FondsAnbieter GAM: Halbjahres-Berichtssaison: Das Gewinnwachstum europäischer Unternehmen hält an

26. Juli 2018 von um 12:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Fonds-Anbieter-GAM: Europas Aktienmärkte bieten interessante sektorspezifische Chancen. Schwächelnde Wachstumsindikatoren und geopolitische Unsicherheiten könnten Druck auf die Unternehmensgewinne ausüben. Wie man mit einer fundamentalen Long-/Short-Strategie die Ertragsdynamik nutzen kann.

Rund acht Prozent für 2018 und 2019: So lautet die Prognose für das durchschnittliche Gewinnwachstum europäischer Unternehmen angesichts der Ergebnisse der aktuellen Halbjahres-Berichtssaison. Die jüngste Korrektur bei wichtigen Indikatoren für künftiges Wachstum sowie zunehmende geopolitische Unsicherheiten – darunter die Sorge über einen möglichen Handelskrieg, die politische Situation in Italien, die Umsetzung des Brexit und Krisenherde in einigen Schwellenländern deuten jedoch darauf hin, dass die Erwartungen an das Gewinnwachstum nach unten korrigiert werden könnten.

Gianmarco Mondani, Chief Investment Officer des Non-Directional-Equity-Teams und Manager europäischer Long- und Long-/Short-Aktienstrategien bei GAM Investments, bleibt angesichts einiger chancenreicher Sektoren dennoch recht optimistisch: „Wir glauben, dass eine globale Rezession vermieden wird und die Unternehmensgewinne ein moderates Wachstum aufweisen werden.“

In den kommenden Monaten könnte vor allem der Technologiesektor für Überraschungen sorgen. Zwar sei die Branche in Europa nicht sehr stark vertreten, Investoren könnten sie jedoch über einige führende Aktien in den Bereichen Online-Zahlungen, Gaming und IT-Dienstleistungen abdecken. „Auch einige Luxusunternehmen könnten sich weiterhin positiv entwickeln, ebenso wie der Luftfahrtsektor. Dort könnten Kapazitätsreduzierungen aufgrund von Insolvenzen bei Alitalia, Monarch und Air Berlin, Problemen bei Ryanair mit den eigenen Piloten sowie hohen Ölpreisen zu einer neuerlichen Preissetzungsmacht führen“, so Mondani. Darüber hinaus sei die Verpackungsindustrie ein Bereich, in dem die Nachfrage das Angebot übersteige und positive Ergebnisüberraschungen bereit halten könnte.

Das Ende der quantitativen Lockerung werde wahrscheinlich zu einer Ausweitung der Spreads in den peripheren Ländern Europas führen. „Darunter würden vor allem Versorgungsunternehmen leiden. Der Bankensektor in den Peripherieländern könnte ebenfalls negativ betroffen sein, aber dies könnte durch den Anstieg der Zinssätze ausgeglichen werden, was eine Erholung der Zinsmargen ermöglichen würde“, so Mondani.

Ertragsdynamik nutzen

Um einen Mehrwert für Investoren zu erzielen nimmt Mondani mit seiner Strategie Long-Positionen in Unternehmen ein, bei denen die Fundamentalanalyse seines Teams darauf hinweist, dass die Erträge in den nächsten zwölf bis 18 Monaten über den Konsensschätzungen liegen sollten. Short geht er bei jenen Positionen ein, bei denen die gleiche Analyse die Wahrscheinlichkeit angibt, dass die Erträge unter dem Konsenswert liegen werden. „Diesen Prozess wenden wir über ein diversifiziertes Portfolio an. Bei der Long-/Short-Strategie gleichen wir das Long- und Short-Exposure mit dem Ziel aus, unter allen Marktbedingungen positive Ergebnisse zu erzielen. Für die Long-only-Strategie versuchen wir, Long-Positionen auszuwählen, die in der Lage sind, den Konsens zu übertreffen, mit dem Ziel, eine Performance zu erzielen, die über dem Benchmark liegt“, erklärt der Experte.

Frankreich und Irland auf „long“

Aktuell setzt Mondani in Frankreich aufgrund von Positionen in den Bereichen Rüstung, Luxus, IT und Autobahnen auf „long“. „Auch für Irland fahren wir eine Long-Position. Dies spiegelt sich in unseren Investments in globale Unternehmen sowie Banken, Hotels und Wohnungsbau wider, die von den inländischen Trends profitieren sollten. Dagegen haben wir Short-Positionen bei einigen schwedischen Bauunternehmen sowie einigen Medienunternehmen, Postdiensten und Einzelhändlern in Großbritannien“, so Mondani weiter.

Aus Branchensicht sieht der Experte Chancen im Einzelhandel, sowohl im Lebensmittel- als auch im Bekleidungssektor. „Die Online-Konkurrenz erweist sich als ein Faktor, der das Potenzial hat, die Margen vieler Betreiber deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig halten wir einige Short-Positionen bei zyklischen Werten, bei denen die Bewertungen bisher nicht von der Verlangsamung der Konjunkturindikatoren beeinflusst wurden“, schließt der Experte.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Silvia Dorsch
Edelman.ergo GmbH
T +49 221 912 887 56
TeamGAM@edelmanergo.com

 

GAM. Hintergründig.

GAM ist eine der führenden unabhängigen, reinen Vermögensverwaltungsgruppen der Welt. Sie bietet aktive Anlagelösungen und produkte für Institutionen, Finanzintermediäre und Privatkunden an. Das Investment-Management-Kerngeschäft der Gruppe wird durch eine Private Labelling-Sparte ergänzt, die Management-Company- und andere unterstützende Dienstleistungen für Dritte anbietet. GAM beschäftigt über 900 Mitarbeitende in 13 Ländern und betreibt Anlagezentren in London, Cambridge, Zürich, Hongkong, New York, Lugano und Mailand. Die Vermögensverwalter werden von einem umfassenden weltweiten Vertriebsnetz unterstützt. Die Aktien von GAM (Symbol „GAM”) mit Sitz in Zürich sind an der SIX Swiss Exchange notiert und Teil des Swiss Market Index Mid (SMIM). Die Gruppe verwaltet per 31. März 2018 Vermögen von CHF 162.3 Milliarden (USD 169.4 Milliarden).

 

Wichtige rechtliche Hinweise: Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Einschätzungen können sich ändern und geben die Ansicht von GAM unter den derzeitigen Konjunkturbedingungen wieder. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Die vergangene Performance ist kein Indikator für die laufende oder künftige Wertentwicklung.

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