FondsAnbieter GAM: Larry Hatheway: Inflationsängste und Protektionismus sorgen für Volatilität an den Märkten

29. März 2018 von um 09:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-GAM: Gute Wirtschaftslage sorgt für steigende Inflation. Sorge um weiterführende Handelskonflikte: USA setzen Protektionismus wahrscheinlich fort. Investoren sollten ihre Strategien und ihre Portfolios entsprechend anpassen.

Larry Hatheway, Group Head GAM Investment Solutions und Chefökonom bei GAM, kommentiert einmal im Monat die aktuelle Marktlage. Anfang Februar dieses Jahres waren viele Investoren gezwungen, ihre Ansichten bezüglich der weiteren Marktentwicklung zu ändern. Es könnte sein, dass das im weiteren Verlauf des Jahres erneut nötig wird, denn die Volatilität ist an die Märkte zurückgekehrt. Das hat mehrere Gründe: Zum einen wurden die Bewertungen nach einem starken Lauf im Jahr 2017 bis Ende Januar diesen Jahres auf die Spitze getrieben. Rückschläge waren damit fast unausweichlich. Sie machten sich zunächst in einer unerwartet hohen Inflationsrate in den USA bemerkbar, welche Unsicherheiten bezüglich der geldpolitischen Reaktion der Federal Reserve aufkommen ließ.

Als nächstes wurden US-Zölle eingeführt, zunächst auf Solarmodule und Waschmaschinen, dann auf Stahl und Aluminium und kürzlich gegen China wegen der Verletzung geistiger Eigentumsrechte. Die Angst vor Handelskonflikten hat die globalen Spannungen und gleichermaßen die Marktvolatilität verschärft. Egal, ob der Ursprung dabei in der Inflation oder in der Handelspolitik liegt – es ist unwahrscheinlich, dass sich die Situation im Verlauf des Jahres nachhaltig beruhigen wird.

Nehmen wir zum Beispiel den Welthandel. Während des Wahlkampfs schrieb sich Präsident Trump die Erhaltung der inländischen Industrie sowie der Kohleproduktion auf die Fahne. Es ist kaum verwunderlich, dass er nun protektionistische Maßnahmen ergreift. Es überrascht eher, dass er damit so lange gewartet hat.

Protektionismus ist eine gefährliche Sache für die Kapitalmärkte. Er stellt eine Bedrohung für das globale Wachstum dar, insbesondere, wenn die Gegenseite mit Vergeltungsmaßnahmen antwortet. Zum Glück sind die Reaktionen aus Europa, China und anderen Ländern bisher eher zurückhaltend, so dass die USA ihre Zollmaßnahmen reduziert haben. Allerdings finden im November die Zwischenwahlen in den USA statt und es ist wahrscheinlich, dass die Innenpolitik bis zur Wahl im Jahr 2020 weiter an Gewicht gewinnen wird. Daher ist anzunehmen, dass Präsident Trump wieder auf eine Politik zurückgreifen wird, die seiner Basis zusagt – dazu gehört auch der Protektionismus. Es ist ein Dauerthema, das den Märkten immer wieder Anlass zur Sorge gibt.

Dasselbe gilt für die Inflation. Da die Volkswirtschaften in Nordamerika, Großbritannien, Nordeuropa und Japan auf Vollbeschäftigung zusteuern, dürfte sich der Preis- und Lohndruck verstärken. Dies ist zwar eine weitgehend erfreuliche Entwicklung, da die Volkswirtschaften wieder zu normalen Inflationsraten zurückkehren, die mit Preisstabilität vereinbar sind. Doch die Gefahr einer Überhitzung steigt, insbesondere angesichts zusätzlicher fiskalischer Anreize in den USA, eines schwächeren Dollars und höherer Ölpreise.

Folglich wird der Markt die Inflation entweder als eine positive Erscheinung wahrnehmen oder sie als ein Überhitzungsrisiko betrachten. Im letzteren Fall müssten die Zentralbanken schneller und weniger vorhersehbar handeln, um eine echte Überhitzung zu verhindern. Damit würden sie natürlich das Risiko einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, vielleicht sogar einer Rezession bis 2019 oder 2020 erhöhen.

Die Inflation sollte folglich im Auge behalten werden. Festverzinsliche Anlagen verlieren mit steigender Inflation und steigenden Anleiherenditen an Wert, aber das trifft auch auf Aktienrisikoprämien zu. Abgesehen von einigen wenigen „sicheren Häfen“ ist es schwierig, Anlageklassen zu finden, die nicht durch eine zu stark anziehende Inflation negativ beeinflusst werden.

Dementsprechend dürften die Hauptthemen der Märkte für 2018 die wiederkehrende Volatilität und niedrigere Gesamtrenditen sein. Investoren müssen sich verstärkt auf den Kapitalerhalt und den Aufbau ihrer Portfolios konzentrieren, um das Rückschlagrisiko zu minimieren. Die Märkte haben sich verändert. Das sollte auch für Anlagestrategien gelten

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Stefanie Henn
Edelman.ergo GmbH
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gamGAM. Hintergründig.

GAM ist eine der führenden unabhängigen, reinen Vermögensverwaltungsgruppen der Welt. Sie bietet aktive Anlagelösungen und produkte für Institutionen, Finanzintermediäre und Privatkunden an. Das Investment-Management-Kerngeschäft der Gruppe wird durch eine Private Labelling-Sparte ergänzt, die Management-Company- und andere unterstützende Dienstleistungen für Dritte anbietet. GAM beschäftigt über 900 Mitarbeitende in 13 Ländern und betreibt Anlagezentren in London, Cambridge, Zürich, Hongkong, New York, Lugano und Mailand. Die Vermögensverwalter werden von einem umfassenden weltweiten Vertriebsnetz unterstützt. Die Aktien von GAM (Symbol „GAM”) mit Sitz in Zürich sind an der SIX Swiss Exchange notiert und Teil des Swiss Market Index Mid (SMIM). Die Gruppe verwaltet Vermögen von CHF 158,7 Milliarden* (USD 162,9 Milliarden)*.

* Quelle: GAM. Stand der Daten: 31. Dezember 2017.

Wichtige rechtliche Hinweise: Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Einschätzungen können sich ändern und geben die Ansicht von GAM unter den derzeitigen Konjunkturbedingungen wieder. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Die vergangene Performance ist kein Indikator für die laufende oder künftige Wertentwicklung.

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