spätestens hier zeigt sich die komplett schizophrene Natur der europäischen Geldpolitik und der europäischen Bankenregulierung: Auf der einen Seite möchte man die Banken über einen negativen Einlagenzinssatz „zwingen“, Kredite zu vergeben und damit Fristentransformation zu betreiben. Auf der anderen Seite macht man es wiederum über Regulierungseingriffe und Eigenkapitalanforderungen fast unmöglich, diese Kredite zu vergeben. Im Ergebnis führt das zwangsläufig zu fallenden Bankgewinnen und damit zu einer weniger leistungsfähigen Eigenkapitalvorsorge mit dem Ergebnis, dass sich die gesamte Bankwirtschaft in eine Negativspirale begibt, von der keiner profitiert.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre WARBURG INVEST KAPITALANLAGEGESELLSCHAFT MBH

 

warburgM.M. Warburg Invest. Hintergründig.

Die Kapitalanlagegesellschaft Warburg Invest wurde 1987 gegründet und gehört zur renommierten Hamburger Privatbank M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, die seit 1798 tätig ist und zu den größten und ältesten unabhängigen Privatbanken Deutschlands zählt. Verwaltetes Vermögen in der Bankengruppe: 54,1 Milliarden EUR. Zahl der Publikumsfonds in Deutschland: 70. Geschäftsführung: Udo Hirschhäuser, Matthias Mansel, Caroline Specht. Stand: 31.12.2017.

 

Ferdinandstraße 75
20095 Hamburg
Sitz der Gesellschaft: Hamburg
Geschäftsführer: Matthias Mansel, Caroline Specht
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Joachim Olearius
Handelsregister Amtsgericht Hamburg: HRB 114 623
Tel. +49 (0)40-32 82 – 5100
Fax +49 (0)40-32 82 – 5498
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